Die letzten Fahrradwagen – und was danach kommt

Seit Dezember 2010 vertreibt der Gartenbahn Profi in seiner Leser-Edition den Teilesatz zum Bau des HSB-Fahrradwagens. Nun haben wir das vorerst letzte Fertigungslos in Auftrag gegeben, denn zum Frühjahr 2020 steht bei uns Neues auf dem Programm – und dafür werden beim Hersteller der Bauteile nicht nur Fertigungs-, sondern auch Konstruktionskapazitäten gebraucht. Somit sind derzeit noch die letzten Bauteile-Pakete für den Fahrradwagen bestellbar, der auf das 30-cm-Fahrgestell von LGB passt.

Aufgebauter, mit Zubehör dekorierter HSB-Fahrradwagen

Als Modell war der Teilesatz ein über Jahre währender Erfolg, das Original hingegen war weniger nachgefragt. Die Auslastung des bei den HSB auf der Selketalbahn eingesetzten offenen Wagens war nämlich mehr als dürftig – es gab kaum Interesse von Radfahrern. Daher hatten die HSB beschlossen, den Wagen nach Ablauf der Fristen Ende April 2018 nicht mehr aufzuarbeiten, sondern so lange abzustellen, bis über eine neue Verwendung entschieden ist. Und diese Entscheidung ist gefallen: Der einstige Fahrradwagen soll künftig als Cabriowagen auf die Reise gehen. Uns so ist es mehr als naheliegend, dass der Gartenbahn Profi zum Frühjahr 2020 eine entsprechende Abwandlung seines Teilesatzes projektiert – allerdings muss auch erst das Original fertiggestellt sein.

Das HSB-Fahrzeug mit der Betriebsnummer 905 – 157 war 2009/10 aus einem ehemaligen Packwagen umgebaut worden. Die Abnahme des Wagens erfolgte am 23.4.2010 in Westerntor. Bis Ende April 2018 war der als „Fahrradwagen“ bezeichnete offene Waggon im Sommerfahrplan auf der Selketalstrecke zwischen Quedlinburg und Hasselfelde/Eisfelder Talmühle im Einsatz mit dem Dampfzug zu erleben. Dorthin könnte er wieder zurückkehren, aber eben ohne Fahrräder.

Freikarten zu gewinnen

Die Faszination Modellbau wird 25. Die Leser des Gartenbahn Profi haben auch zur Jubiläumsveranstaltung wieder die Chance, 5 x 2 Freikarten für den kostenlosen Besuch der Modellbau-Messe am Bodensee zu gewinnen, die vom 1. bis 3. November 2019 ihre Tore in den Friedrichshafener Messehallen öffnet. Eingeschlossen ist auch der Besuch des zeitgleich veranstalteten Echtdampf-Hallentreffens.

Die Teilnahme am Ticket-Gewinnspiel ist einfach. Nennen Sie uns nur einen Grund, weshalb Sie die Messe in Friedrichshafen gerne besuchen. Füllen Sie unser vorbereitetes Formular aus – und mit etwas Glück erhalten Sie am 29. Oktober per E-Mail von der Redaktion Gartenbahn Profi zwei Freikarten als PDF zum Ausdrucken zugeschickt.
Teilnahmeschluss ist am Montag, 28. Oktober.

Update 29.10.2019: Die Ticketverlosung ist abgeschlossen, die Gewinner sind per Email benachrichtigt. Vielen Dank für die Teilnahme.

HSB: Neue Dampflokwerkstatt

Es mangelt an betriebsbereiten Dampfloks bei den Harzer Schmalspurbahnen, wie der Gartenbahn Profi in der Ausgabe 5/2019 berichtete. Und verschärft wurde die ohnehin schon prekäre Situation am 5. September durch einen Unfall der Brockenlok 99 7247.
Bei einem Zusammenstoß mit einem Lkw nahe der Station Hasserode wurde die Lok-Rückwand stark beschädigt und der Wasserbehälter aufgerissen. Wasser lief aus.

Um nicht dauerhaft von externen Kapaziätsengpässen abhängig zu sein, rüsten die HSB nun ihre Werkstattkapazitäten auf – und starteten das bislang größte Bauprojekt in der 28-jährigen Geschichte der Harzer Schmalspurbahnen GmbH. Gemeinsam mit Wernigerodes Oberbürgermeister Peter Gaffert und HSB-Geschäftsführer Matthias Wagener drückte Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel in Wernigerode den symbolischen Startknopf für den Bau der neuen Dampflokwerkstatt (Bild). Nach deren Fertigstellung können die Dampfloks künftig in der eigenen Werkstatt untersucht und gewartet werden. Das mache die HSB unabhängiger und spare auch Kosten. Zugleich haben Touristen und Bahnenthusiasten dann auch die Möglichkeit, die Arbeiten in der gläsernen Galerie zu verfolgen – diese Kombination mache die HSB noch attraktiver.

Per Knopfdruck: „Spatenstich“ zur neuen Dampflokwerkstatt der HSB

Die Idee zum Bau einer neuen Dampflokwerkstatt wurde bereits vor geraumer Zeit geboren, als sich eine immer zeit- und kostenintensivere Instandhaltung der betagten Dampflokomotiven abzeichnete. Spätestens alle acht Jahre müssen diese im Rahmen der sogenannten schweren Instandhaltung umfassend untersucht und in ihre über 4.000 Einzelteile zerlegt werden. Aus Platzgründen schied eine Erweiterung der bisherigen Fahrzeugwerkstatt aus dem Jahre 1926 am Bahnhof Wernigerode Westerntor von vornherein aus. Mit einem Teil des Ochsenteichgeländes konnte ein geeignetes Grundstück in unmittelbarer Nähe zur alten Werkstatt von der Stadt Wernigerode erworben werden.

Mit der Fertigstellung der neuen Dampflokwerkstatt wird im Frühjahr 2021 gerechnet. Nach einer rund einjährigen Anlaufphase können hier dann ab 2022 die ersten Dampflokomotiven vollständig auseinander gebaut und entsprechend den rechtlichen Vorschriften untersucht werden. Die HSB verfügt über insgesamt 25 Dampflokomotiven der Baujahre 1897 bis 1956.

12. Märklin-Tage mit 36. IMA

Nordseemotive stellt Uwe-Peter Schmid auf seiner LGB-Modulanlage vor.

Noch bis zum Sonntag, 15. September, steht die Stauferstadt Göppingen im Zeichen der 36. Internationalen Modellbahn-Ausstellung IMA und den 12. Märklin-Tagen. Mehrere Modell-Premieren, ein Gang durch die Produktion und die Lokparade am Göppinger Bahnhof sind Highlights des dreitägigen Programms. Auch der Ausbau der Märklin Schauanlage kann von den Besuchern von einer Empore aus live mitverfolgt werden. Der Ausbau des ersten Teils der Schauanlage schreitet mächtig voran. Auf einer Fläche von 130 Quadratmetern werden allein über 150 Weichen und zwei Drehscheiben verbaut.

LGB-Freunde kommen in der EWS-Arena zum Zuge, in welcher eine große LGB-Ausstellung im Blickpunkt steht. Zu sehen ist hier auch die neue Nordseeinsel-Modulanlage von Uwe-Peter Schmidt, von der wir erste Eindrücke in der GBP-Ausgabe 4/2019 auf den Seiten 68–69 vorgestellt haben. Insgesamt nehmen über 140 Aussteller an fünf Veranstaltungsorten teil. Buspendelverkehre sind eingerichtet.

Weitere Infos: https://www.maerklin.de/de/erlebnis/maerklineum/maerklin-tage-2019/

Großbahnfest in Schinznach

Die reizvolle Schinznacher Baumschulbahn, weithin bekannt geworden durch den langjährigen früheren Einsatz einer Garratt-Dampflokomotive, ist am 7. und 8. September Treffpunkt der Gartenbahnszene. Das erstmals dort ausgerichtete „Grossbahnfest“ soll zugleich das spannende wie vielseitige Hobby Gartenbahn bekannter machen. So richtet sich die vielfältige Veranstaltung an Familien, Einsteiger, Wiedereinsteiger und natürlich an die aktiven Besitzer von Gartenbahnen in den Spurweiten G / 2m.

Die Schinznacher Baumschulbahn ist am 7./8. September Treffpunkt der Gartenbahnszene

45 Aussteller aus der Schweiz, Deutschland, Österreich, Italien sowie aus den Niederlanden erwarten die Besucher, darunter auch LGB. Mit dabei ist auch der Gartenbahn Profi mit einem wohl einmaligen „Heidi-Duo“. Für alle Besucher, die mehr aus ihren Standardmodellen machen wollen, bietet das Großbahnfest ein reiches Spektrum an Anbietern aus dem Zubehör- und Tuningsegment. Ebenso werden in Schinznach Hersteller digitaler Modellbahnsteuerungstechnik vor Ort sein. Zudem organisiert der Verein Grossbahnfest einen Verkaufsstand für Gebraucht-Modelle. Und wer mit seiner eigenen Modell-Lok fahren möchte, dem steht eine Anlage für Gastfahrzeuge zur Verfügung.

Termin: 7. und 8. September, am Samstag von 10 bis 19 Uhr, am Sonntag 10 bis 17 Uhr.

Ort: Schinznach liegt nahe der Schweizer Autobahn A3, etwa auf halber Wegstrecke zwischen Basel und Zürich. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht man die Gärtnerei Zulauf (und damit den Ort der Veranstaltung) am schnellsten und einfachsten via Bahnhof Brugg AG mit der Eisenbahn (Schnellzughalt) und dann per Bus 371 in Richtung Thalheim, Haltestelle Zulauf Schinznach (12 Minuten Fahrzeit).

Weitere Informationen unter www.grossbahnfest.ch

HSB mit neuer Internetseite

Unter der altbekannten Internet-Adresse www.hsb-wr.de haben die Harzer Schmalspurbahnen ihre überarbeitete Homepage online gestellt. Das Design passt sich nun auch den zunehmend verwendeten mobilen Endgeräten an. Neben den verbesserten Zugriffsmöglichkeiten bietet die Homepage auch neue Serviceangebote und Tickets für die Besucher bereit. In Sekundenschnelle sind nun datumsgenaue Fahrplanauskünfte für alle gewünschten Fahrtrouten innerhalb des Netzes der Harzer Schmalspurbahnen erhältlich. Bisher übliche Recherchen in Fahrplantabellen sind zwar noch möglich, aber nicht mehr notwendig. Neu ist auch, dass neben der gesuchten Verbindung der jeweilige Fahrpreis angezeigt wird. Und wer möchte, kann über einen zusätzlich neben der Auskunft erscheinenden Link noch ein weiteres neues Angebot der HSB nutzen: Den Erwerb eines vergünstigten Online-Tickets für die Fahrt am gewünschten Reisetag. Der Ausdruck erfolgt anschließend am heimischen Rechner. Alternativ können Tickets auch als PDF-Dokument auf mobilen Endgeräten gespeichert werden.

Hinweise für Hobbyfotografen

Fotohalt bei der Einfahrt in den Bahnhof Drei Annen Hohne

Weil die Züge der Harzer Schmalspurbahnen aber nicht nur zu Transportzwecken genutzt werden, sondern auch beliebtes Ziel von Eisenbahnfans sind, haben die HSB auf ihre Website Hinweise für Hobbyfotografen und -filmer eingestellt. So ist das „Anblitzen“ von Zügen in der Dunkelheit untersagt, auch das Überfliegen der HSB-Anlagen mit Drohnen ohne entsprechende Genehmigung. Aber von öffentlich zugänglichen Bereichen darf man auch in abgesperrte Bereiche hinein fotografieren. Was ist erlaubt, was nicht? Hier ist die HSB-Info für Hobbyfotografen. Wer sich an die Spielregeln hält, ist gerne gesehen. Schließlich freuen sich die HSB darüber, wenn schöne Videos und Fotos zu einem Besuch der Bahnen im Harz anregen.

18./19. Mai: Gartenbahntreffen im Eisenbahnmuseum Bochum

Impression vom Gartenbahntreffen 2017

Das Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen steht am Wochenende 18./19. Mai ganz im Zeichen des 2. Gartenbahntreffens, veranstaltet von den LGB-Freunden Niederrhein. Die Besucher erwarten in der rund 1200 Quadratmeter großen Wagenhalle 1 verschiedene Ausstellungsanlagen in der Größe IIm (G), darunter auch Anlagen des Spoor II Club aus den Niederlanden und der Freunde der LGB Norddeutschland. Händler bieten ihre Waren rund um das Thema Gartenbahn an, auch mehrere Hersteller zeigen ihre neuen Produkte und stehen den Großbahner mit Rat und Tat zur Seite. In der Wagenhalle schlägt auch der Gartenbahn Profi seinen Stand auf, an dem nicht nur Gedrucktes zu finden sein wird. Auch die Firma Märklin wird mit einem LGB-Messestand vor Ort sein. Zusätzlich zeigen die Göppinger ihre nagelneue G-Ausstellungsanlage, den Bahnhof Jöhstadt, die im März bei der Faszination Modellbahn in Mannheim Premiere hatte und jetzt erstmals in Bochum ausgestellt wird. Des Weiteren werden zwei ganz neue Spur IIm-Anlagen dem Publikum vorgeführt – lassen Sie sich überraschen.

Das Gartenbahntreffen beginnt am Samstag um 10 Uhr, am Sonntag um 11 Uhr, Ende ist jeweils um 17 Uhr. Ort: Wagenhalle 1 des Eisenbahnmuseums Bochum-Dahlhausen, Dr.-C.-Otto-Straße 191, 44879 Bochum. Für die Ausstellung, einschließlich des Besuchs des Museums, gelten die unveränderten Eintrittspreise des Eisenbahnmuseums Bochum-Dahlhausen.

Neuheitenschau auf Youtube

Nicht beim Händler, nicht auf einer Messe – Märklin präsentiert in diesem Jahr seine Sommerneuheiten der Marken Märklin, Trix und LGB online bei Youtube. Über ein Onlinestreaming haben Modellbahner die Möglichkeit, die Präsentation live mitzuverfolgen. Auch danach kann die Präsentation jederzeit live über den Youtube-Kanal wieder aufgerufen werden. Die Vorstellung beginnt am Donnerstag, 9. Mai, ab 18 Uhr unter der Webadresse www.youtube.de/maerklin-gp

Die Prospekt-Version

Wer dagegen lieber in einem virtuellen Prospekt blättern möchte: Hier gibt es den Sommerneuheiten-Prospekt auch als PDF. RhB-Gartenbahner finden darin die Elektrolok Ge 4/4 III als Werbelok der Zeitung „Blick“ sowie die Ge 4/4 II mit dem Werbemotiv des „RhB-Club“, außerdem sind neue Wagenvarianten für RhB- und historische Sachsen-Züge im Angebot. Zum Download

Reif(t) für das Guinness-Buch: Die Gartenbahn-Welt in Bispingen

Sie betreiben nicht nur eine Skihalle in der Lüneburger Heide (den Snow Dome), sondern auch eine ganze Erlebniswelt drum herum. Und künftig geht es auch unter der Skihalle rund, auf Gleisen der Spurweite 45 Millimeter. Im Abenteuer Resort Bispingen entsteht derzeit eine Erlebniswelt im Maßstab 1:22,5, die Welt von LGB und Piko G, Bachmann und USA Trains: die Modellbauwelten Bispingen. Sie soll neue Rekorde aufstellen.

Soll die weltgröße G-Anlage werden: Entstehung des Modellbahnwelt Bispingen

Nach dem Einstieg der neuen Anteilseigner Frank Blin und Alois Haider vor fünf Jahren sieht sich der „Snow Dome“, direkt an der Autobahnausfahrt Bispingen der A7 gelegen, weiter auf Erfolgskurs. Der von ihren Betreibern erst Ende Januar gestartete Bau der „Modellbauwelten“ liege gut in der Spur. Nach witterungsbedingten Startschwierigkeiten käme der Ende Januar gestartete Bau der „Modellbauwelten“ unter dem Dach des „Snow Dome“ jetzt gut voran, berichtet der ehemalige Betreiber der „Hofbräu-Wirtshäuser“ in Hamburg und Berlin. Die erforderlichen Baumaßnahmen wie Erd-, Pflaster- und Umzäunungsarbeiten seien bereits abgeschlossen. Die gärtnerische Gestaltung der Außenbereiche rund um die insgesamt geplanten 40 bis 50 Themenwelten laufe „auf Hochtouren“. In den Bispinger „Modellbauwelten“ werden nach der jetzt für Mitte September geplanten Fertigstellung auf 20 000 Metern Gleisen rund 500 Züge verkehren.

Probeweise fahren schon die ersten Züge – 20 000 Meter Gleise sollen es werden.

Wegen der durch den G-Maßstab von 1:22,5 entsprechend großen Landschaften bzw. Zugmodelle soll die Modellbahnanlage auch von den Dimensionen her neue Maßstäbe setzen. Der Eintrag in das Guinnessbuch der Rekorde als weltweit größte Modelleisenbahn ist bereits beantragt.

Die „Modellbauwelten“ sind nicht das einzige neue Vorhaben der „Snow Dome“-Betreiber. Unter der neuen Dachmarke „Abenteuer Resort Berg & Tal in der Lüneburger Heide“ werden bis Anfang nächsten Jahres ein 208-Betten-Hotel, ein Oldtimer-Museum und ein großer Spielpark entstehen.

Harzkamel auf dem Brocken

Harzkamele erreichen wieder planmäßig den Brockenbahnhof. Foto: Screenshot HSB Webcam

Das ist kein verspäteter Aprilscherz: Seit Samstag, 6. April 2019, setzen die HSB wieder planmäßig ein „Harzkamel“ auf der Strecke zum Brocken ein. Hierfür kommt momentan einzig und alleine die sechsachsige Diesellok 199 861 in Frage, da die beiden anderen vorhandenen 199er keine Zugheizanlage mehr haben. Das kann sich aber ändern, denn die wärmeren Sommermonate stehen bevor… Unser Bild zeigt einen Screenshot der HSB-Webcam vom 6. April.