Leichtere Ersatzteilsuche für LGB-Loks

Märklin verbessert den Ersatzteil-Service für LGB-Produkte durch eine neue Suchfunktion auf der LGB-Homepage. Wie das Unternehmen am Montag mitteilte ist es ab sofort auf der Homepage im Bereich „Service“ möglich, auch für „alte“ LGB-Lokomotiven (also vor der Übernahme 2007 durch Märklin) nach Ersatzteilen zu suchen. Dazu muss lediglich die Artikelnummer der LGB-Lok in das Suchfeld eingegeben werden (siehe unten abgebildetes Beispiel zur Lok #27430).

Als Suchergebnis werden alle vergleichbaren Lokomotiven angezeigt, die Märklin seit 2007 mindestens einmal produziert hat. Von diesen Loks aus der Märklin-Ära können dann die Ersatzteilblätter aufgerufen und die Ersatzteile bestellt werden – bei Märklin direkt, oder beim LGB-Fachhandel, was bei Kleinteilen oft günstiger kommt. Damit seien rund 65% der noch offenen 212 Artikel erfasst, teile Märklin mit. Die noch fehlenden Artikelnummern werden immer dann ergänzt, wenn eine Lok aus Nürnberger Lehmann-Zeiten zum ersten Mal seit 2007 wieder neu produziert wird.

2014_11_Ersatzteil

Nicht erfasst sind Lokomotiven, die noch eine vierstellige Artikelnummer tragen, das heißt solche Modelle, die älter als 20 bis 25 Jahre sind. Für diese existieren bei Märklin keine verlässlichen Daten mehr, hieß es aus Göppingen.

Das Siegerbild im Fotowettbewerb

Keineswegs einfach war die Entscheidungsfindung im Foto-Wettbewerb des Gartenbahn Profi, der im Vorjahr aus Anlass des zehnjährigen Bestehens ausgeschrieben wurde. 437 Fotos waren zu sichten und in mehreren Runden zu bewerten. Viele Motive erzählten kleine Geschichten, oft spielten sich inszenierte dramatische Szenen an Bahnübergängen ab, manchmal wurde auch der Sinn einer stimmigen Bahn im Bild festgehalten. Echte Katastrophenthemen wie Hochwasser spiegeln sich in den Einsendungen ebenso wider wie stimmungsvolle Szenen zu nächtlichen Stunden.

Das Siegerbild von Matthias Pichler

Zu nächtlicher Stunde war auch der glückliche Hauptgewinner unseres Wettbewerbes unterwegs. Er heißt Matthias Pichler, dem ein Preisgeld von 500 Euro in bar winkt. Er will den Betrag auf jeden Fall in Hobby investieren – wofür, das weiß er noch nicht. Jedenfalls habe sich der nicht unbeträchtliche Beleuchtungsaufwand für sein siegreiches Foto gelohnt, schrieb er uns auf die Gewinnbenachrichtigung zurück.

Zehn Siegerfotos und ein Schlusslicht finden Sie in der neuen GBP-Ausgabe 2/14, weitere schöne und prämierte Aufnahmen unserer Leser werden in der nächsten Ausgabe folgen, auch Ihnen winken noch schöne Anerkennungspreise. Lassen Sie sich überraschen.

Es war jedenfalls sehr interessant, welche unterschiedlichen Perspektiven man einer Gartenbahn abgewinnen kann.

LOK LGB: In Leipzig zu haben

LOK LGB. HD-Bildband mit über 500 LGB-Lokomotiven von 1968 bis heute – demnächst im Vertrieb des GARTENBAHN  Profi.

Bildband LOK LGB

Der große Bildband „LOK LGB“ der Autoren Aldo Farneti und Paolo Zanin hat den Weg von der Druckerei in Mailand zu uns gefunden – eine Teillieferung des vom GARTENBAHN PROFI vertriebenen Buches ist heute in Leipzig eingetroffen und steht damit rechtzeitig zur Messe „Modell Hobby Spiel“ zur Verfügung. GBP-Chefredakteur Hans-Joachim Gilbert wird das Buch an allen vier Messetagen um 14.40 Uhr im Rahmen der Neuheitenschau am Modellbahnsofa Gleis 27 vorstellen, zu finden in Halle 3, G14/H09. Den Messestand des GARTENBAHN PROFI auf der Modellbahnmesse finden Sie ebenfalls in Halle 3, Standnummer K12. Dort können Sie auch die Einkaufsgutscheine unseres Verlags einlösen, die auf der Webseite der Messe Leipzig angeboten werden.

Erwerben können Sie nicht nur das druckfrische LOK-Buch (soweit der Messe-Vorrat reicht), auch die KuPLIX-Kupplung haben wir im Messegepäck – und einen kleinen Vorrat an HSB-Werbewagen. Außerdem können Sie Baumuster unserer Teilesätze in Augenschein nehmen, wie den HSB-Fahrradwagen und den Aussichtswagen „Wernesgrüner“. Der Aussichtswagen ist mit kurzen Lieferzeiten erhältlich, den HSB-Fahrradwagen liefern wir in der dann 6. Fertigungsserie ab Anfang Dezember 2013 wieder aus. Zu sehen gibt es am Messestand auch Triebwagenmodelle von Steffen Otto. Seine Gartenbahnanlage haben wir in der Ausgabe 2/2011 vorgestellt, darauf sind auch einige der kleinen zweiachsigen Triebwagen zu sehen.Wir freuen uns, Sie in Leipzig am Stand K12 in Halle 3 begrüßen zu dürfen!

Den Versand des Buches „LOK LGB“ bereiten wir nach der Messe in Leipzig vor, den Beginn der Auslieferung haben wir für den 10./11. Oktober vorgesehen.

 

Fotowettbewerb: Danke für die rege Beteiligung

Damit hatten wir dann doch nicht im Traum gerechnet: Über 150 Bildeinsendungen erreichten uns zum zweiten Fotowettbewerb des Gartenbahn Profi – per Post wie überwiegend per E-Mail. Vor zehn Jahren, beim allerersten Wettbewerb, trafen 42 Briefpostsendungen in der Redaktion ein – digitale Fotografie war damals noch längst nicht so verbreitet wie heute.

Die rege Beteiligung ist erstens Anlass, uns bei allen Einsendern fürs Mitmachen zu bedanken. So mancher Fotograf ließ uns wissen, wie schwer die Auswahl gewesen sei. Uns wird das nicht leichter fallen – und aus diesem Grund werden wir nicht, wie ursprünglich vorgesehen, schon in der Ausgabe 6/13 die Gewinner präsentieren, sondern erst eine Ausgabe später – in Heft 1/14. Zweitens: Auch reicht wegen unserer kurzfristigen Teilnahme an der Leipziger Modell-Hobby-Spiel (vom 3.-6. Oktober) die Zeit nicht mehr aus, um die Sitzung der Jury gewissenhaft vorzubereiten. Wir hoffen, die Teilnehmer haben dafür Verständnis. Drittens: In den Ausgaben 1/14 und 2/14 wird es jedenfalls zwei schöne Bilderbogen zu sehen geben, dafür haben die Einsender schon vorgesorgt. Vielen Dank fürs Mitmachen!

Messe-Bonus für die Leipziger Modell-Hobby-Spiel

Am 3. Oktober eröffnet die Modellbahnfachmesse Modell-Hobby-Spiel in Leipzig ihre Pforten – und lockt mit einem auch für Gartenbahner interessanten Ausstellungsangebot. Nicht nur, weil der Gartenbahn Profi in diesem Jahr mit einem eigenen Stand präsent sein wird – unsere Adresse in Halle 3 lautet: K12. Was Sie dort erwartet, erfahren Sie rechtzeitig vor der Messe. Ihren Besuch an unserem Messestand belohnen wir mit einem Einkaufsgutschein über 5 €, den Sie von der Webseite der Modell-Hobby-Spiel unter dem Button „Messerabatte“ nach Registrierung herunter laden können, so lange der Vorrat von 150 Gutscheinen reicht – pro Person kann ein Gutschein eingelöst werden. Zögern Sie nicht zu lange, die ersten Gutscheine sind schon weg.

LOK LGB. HD-Bildband mit über 500 LGB-Lokomotiven von 1968 bis heute – demnächst im Vertrieb des GARTENBAHN  Profi.

LOK LGB

Täglich um 14.40 Uhr während der Messe wird GBP-Chefredakteur Hans-Joachim Gilbert außerdem im Rahmen der Neuheitenschau am Modellbahnsofa das neue Buch „LOK LGB“ vorstellen, von dem wir zur Messe in Leipzig erste Vorabexemplare erhalten – die Verlagsauslieferung beginnt dann Mitte Oktober 2013. Das über 500 Seiten starke Buch zeigt erstmals alle ab 1968 bis Sommer 2013 gebaute LGB-Lokomotiven, einschließlich der Sonderauflagen sowie Musterlokomotiven. Aus dem fünfjährigen Entstehungszeitraum des Buches gibt es so manche Anekdote zu berichten, wovon bei der Neuheitenschau zu hören sein wird.

Ein Thema auf dem Modellbahnsofa wird auch der 3D-Druck sein, der eines nahen Tages die berühmte Bastelkiste des Modellbahners ablösen könnte. Speziell zu diesem Thema gibt es auf dem Modellbahnsofa am Donnerstag, 3. Oktober, ab 16 Uhr eine Diskussionsrunde. Dass man im 3D-Druckverfahren nicht nur kleine Ersatzteile, sondern sogar komplette Züge herstellen kann, erfahren unsere Leser in der aktuellen Ausgabe 5/2013. Der darin vorgestellte RhB-Triebzug Be 4/4 des Niederländers Ed de Bruijn ist, bis auf einige LGB-Zurüstteile, ein im 3D-Druck entstandenes Modell. Wie diese schon für kleinste Serien einsetzbare Technologie im Grunde funktioniert, erfahren Sie im Beitrag ab Seite 18 der vorgenannten Ausgabe des Gartenbahn Profi.

Ein Zug aus dem 3-D-Drucker: der Be 4/4 in IIm von Ed de Bruijn

Ein Zug aus dem 3-D-Drucker: der Be 4/4 in IIm von Ed de Bruijn.   Foto: Klaus Himmelreich

 

Digital-Infotag für die Redaktion

Rege Diskusssionen gab es beim Raptor-Informationsbesuch mit Vorführanlage beim Gartenbahn Profi (v. links: Dieter Fettweiß, Louis Christianen, Bert Gorissen, Klaus Himmelreich und Marco van der Toorn). Foto: H.-Joachim Gilbert

Rege Diskusssionen gab es beim Raptor-Informationsbesuch mit Vorführanlage beim Gartenbahn Profi (v. links: Dieter Fettweiß, Louis Christianen, Bert Gorissen, Klaus Himmelreich und Marco van der Toorn). Foto: H.-Joachim Gilbert

In den Niederlanden ist das Digitalsystem „Raptor“ bereits ein Begriff, nun setzt der kleine Hersteller zum Sprung nach Deutschland an. Diese Woche besuchten Marco van der Toorn, Bert Gorissen und Louis Christianen von Raptor Digital aus Rotterdam die Redaktion des Gartenbahn Profi, um den neuen freilandtauglichen Gleisbesetztmelder und das komplette System auf einer eigens neu erbauten Vorführanlage zu demonstrieren. Automatischer Zugbetrieb mit drei Lokomotiven lief über Stunden auf einem kurzen Streckengleis und sechs Abstellgleisen ab, in wechselnden Abfolgen und im Gegenverkehr, ganz ohne Kollisionen. Ein automatischer Zugbetrieb von der einfachen Pendelstrecke bis hin zum zufällig ablaufenden Zugbetrieb über mehrere Bahnhöfe mit gegenläufigem Zugverkehr und mehreren Zügen (vergleichbar zum Anlagenporträt in GBP 4/2012) ist mit der Raptor-Zentrale und dem neuen Gleisdetektor (wetterfest und kurzschlusssicher bis 10 A) ohne vertiefende Programmier-Fachkenntnisse möglich.

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Der 0-Ohm-Detektor ist wetterfest.

Doch der neuartige „0-Ohm“-Gleisdetektor lässt sich nicht nur mit der Zentrale von Raptor (sie versteht mehrere Digitalsprachen wie DCC, Motorola, Selectrix, Digitrax, FMZ und andere) nutzen, auch mit anderen Digitalsystemen lässt sich die einfach zu handhabende Gleisbesetzmeldung einbauen, um beispielsweise Schattenbahnhöfe zu überwachen oder Zahnradbahnen punktgenau zum Halten zu bringen, damit sie auch ohne Prellbock nicht übers Gleis hinaus fahren. Ausbaubar ist das System bis hin zu einer automatisierten Gleisbelegung, die dem Zug ein freies Gleis zuweist, sofern die Lok für das Gleis freigegeben ist. Und das – wenn gewünscht – erst, wenn die Raptor-Zentrale die echte Rückmeldung der gestellten Weiche und die Bestätigung über den freien Fahrweg erhalten hat. Vorher fährt kein Zug los…

Die GBP-Mitarbeiter Klaus Himmelreich und Dieter Fettweiß (er betreut die Technik jener privaten Großanlage, die wir für unsere Fahrtests regelmäßig nutzen) nahmen an der mehrstündigen exklusiven Infoveranstaltung teil, um für die kommenden Ausgaben des Gartenbahn Profi interessante und anschauliche Beiträge über Gleisbesetztmeldung und automatisierten sicheren Fahrbetrieb vorzubereiten. Natürlich werden dabei auch Produkte anderer Hersteller betrachtet, aber auch die hierzulande nahezu noch unbekannte Raptor-Zentrale mit ihren anschließbaren Peripheriegeräten, zu denen – zeitgemäß – auch WLAN-Technik und Tablet-PC gehören. Interessante Themen, die wir in den nächsten Ausgaben anschaulich für Sie aufbereiten werden.

Fotowettbewerb: Einsendeschluss naht

2013_09_Foto_truck-nah2Die neuerlichen Sonnentage, die uns der Spätsommer beschert, sind die letzte Chance, noch schöne Aufnahmen für den Fotowettbewerb des Gartenbahn Profi aufzunehmen, denn der Einsendeschluss naht:

15. September 2013 sollte auf dem Datum des Poststempels stehen, wenn Sie uns Ihre Fotos per Post einsenden. Besonders in den letzten Tagen häuften sich die Einsendungen, die wir neugierig gesichtet haben – und mitunter stecken im Umschlag nette Begleitschreiben, wie schwer es doch gefallen ist, nur ein paar Fotos auszuwählen. Da wurde mitunter der ganze Familienrat zusammen gerufen um Bilder auszuwählen, mit dem Ergebnis: Jeder hat seine eigenen Lieblingsmotive. Eingeschickt hat dann doch der „oberste Betriebsleiter“ seine Auswahl. Nette Szenen wurden da arrangiert die deutlich machen, wieviel Mühe sich unserer Leser dafür gemacht haben. Allein das anzusehen macht schon Freude, dafür dürfen wir uns jetzt schon ganz herzlich bedanken.

Wir ahnen schon: Es wird schwierig für die Jury, und daher werden wir uns etwas mehr Zeit lassen für die Vorentscheidung und die endgültige Prämierung, zumal wir uns während der Wettbewerbslaufzeit entschlossen haben, dieses Jahr mal wieder auf der Modell-Hobby-Spiel in Leipzig auszustellen. Dieser Messeauftritt „kostet“ uns eine Arbeitswoche Zeit, die nicht so leicht aufzuholen ist. Daher werden wir die Siegerfotos des Wettbewerbs und eine Reihe weiterer schöner Aufnahmen nicht, wie ursprünglich vorgesehen, in der Ausgabe 6/13, sondern erst in der darauffolgenden Ausgabe 1/14 zeigen – das wird es aber auch wert sein.

Natürlich können Sie Ihre Fotos auch per E-Mail senden, bitte nutzen Sie dazu das extra eingerichtete Mail-Postfach. Hinweise dazu finden Sie auf einer Sonderseite unserer Homepage. Mehr dazu hier

Harz-Mallet reift Stück um Stück

Aufbau der HSB-Mallet von TrainLine: Die weißen Teile stammen aus dem 3D-Drucker, Wasserkästen und Rahmen stellen bereits fertige Spritzgussteile dar. In der GBP-Ausgabe 5/2013 zeigen wir Ihnen noch mehr.

Aufbau der HSB-Mallet von TrainLine: Die weißen Teile stammen aus dem 3D-Drucker, Wasserkästen und Rahmen stellen bereits fertige Spritzgussteile dar. In der GBP-Ausgabe 5/2013 zeigen wir Ihnen noch mehr.

Wie schafft es der junge westfälische Hersteller TrainLine Gartenbahn, das Modell der Harz-Mallet auf die Beine zu stellen? Der Gartenbahn Profi hat jüngst das Unternehmen besucht und gewährt einen Einblick in die Arbeitsweise des Unternehmens, das sich in den vergangenen Monaten neu strukturiert hat und nun auch auf die Erfahrungen des Kunststoffspritzers als Mitgesellschafter bauen kann. Zug um Zug purzeln derzeit die einzelnen Bauteile aus den fertigen Stahlformen, in Kürze wird das fahrbereite Chassis seine ersten Probefahrten unternehmen. In einer mehrseitigen Reportage stellen wir in neuen GBP-Ausgabe 5/2013 aktuell gefertigte Modellbauteile der Harz-Mallet vor und erklären, warum diese Gartenbahn-Lok von TrainLine keine ganz echte Mallet sein wird – aber ganz nah am Vorbild der 99 5901.

Hitze: Zwei E-Loks im Stresstest

Temperaturen zwischen 30 und knapp 40 Grad (am vergangenen Freitag), die Sonne brannte dieser Tage gnadenlos auf den Niederrhein herab. Und natürlich auf die Gleise der Testanlage, auf der gegenwärtig die vom Märklin-Service nachgebesserte E 10 von LGB und die E 94 von Piko mit neuem Antrieb ihre Runden drehen. Mal gemächlich, mal schnell, mal mit nur zwei und auch mit bis zu zehn vierachsigen Schnellzugwagen im Schlepp (bei der E94 !) müssen die beiden Testkandidaten diesmal einen echten Sommer-Stresstest absolvieren.

Kurze Pause zur Abkühlung: Bei großer Hitze und längeren Zügen wird es der E10 schnell zu warm.

Kurze Pause zur Abkühlung: Bei großer Hitze und längeren Zügen wird es der E10 schnell zu warm.

Überraschungen bleiben dabei nicht aus: Nachdem vergangene Woche schon ein brandneuer Dekoder nach zwei Betriebstagen unter heißer Sonne den Dienst quittiert hatte und nun beim Hersteller untersucht wird, gehen heute Abend für die beiden Elloks die Testfahrten zu Ende. Dann wollen wir mal nachsehen, welche Spuren die Belastungsfahrten an der E10 hinterlassen haben, die seit der Überarbeitung bei Märklin nun wesentlich schneller fährt und deutlich mehr zieht. Wie sich aber herausstellt, werden dabei die stehend eingebauten Motoren recht heiß – und bei sommerlichen Temperaturen gönnt sich die E10 daher immer wieder mal eine kleine Auszeit, um abzukühlen. Eindeutig, kurze Züge sind ihr lieber, dann fährt sie ohne Pausen durch, zügig und ruckelfrei.

Wo ist der Kontaktstift geblieben? Auch hier hat die Belastungsfahrt bei sommerlicher Hitze Spuren hinterlassen.

Wo ist der Kontaktstift geblieben? Auch am neuen Antrieb der E94 hat die extreme Belastungsfahrt bei sommerlicher Hitze Spuren hinterlassen. Nur noch ganz schwach schimmert der Draht unter dem Kunststoff hindurch. Das ließ sich schnell beheben.

Als wahre Zugnummer entpuppte sich die überarbeitete E94 von Piko, die wir in der neuesten Ausführung als Krokodil der Mittelweserbahn zum Test erhalten haben. Zehn Schnellzugwagen im annehmbaren Tempo über eine 3,5 prozentige Rampe aus einer Geraden und einem R5-Gleisbogen ohne zu Schleudern zu schleppen, das soll diesem Kraftprotz erst mal eine andere Lok nachmachen. Der extreme Belastungstest bei ca. 30 Grad Außentemperatur im Schatten hinterließ aber auch hier seine Spuren, denn es wurde offenbar eine Zuleitung zum Motor so warm, dass sich der Kontaktdraht in Kunststoff hüllte (siehe gelbe Markierung im Bild) und die Stromabnahme vom Kontaktblech beeinträchtigte. Das passierte übrigens zeitgleich an beiden Drehgestellen.

Mehr zu den beiden hochsommerlichen Belastungstests lesen Sie in der kommenden GBP-Ausgabe 5/2013, die unsere Abonnenten schon ab 22. August in den Händen halten können. Darin stellen wir auch eine dritte Lokneuheit vor: den RhB-Triebzug Be 4/4 als Kleinserienmodell von Eds Gartenbahn aus den Niederlanden. Der harte Belastungstest blieb dem Vorortpendelzug allerdings erspart.

Bei dieser Gelegenheit die Frage an unsere Leser: Welche außergewöhnlichen Erfahrungen haben Sie beim Fahren in der Sommerhitze gemacht? Wo machen sich konstruktive Schwachstellen bemerkbar, was hat sich besonders bewährt? Schreiben uns ein paar Zeilen an leser [at] gartenbahnprofi.de. Wir sind gespannt auf Ihre Erlebnisse und Erfahrungen.

Museen-Dampffahrt im Harz

Entlang des 140 Kilometer langen Streckennetzes der Harzer Schmalspurbahnen (HSB) liegen interessante Eisenbahnmuseen. Erstmalig werden diese am 24. August 2013 mit dem thematischen HSB-Dampfsonderzug „Tag der Eisenbahnmuseen“ von Quedlinburg nach Wernigerode miteinander verbunden. Unter dem Motto „Eisenbahngeschichte hautnah erleben“ sind neben der nostalgischen Dampfzugfahrt alle Eintritte sowie diverse weitere Leistungen im Fahrpreis enthalten. Die Tickets für diese außergewöhnliche Erlebnisfahrt sind ab sofort bei der HSB erhältlich.

Am 24. August dampft ein Sonderzug von Quedlinburg nach Wernigerode zum „Tag der Eisenbahnmuseen“. Foto: Sammlung HSB

Am 24. August,  dem Tag der Eisenbahn-Museen, dampft der HSB-Traditionszug von Quedlinburg nach Wernigerode mit Unterwegshalten  Foto: Sammlung HSB

Der Dampfsonderzug startet am 24. August gegen 7:30 Uhr in Quedlinburg. Während seiner Fahrt durchs Selketal und über die Harzquerbahn nach Wernigerode wird in Gernrode zunächst das Museum des Freundeskreises Selketalbahn e. V. mit seiner einzigartigen Sammlung besichtigt. Weitere Höhepunkte sind anschließend der Besuch des museal erhaltenen Lokschuppens in Hasselfelde, welcher durch die IG Harzer Schmalspurbahnen e. V. betreut wird, sowie in Benneckenstein die Besichtigung der einmaligen Ausstellung des Vereins Eisenbahnmuseum Benneckenstein e. V. inklusive des historischen Bahnhofsareals. Den Abschluss der Sonderfahrt bildet die Besichtigung der Modellbahnanlage der Bahnsozialwerk-Gruppe in Wernigerode, auf der in anschaulicher Weise die Harzquerbahn nachgebildet ist. Mit den Zügen des HarzElbeExpress (HEX) geht es anschließend zurück nach Quedlinburg (Ankunft um 20:23 Uhr).

Im pauschalen Fahrpreis sind neben der Fahrt im Traditionszug der HSB auch alle Museumseintritte, eine fachkundige Reiseleitung, ein Begrüßungstrunk, ein Mittagsimbiss, Kaffee und Kuchen am Nachmittag sowie die Rückfahrt mit den Zügen des HEX von Wernigerode nach Quedlinburg enthalten. Nähere Infos und Buchungen auf der HSB-Webseite.