Leichtere Ersatzteilsuche für LGB-Loks

Märklin verbessert den Ersatzteil-Service für LGB-Produkte durch eine neue Suchfunktion auf der LGB-Homepage. Wie das Unternehmen am Montag mitteilte ist es ab sofort auf der Homepage im Bereich „Service“ möglich, auch für „alte“ LGB-Lokomotiven (also vor der Übernahme 2007 durch Märklin) nach Ersatzteilen zu suchen. Dazu muss lediglich die Artikelnummer der LGB-Lok in das Suchfeld eingegeben werden (siehe unten abgebildetes Beispiel zur Lok #27430).

Als Suchergebnis werden alle vergleichbaren Lokomotiven angezeigt, die Märklin seit 2007 mindestens einmal produziert hat. Von diesen Loks aus der Märklin-Ära können dann die Ersatzteilblätter aufgerufen und die Ersatzteile bestellt werden – bei Märklin direkt, oder beim LGB-Fachhandel, was bei Kleinteilen oft günstiger kommt. Damit seien rund 65% der noch offenen 212 Artikel erfasst, teile Märklin mit. Die noch fehlenden Artikelnummern werden immer dann ergänzt, wenn eine Lok aus Nürnberger Lehmann-Zeiten zum ersten Mal seit 2007 wieder neu produziert wird.

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Nicht erfasst sind Lokomotiven, die noch eine vierstellige Artikelnummer tragen, das heißt solche Modelle, die älter als 20 bis 25 Jahre sind. Für diese existieren bei Märklin keine verlässlichen Daten mehr, hieß es aus Göppingen.

Power-Pack im Schnee

LGB Allegra im frischen Schnee auf der Anlage von Andi Engi.

LGB Allegra im frischen Schnee auf der Anlage von Andi Engi.

Während heute bei uns am schneelosen Niederrhein die Sonne scheint, schickte uns Andi Engi aus den Schweizer Bergen ein Foto seines „Allegra“ von LGB, der seit wenigen Tagen als analoges Modell ausgeliefert wird. Dieses prächtige Stimmungsbild wollten wir Ihnen natürlich nicht vorenthalten, denn bis zum Erscheinen der nächsten GBP-Ausgabe vergehen noch ein paar Tage, und die nutzen wir noch für ausgiebige Fahrtests mit den drei Hauptneuheiten des Herbstes: der BR 64 von Piko, der Harzmallet von TrainLine und eben dem Allegra von LGB. Schon lange sind die Gartenbahner nicht mehr mit solch einem Neuheitenreigen verwöhnt worden.

Harzmallet und Allegra überraschen zudem mit neuen Schnittstellen für die digitale Nachrüstung. Bei Märklin ist der Weg damit erkennbar: Das digitale Equipment für die LGB-Fahrzeuge gleicht sich künftig dem hauseigenen Märklin-System an, während TrainLine erstmals die neue PluG-Schnittstelle einsetzt – jeder geht da seine Wege. Das setzt die Zubehöranbieter unter Zugzwang: Bei Zimo arbeitet man bereits an einer Plug-and-Play-Lösung für die neue Schnittstelle, so dass möglichst eine steckerfertige Dekoderlösung für die Harzmallet angeboten wird. Das macht auch Sinn, denn Soundspezialist Heinz Däppen arbeitet derzeit an einem hochwertigen Soundprojekt für die neue Harzmallet. Allein das Dampffahrgeräusch setzt sich aus 65 Einzelfahrgeräuschen zusammen, es wird Geräusche im Teillastmodus und Vollastmodus geben. Aber noch sitzt der Soundmaster am Mischpult und feilt an den Details, während er im Geiste auf der Lok steht. „Stellen Sie sich vor, die Mallet fährt vom Zug weg, der Teillastmodus ist eingeschaltet. Regler auf halbe Geschwindigkeit. Die Lok fährt sanft an, donnert rasch ein paar Stösse um dann mit dem typischen leichten cklickedecklick am Zug vorbei zu eilen und umzusetzen..“, schrieb uns Heinz Däppen in der vergangenen Nacht, in seiner kreativen Phase.

Kreativ ist Heinz Däppen übrigens auch als Mitglied der US G-Scale Friends in Switzerland. Und von dieser Gruppe zeigt der Gartenbahn Profi in seiner nächsten Ausgabe 1/14, was ein „Snow Fight“ ist und wie man ihn eindrucksvoll auf eine Innenanlage zaubert. Packende Fotos, die Szenen voller Dramatik zeigen, wenn sich Ted und Sam mit der Rotary durch den Schnee kämpfen… Da wirkt der Allegra bei Andi Engi doch richtig idyllisch im Schnee.

 

LOK LGB: In Leipzig zu haben

LOK LGB. HD-Bildband mit über 500 LGB-Lokomotiven von 1968 bis heute – demnächst im Vertrieb des GARTENBAHN  Profi.

Bildband LOK LGB

Der große Bildband „LOK LGB“ der Autoren Aldo Farneti und Paolo Zanin hat den Weg von der Druckerei in Mailand zu uns gefunden – eine Teillieferung des vom GARTENBAHN PROFI vertriebenen Buches ist heute in Leipzig eingetroffen und steht damit rechtzeitig zur Messe „Modell Hobby Spiel“ zur Verfügung. GBP-Chefredakteur Hans-Joachim Gilbert wird das Buch an allen vier Messetagen um 14.40 Uhr im Rahmen der Neuheitenschau am Modellbahnsofa Gleis 27 vorstellen, zu finden in Halle 3, G14/H09. Den Messestand des GARTENBAHN PROFI auf der Modellbahnmesse finden Sie ebenfalls in Halle 3, Standnummer K12. Dort können Sie auch die Einkaufsgutscheine unseres Verlags einlösen, die auf der Webseite der Messe Leipzig angeboten werden.

Erwerben können Sie nicht nur das druckfrische LOK-Buch (soweit der Messe-Vorrat reicht), auch die KuPLIX-Kupplung haben wir im Messegepäck – und einen kleinen Vorrat an HSB-Werbewagen. Außerdem können Sie Baumuster unserer Teilesätze in Augenschein nehmen, wie den HSB-Fahrradwagen und den Aussichtswagen „Wernesgrüner“. Der Aussichtswagen ist mit kurzen Lieferzeiten erhältlich, den HSB-Fahrradwagen liefern wir in der dann 6. Fertigungsserie ab Anfang Dezember 2013 wieder aus. Zu sehen gibt es am Messestand auch Triebwagenmodelle von Steffen Otto. Seine Gartenbahnanlage haben wir in der Ausgabe 2/2011 vorgestellt, darauf sind auch einige der kleinen zweiachsigen Triebwagen zu sehen.Wir freuen uns, Sie in Leipzig am Stand K12 in Halle 3 begrüßen zu dürfen!

Den Versand des Buches „LOK LGB“ bereiten wir nach der Messe in Leipzig vor, den Beginn der Auslieferung haben wir für den 10./11. Oktober vorgesehen.

 

Messe-Bonus für die Leipziger Modell-Hobby-Spiel

Am 3. Oktober eröffnet die Modellbahnfachmesse Modell-Hobby-Spiel in Leipzig ihre Pforten – und lockt mit einem auch für Gartenbahner interessanten Ausstellungsangebot. Nicht nur, weil der Gartenbahn Profi in diesem Jahr mit einem eigenen Stand präsent sein wird – unsere Adresse in Halle 3 lautet: K12. Was Sie dort erwartet, erfahren Sie rechtzeitig vor der Messe. Ihren Besuch an unserem Messestand belohnen wir mit einem Einkaufsgutschein über 5 €, den Sie von der Webseite der Modell-Hobby-Spiel unter dem Button „Messerabatte“ nach Registrierung herunter laden können, so lange der Vorrat von 150 Gutscheinen reicht – pro Person kann ein Gutschein eingelöst werden. Zögern Sie nicht zu lange, die ersten Gutscheine sind schon weg.

LOK LGB. HD-Bildband mit über 500 LGB-Lokomotiven von 1968 bis heute – demnächst im Vertrieb des GARTENBAHN  Profi.

LOK LGB

Täglich um 14.40 Uhr während der Messe wird GBP-Chefredakteur Hans-Joachim Gilbert außerdem im Rahmen der Neuheitenschau am Modellbahnsofa das neue Buch „LOK LGB“ vorstellen, von dem wir zur Messe in Leipzig erste Vorabexemplare erhalten – die Verlagsauslieferung beginnt dann Mitte Oktober 2013. Das über 500 Seiten starke Buch zeigt erstmals alle ab 1968 bis Sommer 2013 gebaute LGB-Lokomotiven, einschließlich der Sonderauflagen sowie Musterlokomotiven. Aus dem fünfjährigen Entstehungszeitraum des Buches gibt es so manche Anekdote zu berichten, wovon bei der Neuheitenschau zu hören sein wird.

Ein Thema auf dem Modellbahnsofa wird auch der 3D-Druck sein, der eines nahen Tages die berühmte Bastelkiste des Modellbahners ablösen könnte. Speziell zu diesem Thema gibt es auf dem Modellbahnsofa am Donnerstag, 3. Oktober, ab 16 Uhr eine Diskussionsrunde. Dass man im 3D-Druckverfahren nicht nur kleine Ersatzteile, sondern sogar komplette Züge herstellen kann, erfahren unsere Leser in der aktuellen Ausgabe 5/2013. Der darin vorgestellte RhB-Triebzug Be 4/4 des Niederländers Ed de Bruijn ist, bis auf einige LGB-Zurüstteile, ein im 3D-Druck entstandenes Modell. Wie diese schon für kleinste Serien einsetzbare Technologie im Grunde funktioniert, erfahren Sie im Beitrag ab Seite 18 der vorgenannten Ausgabe des Gartenbahn Profi.

Ein Zug aus dem 3-D-Drucker: der Be 4/4 in IIm von Ed de Bruijn

Ein Zug aus dem 3-D-Drucker: der Be 4/4 in IIm von Ed de Bruijn.   Foto: Klaus Himmelreich

 

Neue Harzloks im Blickpunkt

IIm-Anlage von Herbert Tacke in der Modellwelt Wuppertal, zu sehen samstags von 10 bis 17 Uhr

IIm-Anlage von Herbert Tacke in der Modellwelt Wuppertal, zu sehen samstags von 10 bis 17 Uhr

In der Modellwelt Wuppertal rollten am vergangenen Samstag vor allem die großen Züge im Maßstab IIm/G, vor allem auf der großen Innenanlage, die Herbert Tacke dort aufgestellt hat. Als Nachbar des Vereins Wuppertal-Achse e.V.,  die eine 140 Meter lange Modellbahnanlage im Maßstab 1:87 entlang der Wupper mit Schwebebahn und DB-Regelspur aufbauen, hat Tackes Großbahn dort eine neue Bleibe gefunden. Die Räume der Modellwelt Wuppertal  – Öffnungszeiten sind regulär samstags von 10 bis 17 Uhr – war jüngst Kulisse für das Sommerfest des Essener Modellbahn-Ateliers Renken, das auch Aussteller wie Massoth, LGB, Easygleis und TrainLine Gartenbahnen eingeladen hatte.

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Die Harz-Mallet 99 5901 rollt schon auf dem eigenen, mit Gestänge ausgerüsteten Antrieb.

TrainLine-Geschäftsführer Meik Schröder hatte im Gepäck seine Harzbahn-Mallet 99 5901 dabei, die Stück und Stück mit fertigen Bauteilen komplettiert wird (siehe mehrseitigen Hintergrundbericht in GBP 5/13) und in Wuppertal den ganzen Tag lang ihre ersten Runden drehten – auf beiden angetriebenen und mit Gestänge ausgerüsteten Drehgestellen. Wie hier zu sehen, ist die Lok noch längst nicht fertig, aber mit auf der Spritzgussform hergestellten Fahrwerks-Bauteilen fahrfähig montiert und bereit zu Testfahrten, bei denen es nun auch um die ausgewogene Ballastierung zur Steigerung der Zugkraft geht.

Schröder kündigte in Wuppertal auch die Eröffnung eines eigenen Fachgeschäftes in Wernigerode an: Am 19. Oktober eröffnet er in der Minslebener Straße 33 den ersten „TrainLine Store“ um seine HSB-Modellbahnzüge an dem Ort anzubieten, wo sich die Fans der großen HSB treffen. Auf 100 Quadratmetern Verkaufsfläche werden in einem alten Fachwerkhaus Züge auf einer kleinen Schauanlage und auf einer von der Decke abgehängten Gleisanlage ihre Runden drehen.

Von LGB sind beide Versionen der 99222 ausgeliefert, hier die limitierte gealterte Ausführung

Von LGB sind beide Versionen der 99222 ausgeliefert, hier die limitierte gealterte Ausführung

Kaum als Herbstneuheit angekündigt, schon erhältlich, gab es in Wuppertal von LGB bereits die nicht gealterten Harzloks 99 222 zu sehen. Unser Foto, aufgenommen auf der Anlage von Herbert Tacke, zeigt die ansehnlich gealterte Version, die nur in limitierter Auflage gefertigt wurde. Im Reisegepäck hatte LGB-Produktmanager Jürgen Faulhaber auch das seit der Dortmunder Intermodellbau allseits bekannte Handmuster des RhB-Triebszuges Allegra, der zu den Märklin-Tagen am 15./16. September in Göppingen fertiggestellt und auslieferbereit sein soll.

LGB: Herbstneuheiten mit Dampf

Am 1. September beginnt der meteorologische Herbst, die Modellbahnindustrie stellt sich auch darauf ein und kündigt ihre „Herbstneuheiten“ an. Märklin schicke heute eine Vorabinformation mit einer Produktübersicht aller Markenneuheiten ins Haus, Detailinfos und Fotos werden folgen. Auch für LGB sind zwei Neuheiten darunter, die durchaus als Formneuheiten gehandelt werden können: 99 5604 und 99 222 heißen die beiden Neulinge im Programm.

Bei der 99 5604 handelt es sich um eine Maschine der ehemaligen Franzburger Kreisbahnen (FKB), die in den Jahren 1893/94 insgesamt 6 zweiachsige Lokomotiven bei Vulcan in Stettin bauen ließ. Eine dieser Maschinen, die ehemalige Lok 4i (frühere DR-Bezeichnung 99 5605), ist heute als „Franzburg“ beim DEV Bruchhausen-Vilsen im Einsatz. Erhalten geblieben ist auch die Lok 5i der FKB, die später als 99 5606 vor dem ehemaligen Nürnberger Lehmann-Werk als Teil des Fabrikzuges stand und heute in einem privaten Garten aufgestellt ist. Bei der als Herbstneuheit angekündigten 99 5604 handelt es sich um die FKB-Lok Nr. 6i, von der bekannt ist, dass sie ihre letzte Fahrt vor 1957 angetreten hat. LGB kündigt die 5604 daher als Variante der DR-Epoche 3 an (Art. 20180), parallel zum Epoche 6-Modell der „Franzburg“ des DEV, das zur Auslieferung für 2014 vorgesehen ist.

Umbau-Tipp: Aus einer Neubaudampflok von LGB lässt sich die 99 222 kreieren – ein Thema im nächsten Gartenbahn Profi.

Umbau-Tipp: Aus einer Neubaudampflok von LGB lässt sich die 99 222 kreieren – ein Thema im nächsten Gartenbahn Profi.

Erwartungsgemäß folgt der nun ausgelieferten gealterten Harz-Einheitslok 99 222 nun auch eine nicht-gealterte Version als aktuelles HSB-Modell (#26811mit DCC-Schnittstelle). Wer die „Big Mama“, wie sie in Eisenbahnerkreisen auch genannt wird, aus einem vorhandenen LGB-Neubau-Fünfkuppler umbauen will, wird dazu in der Herbst-Ausgabe 6/13 (erscheint im Oktober) des Gartenbahn Profi einen nachvollziehbaren Umbau-Vorschlag finden. Unser Bild gibt hierzu schon einen kleinen Vorgeschmack. Das große Vorbild wird derzeit übrigens für den HSB-Traditionszug vorgehalten, weil die grüne Mallet-Lok 99 5902 nach einem Schieberschaden derzeit nicht einsatzfähig ist, wie in der aktuellen Ausgabe GBP 5/13 berichtet.

 

 

Hitze: Zwei E-Loks im Stresstest

Temperaturen zwischen 30 und knapp 40 Grad (am vergangenen Freitag), die Sonne brannte dieser Tage gnadenlos auf den Niederrhein herab. Und natürlich auf die Gleise der Testanlage, auf der gegenwärtig die vom Märklin-Service nachgebesserte E 10 von LGB und die E 94 von Piko mit neuem Antrieb ihre Runden drehen. Mal gemächlich, mal schnell, mal mit nur zwei und auch mit bis zu zehn vierachsigen Schnellzugwagen im Schlepp (bei der E94 !) müssen die beiden Testkandidaten diesmal einen echten Sommer-Stresstest absolvieren.

Kurze Pause zur Abkühlung: Bei großer Hitze und längeren Zügen wird es der E10 schnell zu warm.

Kurze Pause zur Abkühlung: Bei großer Hitze und längeren Zügen wird es der E10 schnell zu warm.

Überraschungen bleiben dabei nicht aus: Nachdem vergangene Woche schon ein brandneuer Dekoder nach zwei Betriebstagen unter heißer Sonne den Dienst quittiert hatte und nun beim Hersteller untersucht wird, gehen heute Abend für die beiden Elloks die Testfahrten zu Ende. Dann wollen wir mal nachsehen, welche Spuren die Belastungsfahrten an der E10 hinterlassen haben, die seit der Überarbeitung bei Märklin nun wesentlich schneller fährt und deutlich mehr zieht. Wie sich aber herausstellt, werden dabei die stehend eingebauten Motoren recht heiß – und bei sommerlichen Temperaturen gönnt sich die E10 daher immer wieder mal eine kleine Auszeit, um abzukühlen. Eindeutig, kurze Züge sind ihr lieber, dann fährt sie ohne Pausen durch, zügig und ruckelfrei.

Wo ist der Kontaktstift geblieben? Auch hier hat die Belastungsfahrt bei sommerlicher Hitze Spuren hinterlassen.

Wo ist der Kontaktstift geblieben? Auch am neuen Antrieb der E94 hat die extreme Belastungsfahrt bei sommerlicher Hitze Spuren hinterlassen. Nur noch ganz schwach schimmert der Draht unter dem Kunststoff hindurch. Das ließ sich schnell beheben.

Als wahre Zugnummer entpuppte sich die überarbeitete E94 von Piko, die wir in der neuesten Ausführung als Krokodil der Mittelweserbahn zum Test erhalten haben. Zehn Schnellzugwagen im annehmbaren Tempo über eine 3,5 prozentige Rampe aus einer Geraden und einem R5-Gleisbogen ohne zu Schleudern zu schleppen, das soll diesem Kraftprotz erst mal eine andere Lok nachmachen. Der extreme Belastungstest bei ca. 30 Grad Außentemperatur im Schatten hinterließ aber auch hier seine Spuren, denn es wurde offenbar eine Zuleitung zum Motor so warm, dass sich der Kontaktdraht in Kunststoff hüllte (siehe gelbe Markierung im Bild) und die Stromabnahme vom Kontaktblech beeinträchtigte. Das passierte übrigens zeitgleich an beiden Drehgestellen.

Mehr zu den beiden hochsommerlichen Belastungstests lesen Sie in der kommenden GBP-Ausgabe 5/2013, die unsere Abonnenten schon ab 22. August in den Händen halten können. Darin stellen wir auch eine dritte Lokneuheit vor: den RhB-Triebzug Be 4/4 als Kleinserienmodell von Eds Gartenbahn aus den Niederlanden. Der harte Belastungstest blieb dem Vorortpendelzug allerdings erspart.

Bei dieser Gelegenheit die Frage an unsere Leser: Welche außergewöhnlichen Erfahrungen haben Sie beim Fahren in der Sommerhitze gemacht? Wo machen sich konstruktive Schwachstellen bemerkbar, was hat sich besonders bewährt? Schreiben uns ein paar Zeilen an leser [at] gartenbahnprofi.de. Wir sind gespannt auf Ihre Erlebnisse und Erfahrungen.

E 10 von LGB nimmt zweiten Anlauf

Zu langsam, mangelnde Zugkraft, schlechte Stromabnahme – an den Exemplaren der  Erstauslieferung der E 10 von LGB gab es einiges zu bemängeln. Seit Montag steht der Redaktion Gartenbahn Profi nun ein offiziell vom Märklin Kundendienst nachgebessertes Modell zu Testzwecken zur Verfügung. Märklin-Geschäftsführer Wolfrad Bächle schickte uns das überarbeitete LGB-Fahrzeug mit Bezug auf den Testbericht in der GBP-Ausgabe 4/2013. „Diesen Bericht nehmen wir zum Anlass, Ihnen eines der ersten nachgebesserten Modelle zur Verfügung zu stellen. Wir sind davon überzeugt, dass mit den vorgenommenen Änderungen alle Beanstandungen aus dem Weg geräumt werden konnten“, heißt es unter anderem in dem Begleitschreiben.

Nun, wir haben erst gar nicht auf das heutige offizielle Ende unseres Kurzrlaubs gewartet, sondern die überarbeitete E10 schon gefahren – und werden sie auch die nächsten Tage noch weiter fahren, um den Testbericht für die nächste GBP-Ausgabe abzuschließen. Aber was sich schon jetzt sagen lässt: Die von Märklin vorgenommenen Änderungen zeigen sichtbare Wirkung. Die Lok fährt auch mit angehängten Waggons nun im angemessenen Reisetempo durch den Garten, und sie zieht jetzt auch was weg: Bei Steigungen unter 2 Prozent sind nun vier LGB-Schnellzugwagen und zwei Piko-Silberlinge am Zughaken noch gut unterwegs, dann erst beginnt die Lok leicht zu schleudern. Die gemessene Zugkraft liegt bei 9,5 N. Erhöht man das Ballastgewicht auf dem hinteren Drehgestell (wir haben bei ersten Testfahrten zeitweise noch ein Bleigewicht von 1 kg aufgelegt), so zeigt die Federwaage sogar einen Wert von über 11 Newton Zugkraft an. Ob die Ballastierung sinnvoll ist, das ist eine andere Frage, denn das Antriebskonzept über nur zwei von vier Radsätzen wurde beibehalten. Somit muss die Zugkraft von nur zwei statt vier Zahnrädern übertragen werden. Übrigens sind jetzt auf den beiden angetriebenen Radsätzen nur noch je ein Haftreifen aufgezogen, so dass der Kurvenlauf in engeren Gleisbögen verbessert wurde. Alle Räder, auch die mit Haftreifen, dienen nach dem Einbau acht weiterer Schleifkohlen nun der Stromabnahme.

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Mit geänderter Elektronik und weiteren Verbesserungen geht die LGB E10 in den zweiten Testlauf. Eines der ersten überarbeiteten Modelle steht uns seit Montag zu Testzwecken zur Verfügung.

 

Geändert wurde die analoge Elektronik: Unter anderem hat Märklin die beiden Drosseln auf den Analog-Brückenstecker der Schnittstelle versetzt, der im Digitalbetrieb abgenommen wird. Bei Anschluss eines Digitaldekoders entfallen diese beiden Drosseln. Außerdem wurden die kleinen Platinen auf den Motoren um je einen Kondensatorbaustein ergänzt.

Unsere Testfahrten gehen heute weiter – bei erwarteten Tageshöchsttemperaturen von über 35 Grad spannen wir die E10 wohl eher vor den Abendzug – und sind gespannt, wie sich die LGB-Neuheit bewähren wird. Märklin danken wir jedenfalls für die Kooperationsbereitschaft, uns so schnell ein überarbeitetes Modell zur Verfügung zu stellen – ein Zeichen dafür, dass man die beschriebenen Probleme ernst genommen hat. Jedenfalls lohnt es sich, die Rückrufaktion (siehe GBP 4/13) anzunehmen und die Lok beim Märklin Kundendienst umrüsten zu lassen.

Buch-Neuerscheinung: LOK LGB.

Fünf Jahre lang ist der italienische Unternehmer Aldo Farneti quer durch Europa und in die Vereinigten Staaten gereist, um über 500 verschiedene LGB-Lokmodelle aufzusprüren, die von 1968 bis Juni 2013 gebaut und ausgeliefert wurden. Begleitet von einem Profi-Fotografen, ist bei diesen Reisen das Bildmaterial für einen einzigartigen Bildband entstanden, der auf mehr als 500 Seiten die Welt der LGB-Lokomotiven präsentiert. Der  Grafiker Paolo Zanin, selbst Sammler und LGB-Fan, hat aus den HD-Fotografien ein mit Katalogangaben ergänztes Buch geschaffen, das nicht nur eingefleischte LGB-Sammler anspricht. 45 Jahre Eisenbahn-Modellbau werden hier in einem 24 x 30 cm großen Band eindrucksvoll präsentiert. Das Buch widmen die Autoren dem verstorbenen LGB-Miterfinder Wolfgang Richter.

LOK LGB. HD-Bildband mit über 500 LGB-Lokomotiven von 1968 bis heute – demnächst im Vertrieb des GARTENBAHN  Profi.

LOK LGB. HD-Bildband mit über 500 LGB-Lokomotiven von 1968 bis heute – demnächst im Vertrieb des GARTENBAHN Profi.

Der Verlag des GARTENBAHN Profi wird dieses Buch vertreiben, voraussichtlich können wir schon beim Sommerfest von Champex-Linden am 5./6. Juli in Dormagen einen Dummy-Andruck zeigen. Das Buch kostet 49 €.

Gibt's gratis zum Buch dazu: LOK-Kalender 2014

Gibt’s gratis zum Buch dazu: LOK-Kalender 2014

Für alle Bestellungen, die bis zum 30. September 2013 eingehen, gibt es einen Lok-Kalender mit 12 ausgewählten Fotos von LGB-Lokomotiven (Format ca. 24 x 30 cm) gratis dazu. Das Buch wird auch im Modellbahnfachhandel erhältlich sein. Die Auslieferung ist ab Oktober 2013 vorgesehen. Nähere Information folgen in Kürze auf der Webseite des Gartenbahn Profi.

Zur Vorbestellaktion mit Kalender 2014 im Gartenbahn Profi Webshop