Reif(t) für das Guinness-Buch: Die Gartenbahn-Welt in Bispingen

Sie betreiben nicht nur eine Skihalle in der Lüneburger Heide (den Snow Dome), sondern auch eine ganze Erlebniswelt drum herum. Und künftig geht es auch unter der Skihalle rund, auf Gleisen der Spurweite 45 Millimeter. Im Abenteuer Resort Bispingen entsteht derzeit eine Erlebniswelt im Maßstab 1:22,5, die Welt von LGB und Piko G, Bachmann und USA Trains: die Modellbauwelten Bispingen. Sie soll neue Rekorde aufstellen.

Soll die weltgröße G-Anlage werden: Entstehung des Modellbahnwelt Bispingen

Nach dem Einstieg der neuen Anteilseigner Frank Blin und Alois Haider vor fünf Jahren sieht sich der „Snow Dome“, direkt an der Autobahnausfahrt Bispingen der A7 gelegen, weiter auf Erfolgskurs. Der von ihren Betreibern erst Ende Januar gestartete Bau der „Modellbauwelten“ liege gut in der Spur. Nach witterungsbedingten Startschwierigkeiten käme der Ende Januar gestartete Bau der „Modellbauwelten“ unter dem Dach des „Snow Dome“ jetzt gut voran, berichtet der ehemalige Betreiber der „Hofbräu-Wirtshäuser“ in Hamburg und Berlin. Die erforderlichen Baumaßnahmen wie Erd-, Pflaster- und Umzäunungsarbeiten seien bereits abgeschlossen. Die gärtnerische Gestaltung der Außenbereiche rund um die insgesamt geplanten 40 bis 50 Themenwelten laufe „auf Hochtouren“. In den Bispinger „Modellbauwelten“ werden nach der jetzt für Mitte September geplanten Fertigstellung auf 20 000 Metern Gleisen rund 500 Züge verkehren.

Probeweise fahren schon die ersten Züge – 20 000 Meter Gleise sollen es werden.

Wegen der durch den G-Maßstab von 1:22,5 entsprechend großen Landschaften bzw. Zugmodelle soll die Modellbahnanlage auch von den Dimensionen her neue Maßstäbe setzen. Der Eintrag in das Guinnessbuch der Rekorde als weltweit größte Modelleisenbahn ist bereits beantragt.

Die „Modellbauwelten“ sind nicht das einzige neue Vorhaben der „Snow Dome“-Betreiber. Unter der neuen Dachmarke „Abenteuer Resort Berg & Tal in der Lüneburger Heide“ werden bis Anfang nächsten Jahres ein 208-Betten-Hotel, ein Oldtimer-Museum und ein großer Spielpark entstehen.

Vom Brocken zurückgekehrt

Im Modell nachgestellt: Bergung der eingeschneiten Lok. Foto: Andreas Horn

Mitglieder des HSB-Aufsichtsrates machten sich in dieser Woche ein Bild von den Arbeitsbedingungen auf dem Brocken. Nach der Bergung des in einer Schneewehe festgefahrenen Zuges hat sich der Bahnverkehr auf den höchsten Harzgipfel wieder normalisiert. Trotz der widrigen Witterungsbedingungen werden die Gleise, Bahnsteige und Wege auf dem Brocken nahezu täglich durch den Winterdienst der Harzer Schmalspurbahnen so vom Schnee befreit, dass Gäste diese Winterlandschaft gefahrlos erleben können. Im Einsatz konnte bei der Besichtigung auch die 2006 erworbene Schneefräse der HSB erlebt werden. Geschoben vom Harzkamel, ist das Räumfahrzeug derzeit täglich zum höchsten Harzgipfel unterwegs.

Der kurz vor dem Brockengipfel in einer Schneewehe stecken gebliebene Personenzug hat GBP-Leser und Hobbyfilmer Andreas Horn (sein Bahnhof Drei Annen Hohne ist im GBP 1/2019 vorgestellt) dazu animiert, im frischen Schnee auf seiner Gartenbahnanlage die Rückführung der geborgenen Garnitur frei interpretiert im Modell nachzustellen. Das Video ist bei Youtube eingestellt, hier zu sehen. Viel Spaß!

Full House im Grand Canyon of Möhlin

Die Familie Eiermann hatte eingeladen – und gekommen sind viele, viele Gäste: Mehr als 300 Besucher strömten am Wochenende 29./30. Juni in das schweizerische Örtchen Möhlin östlich von Basel, wo die Familie Eiermann ihr Zuhause hat. Da liegt auch der Grand Canyon im Gartenbahn-Maßstab, den der Gartenbahn Profi in der Ausgabe 2/2013 porträtiert hat. „Zeitweise“, so schrieb uns Karl Eiermann heute, musste am Sonntag ab 14 Uhr der Bahnbetrieb am großen Kreis vorsorglich eingestellt werden, da die Besucher so dichtgedrängt im Garten weilten. Alle Generationen waren anwesend und vor allem Familien mit Kinder. Es gab viele interessante Dialoge – mal nicht im virtuellen Raum geführt.Und vielleicht hat das Hobby an diesem Wochenende neue Freunde gefunden.

Im Grand Canyon of Möhlin fahren auch Dieselloks.  Foto: Daniel Wietlisbach

Im Grand Canyon of Möhlin fahren auch Dieselloks. Foto: Daniel Wietlisbach

Für das Ereignis interessierte sich auch die lokale Presse. Der Artikel der Aaargauer Zeitung kann hier nachgelesen werden, solange er online steht.