Piko: Rollout der BR 118

Auf dem Gelände des Lokschuppens in Glauchau/Sachsen feierte Piko am heutigen Mittwoch, 22. März, das Roll Out des G-Modells der DR-Diesellok BR 118. Im Lokschuppen Glauchau sowie Teilen des angrenzenden Bahnbetriebswerkes ist übrigens die äußerst umfangreiche Fahrzeugsammlung der Interessengemeinschaft Traditionslok 58 3047 e.V. beheimatet, u.a. die noch betriebsfähige Großdiesellok der BR 118 770-7, Vorbild des Piko G-Modells.

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Piko-Chef Dr. René F. Wilfer stellt in Glauchau die neue BR 118 vor.
Foto: Piko

Die zweimotorige Baureihe 118 war die größte in der DDR gebaute Diesellok, wurde in Potsdam-Babelsberg gefertigt und bekam deshalb von den Eisenbahnern auch den Spitznamen „Dicke Babelsbergerin“. Bis in die 1990er Jahre wurden die Loks im Schnellzugverkehr eingesetzt, 1995 schieden die letzten Exemplare aus dem aktiven Betriebsdienst der DB AG aus. Aktuell sind heute noch einige wenige Lokomotiven bei privaten Eisenbahnverkehrsunternehmen im Einsatz.

Das Piko-Lokmodell der BR118 ist nach der im letzten Jahr erschienenen BR132 das zweite G-Modell einer DR-Großdiesellok, die Kultstatus genießt. Die Erstauslieferung der Modelle an den Fachhandel erfolgt bereits Ende März. In der nächsten Ausgabe 3/2017 widmet der Gartenbahn Profi dem V200-Pendant der Deutschen Reichsbahn ein ausführliches Porträt in Vorbild und Modell. Abonnenten des Gartenbahn Profi erhalten die Ausgabe noch direkt zu Ostern ausgeliefert (in D), im Handel ab 19. April erhältlich.

Piko startet mit Ludmilla durch

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Piko-Chef Dr. Wilfer präsentiert die G-Hauptneuheit “Ludmilla”

Mit der sechsachsigen DR-Großdiesellok Baureihe 132 startet Piko Ende März in die neue Gartenbahnsaison und bringt damit schon wenige Wochen nach der Ende Januar beginnenden Nürnberger Spielwarenmesse die Hauptneuheiten im G-Segment in den Handel. Der Regelspur-Klassiker der deutschen Reichsbahn der DDR wird auf Grund seiner sowjetischen Herkunft von Eisenbahnfreunden auch als „Ludmilla“ bezeichnet. Das Modell ist, wie bei PIKO Gartenbahn Loks üblich, für einen digitalen Betrieb vorbereitet, ein nachrüstbarer Sound  mit dem typischen und stilechten Dieselklang des Vorbilds wird ebenfalls erhältlich sein. Die technische Ausführung mit verchromten Radsätzen und kugelgelagerter Treibachsen bleibt bestehen. In den dunkelroten DR-Ausführung als BR 132 wirdd die Lok zum UVP von 449 € bereits Ende März an den Handel ausgeliefert.

Piko-Chef Dr. René F. Wilfer stellte bei der heutigen Jahrespressekonferenz bereits ein Vorabmuster der Ludmilla in G vor und machte damit die Dimensionen dieser Modell-Lokomotive deutlich, die nicht nur im schweren Güterzugdienst eingesetzt werden kann. Mit dem Uce Zementsilowagen erscheint im Piko Gartenbahn-Sortiment eine weitere komplette Formneuheit, die sich auf Grund seiner Länge ideal für den vorbildgerechten Einsatz als Ganzzug-Wagen eignet, gerade in Verbindung mit der neuen Ludmilla.

Für den nordamerikanischen Markt will Piko erneut ein Neuheitenfeuerwerk zünden, das eine Vielzahl von US Lok- und Wagenmodellen umfasst und damit zu Sicherung der starken Position von Piko am US-Gartenbahnmarkt beitragen soll. Der Sonneberger Modellbahnhersteller schloss 2015 mit einem Zuwachs von + 8% über dem Vorjahresumsatzergebnis ab und konnte sein positives Wachstum der letzten Jahre, auf einem eher als stabil einzuschätzenden Gesamtmarkt, erneut fortzusetzen und seine Position als drittgrößter Modellbahnhersteller auf dem europäischen Festland weiter festigen.

Über das komplette PIKO Modellbahnsortiment 2016 inklusive aller Neuheiten kann man sich sowohl im Internet unter www.piko.de informieren, oder in den aktuellen Katalogen für 2016, die bereits beim Fachhandel erhältlich sind.

Piko-Sommerfest am 20. Juni: Eigenes Foto auf Gartenbahnwagen

Am Samstag, 20. Juni, feiert der Modellbahnhersteller Piko den 9. „Tag der Offenen Tür“ am Stammsitz in Sonneberg.

Seit 1999, als zum 50-jährigen Piko-Jubiläum zum ersten „Tag der Offenen Tür“ eingeladen wurde, ist diese im zweijährigen Turnus stattfindende Veranstaltung ein fester Bestandteil im Veranstaltungskalender, zu dem sich jeweils mehr als2015_05_Piko_DSC4047_re 10.000 Freunde der Marke einfinden. Wie Piko bei der Pressekonferenz am heutigen Freitag (12.6.) bekannt gab, haben sich für den 20. Juni bereits über 4.000 Gäste aus ganz Deutschland und den angrenzenden Nachbarländern angemeldet, auch aus den USA und Brasilien.

Erstmals bietet Piko den Besuchern an, einen H0- oder Gartenbahnwagen mit einem Foto von sich sowie einem Textbaustein individuell bedrucken zu lassen und damit ganz persönliche Unikate und Erinnerungsstücke an diesen Tag mit nach Hause zu nehmen. An einer Demoanlage können sich die Besucher auch über das neue digitale Piko „SmartControl“-System informieren und dabei mehr über die digitale Zukunft der Modellbahnsteuerung erfahren.

Von 9 bis 17 Uhr bietet sich den Besuchern die Möglichkeit direkt mitzuerleben, wie Piko Modellbahnen und Gebäudemodelle entstehen. Das Programm umfasst unter anderem:

  • Firmenbesichtigung bei laufender Produktion
  • Sonderverkauf von Piko Produkten, Raritäten und Souvenirs
  • Tombola mit Preisen im Gesamtwert von über 40.000 Euro
  • Limitierte und exklusive Sonderwagen für die Spurgröße H0 und G
  • Malaktion für Kinder, die ihren eigenen Modellbahnwagen gestalten möchten.

Umsatzsteigerungen besonders auf Exportmärkten

Im Vorfeld der Veranstaltung berichete Piko-Chef Dr. René F. Wilfer auch über die Geschäftsentwicklung des laufenden Jahres. Nach den ersten 5 Monaten liege Piko mit einem Plus von 6% über den Umsätzen des entsprechenden Vorjahreszeitraumes und damit auf dem angepeilten Wachstumsniveau. Besonders erfolgreich entwickelte sich der Exportbereich mit einem Plus von 18% über Vorjahresniveau.

Die Gründe für diese positive Umsatzentwicklung in den Auslandsmärkten sind laut Aussage von Dr. Wilfer recht vielschichtig. So verlief der Start der Firma T2M als neuer Piko-Importeur für Frankreich, Belgien und Luxemburg sehr erfolgreich und auch die direkte Betreuung der österreichischen Kunden, einschließlich der Belieferung ab dem Piko-Zentrallager in Sonneberg, sei vom dortigen Markt sehr positiv aufgenommen worden. Auch die eigene Vertriebsorganisation in den USA könne ebenfalls über eine positive Geschäftsentwicklung berichten. Der niedrige Kurs des Euro gegenüber dem Dollar trage hier sicher unterstützend bei, hieß es.

Power-Pack im Schnee

LGB Allegra im frischen Schnee auf der Anlage von Andi Engi.

LGB Allegra im frischen Schnee auf der Anlage von Andi Engi.

Während heute bei uns am schneelosen Niederrhein die Sonne scheint, schickte uns Andi Engi aus den Schweizer Bergen ein Foto seines “Allegra” von LGB, der seit wenigen Tagen als analoges Modell ausgeliefert wird. Dieses prächtige Stimmungsbild wollten wir Ihnen natürlich nicht vorenthalten, denn bis zum Erscheinen der nächsten GBP-Ausgabe vergehen noch ein paar Tage, und die nutzen wir noch für ausgiebige Fahrtests mit den drei Hauptneuheiten des Herbstes: der BR 64 von Piko, der Harzmallet von TrainLine und eben dem Allegra von LGB. Schon lange sind die Gartenbahner nicht mehr mit solch einem Neuheitenreigen verwöhnt worden.

Harzmallet und Allegra überraschen zudem mit neuen Schnittstellen für die digitale Nachrüstung. Bei Märklin ist der Weg damit erkennbar: Das digitale Equipment für die LGB-Fahrzeuge gleicht sich künftig dem hauseigenen Märklin-System an, während TrainLine erstmals die neue PluG-Schnittstelle einsetzt – jeder geht da seine Wege. Das setzt die Zubehöranbieter unter Zugzwang: Bei Zimo arbeitet man bereits an einer Plug-and-Play-Lösung für die neue Schnittstelle, so dass möglichst eine steckerfertige Dekoderlösung für die Harzmallet angeboten wird. Das macht auch Sinn, denn Soundspezialist Heinz Däppen arbeitet derzeit an einem hochwertigen Soundprojekt für die neue Harzmallet. Allein das Dampffahrgeräusch setzt sich aus 65 Einzelfahrgeräuschen zusammen, es wird Geräusche im Teillastmodus und Vollastmodus geben. Aber noch sitzt der Soundmaster am Mischpult und feilt an den Details, während er im Geiste auf der Lok steht. “Stellen Sie sich vor, die Mallet fährt vom Zug weg, der Teillastmodus ist eingeschaltet. Regler auf halbe Geschwindigkeit. Die Lok fährt sanft an, donnert rasch ein paar Stösse um dann mit dem typischen leichten cklickedecklick am Zug vorbei zu eilen und umzusetzen..”, schrieb uns Heinz Däppen in der vergangenen Nacht, in seiner kreativen Phase.

Kreativ ist Heinz Däppen übrigens auch als Mitglied der US G-Scale Friends in Switzerland. Und von dieser Gruppe zeigt der Gartenbahn Profi in seiner nächsten Ausgabe 1/14, was ein “Snow Fight” ist und wie man ihn eindrucksvoll auf eine Innenanlage zaubert. Packende Fotos, die Szenen voller Dramatik zeigen, wenn sich Ted und Sam mit der Rotary durch den Schnee kämpfen… Da wirkt der Allegra bei Andi Engi doch richtig idyllisch im Schnee.

 

Piko: Rollout der BR 64

Bei Piko ist es seit Jahren Tradition, die Vorstellung der jeweiligen Jahres-Hauptneuheit des G-Produktsegments mit einem “Rollout” zu verbinden. Am Dienstag, 22. Oktober, hatte das Sonneberger Unternehmen zur Dampfbahn Fränkische Schweiz (DFS) nach Ebermannstadt eingeladen – nicht ohne Grund: Dort fährt das große Vorbild der jetzt als G-Modell auslieferbereiten Dampflok der Baureihe 64, genannt “Bubikopf” (siehe auch Beiträge in der aktuellen GBP-Ausgabe 6/2013).

Piko-Chef Dr. Wilfer präsentierte das Modell der BR 64 vor dem Original in Ebermannstadt

Piko-Chef Dr. Wilfer präsentierte das G-Modell der BR 64 vor dem Original in Ebermannstadt.

Museale Vorbildlok wie das Piko G-Modell tragen die Betriebsnummer 64 491, wobei Piko allerdings eine Beschriftung in der DB-Epoche 3 der 1950er und 1960er Jahre gewählt hat und das Modell mit genieteten Wasserkästen darstellt. Anfang November wird die inzwischen neunte G-Lok von Piko bei den Händlern stehen. Unser Testmodell der BR 64 konnten wir direkt aus Ebermannstadt mitnehmen – es wird heute digitalisiert und fotografiert und geht ab Donnerstag in den Testbetrieb. Lauffähig ist es ab Radius R1 (600 mm), doch wer es voll ausrüsten will mit ungekürzten Trittstufen am Führerstand sowie langen Kolbenschutzrohren, benötigt einen größeren Radius als R1.

Das G-Modell der BR 64 von Piko auf der Pufferbohle des großen Vorbilds

Das G-Modell der BR 64 von Piko auf der Pufferbohle des großen Vorbilds

Das G-Modell der BR 64 ist das erste, das Piko mit einem kugelgelagerten 7-poligen Bühlermotor ausrüstet. Das für 450 € (UVP) angebotene Dampflokmodell ist ferner mit kugelgelagerten Treibradsätzen und Edelstahl-Radreifen ausgerüstet, es verfügt auch über einen zuschaltbaren Rauchgenerator sowie als Schmankerl eine Triebwerksbeleuchtung. Zwei Haftreifen und eine ausgewogene Ballastierung sollen dem Modell eine hohe Zugkraft verleihen, damit brauche sich der G-Bubikopf nicht hinter dem überarbeiteten und sehr zugkräftigen Modell des Piko-Krokodils (Ausführung Mittelweserbahn, siehe GBP 5/13) verstecken, verriet uns der zuständige Piko-Konstrukteur im Gespräch während des Rollouts. Wir werden es ausprobieren.

Piko-Chef Dr. René F. Wilfer berichtete anlässlich des Rollouts auch, dass Piko mit Volldampf das Gartenbahngeschäft ausbaue. Der Produktbereich G liege mit einem Umsatzplus von 20 Prozent zu Ende September über dem Vorjahresergebnis. Nun hoffe man, mit der ab Anfang November verfügbaren BR 64 im Weihnachtsgeschäft gut mitmischen zu können.

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Scheinausfahrt aus dem Bahnhof Behringersmühle. Fotos: gil

Das Rollout verlief jedenfalls nach Maß: Sonnenschein in der Frankischen Schweiz begleitete die von der DFS bestens durchgeführte Dampfzugsonderfahrt nach Beringersmühle, wo die Lok umsetzte und nun Schornstein voraus wieder zurück nach Ebermannstadt dampfte. Für die Fotografen gab es hier eine Scheinausfahrt – einen Eindruck davon geben wir mit dem obigen Foto wieder. Mehr über das Vorbild der BR 64 lesen Sie in der aktuellen GBP-Ausgabe 6/13, den Test des Piko-Modells veröffentlichen wir in der Ausgabe 1/14. Für die Digitalisierung verwenden wir diesmal den neuen LokPilot 4.0 von ESU.

 

 

MWB-Krokodil wieder in Österreich

Piko-Krokodil G im Farbkleid der ehemaligen Mittelweserbahn, die heute zur EVB gehört. Das Vorbild kehrt nun nach Österreich zurück.

Piko-Krokodil G im Farbkleid der ehemaligen Mittelweserbahn, die heute zur EVB gehört. Das Vorbild kehrt nun nach Österreich zurück.

Das Vorbild des jüngst von Piko in G ausgelieferten Krokodil-Modells der früher eigenständigen MWB Mittelweserbahn – die inzwischen zur EVB-Gruppe Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser gehört – kehrt wieder in den aktiven Dienst zurück. Die seit Frühjahr 2012 wegen Fristablaufs abgestellte Güterzuglok 1020.41, welche einige Jahre lang auch im Schubdienst auf der Spessartrampe eingesetzt war und vor allem durch diesen Einsatz weithin bekannt wurde, hat mit der SLB Salzburger Lokalbahn einen neuen Eigner gefunden. Das im Jahre 1943 von AEG gebaute Krokodil mit der ersten DR-Betriebsnummer E 94 103 besitzt Zulassungen für Deutschland und Österreich. Die SLB plant nun, den wieder als E 94 bezeichneten Oldtimer künftig wieder bei Bedarfs- und Ersatzzügen auf die Strecke zu schicken. Das Aussehen der zuletzt in den blau-gelben MWB-Farben lackierten Lokomotive dürfte sich daher bald ändern.

Piko: Neuer G-Gleisradius R7

Piko erweitert sein Gleisprogramm um einen neuen Radius: Wie schon zur Spielwarenmesse 2013 angekündigt, ergänzt der zusätzliche Radius R7 das Angebot an 45-mm-Gleismaterial für G-Modell- und Gartenbahnen. Vor allem die Nachfrage des amerikanischen Marktes hatte Piko nach eigenen Angaben bewogen, die 2007 vorgestellte Grundgeometrie nach oben hin zu erweitern. Im Laufe des Oktober sollen nun mit einem Weichenpaar R7 und vorgebogenen Gleiselementen die entprechenden R7-Gleisteile in den Handel kommen.

Piko R7-Weiche

Mit den Oktober-Neuheiten bringt Piko den G-Radius R7 (1565 mm) auf den Markt , hier die R7-Linksweiche mit 7,5°-Ergänzung

Die Radien-Bezeichnung mag für LGB-Kunden allerdings verwirrend sein, denn bis auf den Radius R1 entsprechen sich die Radien von LGB und Piko nicht. Der ergänzende neue Piko-Radius R7 beträgt ca. 1565 Milllimeter und liegt somit zwischen den LGB-Radien R3 (ca. 1198 mm) und LGB R5 (ca. 2318 mm). Die festen Piko-Gleisbögen sind als 15° und 7,5°-Elemente erhältlich. Den Weichen mit geradem Stammgleis von 600 mm Länge liegt je ein 7,5°-Bogenelement  bei, das bei Bedarf angesteckt werden kann, um einen 22,5° Abzweig zu bilden.

Ausgeliefert werden die Weichen mit Handantrieb, zur Nachrüstung passen die üblichen Elektroantriebe. Die neuen Weichen werden übrigens jetzt ab Werk mit Edelstahlschrauben und nicht mehr mit verzinkten Stahlschrauben ausgerüstet, kündigte Piko vor kurzem auf Nachfrage des Gartenbahn Profi an (siehe Heft 5/13, Neuheiten, Vorgestellt + ausgeliefert). Auch die Schrauben der anderen Weichen werden in diesem Herbst auf das neue Material umgestellt. Die Preisempfehlung für die Piko R7-Weiche liegt bei 89 €.

Piko wächst – auch baulich

Piko feierte Ricjtfest für ein neues Hochregallager.

Piko feierte Richtfest für ein neues Hochregallager.

Der thüringische Modellbahnhersteller Piko konnte jetzt Richtfest für ein neues Lagergebäude am Standort Sonneberg feiern, mit dessen Bau im Mai begonnen wurde. Die bauliche Erweiterung begleitet bildhaft die Geschäftsentwicklung bei Piko, die weiterhin auf Wachstum ausgerichtet ist, wozu der sich “erfreulich entwickelnde” Geschäftsbereich mit Gartenbahn-Modelle beitrage. Im Zuge des Richtfests teilte der geschäftsführende Gesellschafter von Piko, Dr. René F. Wilfer, auch mit, dass das Gesamtgeschäft in den ersten 7 Monaten 2013 im Inland ein Plus von 15 % gegenüber dem Vorjahr aufweise. Besonders der US-Markt bereite dem Unternehmen Freude, da man hier einen Zuwachs von 30 % gegenüber 2012 erarbeiten konnte. Insgesamt habe man die ersten 7 Monate mit einem Plus von knapp 10 % abschließen können. Die Vielzahl an Neuheiten, die für den H0, TT und N-Bereich im Piko-Werk in Chashan entwickelt und gefertigt sowie entsprechende Gartenbahn-Modelle, die komplett in Sonneberg produziert werden, stehen für die kommenden Monate zur Auslieferung an und lassen Piko für das zweite Halbjahr auf eine weitere positive Entwicklung hoffen, teilte das Unternehmen mit. Insofern ist man bei Piko zuversichtlich, das hoch gesteckte Ziel für das Jahr 2013 mit einem Plus gegenüber Vorjahr von knapp 10 % erreichen zu können.

Prototyp der BR 64 aus fertigen Formteilen; Farbgebung des Fahrwerks und Ausführung des Gestänges entsprechen hier noch nicht der geplanten Serienausführung.

Prototyp der BR 64 aus fertigen Formteilen; Farbgebung des Fahrwerks und Ausführung des Gestänges entsprechen hier noch nicht der geplanten Serienausführung.

Piko wird im Oktober die Palette der Gartenbahn-Modelle um die Baureihe 64 aufstocken. Das Modell dürfte zur Leipziger Messe Modell-Hobby-Spiel schon produktionsreif sein, es wird als zunächst einziges G-Modell mit einem Bühler-Motor ausgestattet. Näheres dazu in der neuen GBP-Ausgabe 5/2013, die ab Donnerstag im Abo ausgeliefert wird. Diese Ausgabe stellt auch den überarbeiteten Antrieb des Krokodils E94 vor, diesmal im Kleid der Mittelweserbahn-Lok als Reihe 1020. Das Modell legte bei ausgiebigen Fahrtests eine überragende Zugkraft an den Tag – 10 Schnellzugwagen auf einer 3,5 prozentigen Rampe machten der Lok nicht zu schaffen. Dazu werden wir in Kürze ein kleines Video auf der GBP-Homepage einstellen.

Hitze: Zwei E-Loks im Stresstest

Temperaturen zwischen 30 und knapp 40 Grad (am vergangenen Freitag), die Sonne brannte dieser Tage gnadenlos auf den Niederrhein herab. Und natürlich auf die Gleise der Testanlage, auf der gegenwärtig die vom Märklin-Service nachgebesserte E 10 von LGB und die E 94 von Piko mit neuem Antrieb ihre Runden drehen. Mal gemächlich, mal schnell, mal mit nur zwei und auch mit bis zu zehn vierachsigen Schnellzugwagen im Schlepp (bei der E94 !) müssen die beiden Testkandidaten diesmal einen echten Sommer-Stresstest absolvieren.

Kurze Pause zur Abkühlung: Bei großer Hitze und längeren Zügen wird es der E10 schnell zu warm.

Kurze Pause zur Abkühlung: Bei großer Hitze und längeren Zügen wird es der E10 schnell zu warm.

Überraschungen bleiben dabei nicht aus: Nachdem vergangene Woche schon ein brandneuer Dekoder nach zwei Betriebstagen unter heißer Sonne den Dienst quittiert hatte und nun beim Hersteller untersucht wird, gehen heute Abend für die beiden Elloks die Testfahrten zu Ende. Dann wollen wir mal nachsehen, welche Spuren die Belastungsfahrten an der E10 hinterlassen haben, die seit der Überarbeitung bei Märklin nun wesentlich schneller fährt und deutlich mehr zieht. Wie sich aber herausstellt, werden dabei die stehend eingebauten Motoren recht heiß – und bei sommerlichen Temperaturen gönnt sich die E10 daher immer wieder mal eine kleine Auszeit, um abzukühlen. Eindeutig, kurze Züge sind ihr lieber, dann fährt sie ohne Pausen durch, zügig und ruckelfrei.

Wo ist der Kontaktstift geblieben? Auch hier hat die Belastungsfahrt bei sommerlicher Hitze Spuren hinterlassen.

Wo ist der Kontaktstift geblieben? Auch am neuen Antrieb der E94 hat die extreme Belastungsfahrt bei sommerlicher Hitze Spuren hinterlassen. Nur noch ganz schwach schimmert der Draht unter dem Kunststoff hindurch. Das ließ sich schnell beheben.

Als wahre Zugnummer entpuppte sich die überarbeitete E94 von Piko, die wir in der neuesten Ausführung als Krokodil der Mittelweserbahn zum Test erhalten haben. Zehn Schnellzugwagen im annehmbaren Tempo über eine 3,5 prozentige Rampe aus einer Geraden und einem R5-Gleisbogen ohne zu Schleudern zu schleppen, das soll diesem Kraftprotz erst mal eine andere Lok nachmachen. Der extreme Belastungstest bei ca. 30 Grad Außentemperatur im Schatten hinterließ aber auch hier seine Spuren, denn es wurde offenbar eine Zuleitung zum Motor so warm, dass sich der Kontaktdraht in Kunststoff hüllte (siehe gelbe Markierung im Bild) und die Stromabnahme vom Kontaktblech beeinträchtigte. Das passierte übrigens zeitgleich an beiden Drehgestellen.

Mehr zu den beiden hochsommerlichen Belastungstests lesen Sie in der kommenden GBP-Ausgabe 5/2013, die unsere Abonnenten schon ab 22. August in den Händen halten können. Darin stellen wir auch eine dritte Lokneuheit vor: den RhB-Triebzug Be 4/4 als Kleinserienmodell von Eds Gartenbahn aus den Niederlanden. Der harte Belastungstest blieb dem Vorortpendelzug allerdings erspart.

Bei dieser Gelegenheit die Frage an unsere Leser: Welche außergewöhnlichen Erfahrungen haben Sie beim Fahren in der Sommerhitze gemacht? Wo machen sich konstruktive Schwachstellen bemerkbar, was hat sich besonders bewährt? Schreiben uns ein paar Zeilen an leser [at] gartenbahnprofi.de. Wir sind gespannt auf Ihre Erlebnisse und Erfahrungen.