LGB: Herbstneuheiten mit Dampf

Am 1. September beginnt der meteorologische Herbst, die Modellbahnindustrie stellt sich auch darauf ein und kündigt ihre “Herbstneuheiten” an. Märklin schicke heute eine Vorabinformation mit einer Produktübersicht aller Markenneuheiten ins Haus, Detailinfos und Fotos werden folgen. Auch für LGB sind zwei Neuheiten darunter, die durchaus als Formneuheiten gehandelt werden können: 99 5604 und 99 222 heißen die beiden Neulinge im Programm.

Bei der 99 5604 handelt es sich um eine Maschine der ehemaligen Franzburger Kreisbahnen (FKB), die in den Jahren 1893/94 insgesamt 6 zweiachsige Lokomotiven bei Vulcan in Stettin bauen ließ. Eine dieser Maschinen, die ehemalige Lok 4i (frühere DR-Bezeichnung 99 5605), ist heute als “Franzburg” beim DEV Bruchhausen-Vilsen im Einsatz. Erhalten geblieben ist auch die Lok 5i der FKB, die später als 99 5606 vor dem ehemaligen Nürnberger Lehmann-Werk als Teil des Fabrikzuges stand und heute in einem privaten Garten aufgestellt ist. Bei der als Herbstneuheit angekündigten 99 5604 handelt es sich um die FKB-Lok Nr. 6i, von der bekannt ist, dass sie ihre letzte Fahrt vor 1957 angetreten hat. LGB kündigt die 5604 daher als Variante der DR-Epoche 3 an (Art. 20180), parallel zum Epoche 6-Modell der “Franzburg” des DEV, das zur Auslieferung für 2014 vorgesehen ist.

Umbau-Tipp: Aus einer Neubaudampflok von LGB lässt sich die 99 222 kreieren – ein Thema im nächsten Gartenbahn Profi.

Umbau-Tipp: Aus einer Neubaudampflok von LGB lässt sich die 99 222 kreieren – ein Thema im nächsten Gartenbahn Profi.

Erwartungsgemäß folgt der nun ausgelieferten gealterten Harz-Einheitslok 99 222 nun auch eine nicht-gealterte Version als aktuelles HSB-Modell (#26811mit DCC-Schnittstelle). Wer die “Big Mama”, wie sie in Eisenbahnerkreisen auch genannt wird, aus einem vorhandenen LGB-Neubau-Fünfkuppler umbauen will, wird dazu in der Herbst-Ausgabe 6/13 (erscheint im Oktober) des Gartenbahn Profi einen nachvollziehbaren Umbau-Vorschlag finden. Unser Bild gibt hierzu schon einen kleinen Vorgeschmack. Das große Vorbild wird derzeit übrigens für den HSB-Traditionszug vorgehalten, weil die grüne Mallet-Lok 99 5902 nach einem Schieberschaden derzeit nicht einsatzfähig ist, wie in der aktuellen Ausgabe GBP 5/13 berichtet.

 

 

Harz-Mallet reift Stück um Stück

Aufbau der HSB-Mallet von TrainLine: Die weißen Teile stammen aus dem 3D-Drucker, Wasserkästen und Rahmen stellen bereits fertige Spritzgussteile dar. In der GBP-Ausgabe 5/2013 zeigen wir Ihnen noch mehr.

Aufbau der HSB-Mallet von TrainLine: Die weißen Teile stammen aus dem 3D-Drucker, Wasserkästen und Rahmen stellen bereits fertige Spritzgussteile dar. In der GBP-Ausgabe 5/2013 zeigen wir Ihnen noch mehr.

Wie schafft es der junge westfälische Hersteller TrainLine Gartenbahn, das Modell der Harz-Mallet auf die Beine zu stellen? Der Gartenbahn Profi hat jüngst das Unternehmen besucht und gewährt einen Einblick in die Arbeitsweise des Unternehmens, das sich in den vergangenen Monaten neu strukturiert hat und nun auch auf die Erfahrungen des Kunststoffspritzers als Mitgesellschafter bauen kann. Zug um Zug purzeln derzeit die einzelnen Bauteile aus den fertigen Stahlformen, in Kürze wird das fahrbereite Chassis seine ersten Probefahrten unternehmen. In einer mehrseitigen Reportage stellen wir in neuen GBP-Ausgabe 5/2013 aktuell gefertigte Modellbauteile der Harz-Mallet vor und erklären, warum diese Gartenbahn-Lok von TrainLine keine ganz echte Mallet sein wird – aber ganz nah am Vorbild der 99 5901.

Piko wächst – auch baulich

Piko feierte Ricjtfest für ein neues Hochregallager.

Piko feierte Richtfest für ein neues Hochregallager.

Der thüringische Modellbahnhersteller Piko konnte jetzt Richtfest für ein neues Lagergebäude am Standort Sonneberg feiern, mit dessen Bau im Mai begonnen wurde. Die bauliche Erweiterung begleitet bildhaft die Geschäftsentwicklung bei Piko, die weiterhin auf Wachstum ausgerichtet ist, wozu der sich “erfreulich entwickelnde” Geschäftsbereich mit Gartenbahn-Modelle beitrage. Im Zuge des Richtfests teilte der geschäftsführende Gesellschafter von Piko, Dr. René F. Wilfer, auch mit, dass das Gesamtgeschäft in den ersten 7 Monaten 2013 im Inland ein Plus von 15 % gegenüber dem Vorjahr aufweise. Besonders der US-Markt bereite dem Unternehmen Freude, da man hier einen Zuwachs von 30 % gegenüber 2012 erarbeiten konnte. Insgesamt habe man die ersten 7 Monate mit einem Plus von knapp 10 % abschließen können. Die Vielzahl an Neuheiten, die für den H0, TT und N-Bereich im Piko-Werk in Chashan entwickelt und gefertigt sowie entsprechende Gartenbahn-Modelle, die komplett in Sonneberg produziert werden, stehen für die kommenden Monate zur Auslieferung an und lassen Piko für das zweite Halbjahr auf eine weitere positive Entwicklung hoffen, teilte das Unternehmen mit. Insofern ist man bei Piko zuversichtlich, das hoch gesteckte Ziel für das Jahr 2013 mit einem Plus gegenüber Vorjahr von knapp 10 % erreichen zu können.

Prototyp der BR 64 aus fertigen Formteilen; Farbgebung des Fahrwerks und Ausführung des Gestänges entsprechen hier noch nicht der geplanten Serienausführung.

Prototyp der BR 64 aus fertigen Formteilen; Farbgebung des Fahrwerks und Ausführung des Gestänges entsprechen hier noch nicht der geplanten Serienausführung.

Piko wird im Oktober die Palette der Gartenbahn-Modelle um die Baureihe 64 aufstocken. Das Modell dürfte zur Leipziger Messe Modell-Hobby-Spiel schon produktionsreif sein, es wird als zunächst einziges G-Modell mit einem Bühler-Motor ausgestattet. Näheres dazu in der neuen GBP-Ausgabe 5/2013, die ab Donnerstag im Abo ausgeliefert wird. Diese Ausgabe stellt auch den überarbeiteten Antrieb des Krokodils E94 vor, diesmal im Kleid der Mittelweserbahn-Lok als Reihe 1020. Das Modell legte bei ausgiebigen Fahrtests eine überragende Zugkraft an den Tag – 10 Schnellzugwagen auf einer 3,5 prozentigen Rampe machten der Lok nicht zu schaffen. Dazu werden wir in Kürze ein kleines Video auf der GBP-Homepage einstellen.

Touren mit Schmalspurbahnen

Das Emsland zwischen Leer und Rheine sowie die angrenzenden Niederlande kann man auch heute noch mit so mancher Schmal- und Feldbahn erkunden, die wieder im Einsatz stehen. Die Bahnen kamen früher unter anderem beim Transport von Torf zu Trockenfeldern und Verarbeitungsanlagen zum Einsatz.

Ein Exemplar einer alten Feldbahn ist im Emsland Moormuseum zu sehen. Mit ihr haben Besucher die Möglichkeit, das große Museumsfreigelände zu erkunden. Unter anderem steht hier der Siedlerhof mit seinen “Bunten Bentheimer Schweinen“, einer vom Aussterben bedrohten Haustierrasse. Bis zum 31. Oktober fährt die Feldbahn täglich um 13, 14, 15 und 16 Uhr. Eine Fahrt dauert etwa 30 Minuten. Das Moormuseum ist Dienstag bis Sonntag von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr geöffnet. Montag ist Ruhetag. Erwachsene zahlen 5 Euro Eintritt, ermäßigte Eintritte 3,50 Euro. Die Feldbahnfahrt kostet 2 Euro für Erwachsene und 1 Euro für ermäßigte Personenkreise. Weitere Informationen unter www.moormuseum.de.

Smalspoor Museum

Loks und Transportwagen aus verschiedenen Industriezweigen kann man im Industrieel Smalspoor Museum entdecken. Foto: ISM

Im Industrieel Smalspoor Museum im niederländischen Ort Erica (Griendtsveenstraat 140, NL-7887 TK Erica) kommen Kleinbahnliebhaber auf ihre Kosten. Dort ist eine große Auswahl an Diesellokomotiven aus verschiedenen Ländern sowie in diversen Altersklassen und Bauarten zu finden. Lokomotiven und Transportwagen aus den meisten Industriezweigen warten hier auf große und kleine Eisenbahnliebhaber. Mit einigen geht es dann auf Tour. Das Museum hat noch bis 31. Oktober täglich von 13.00 bis 16.30 Uhr geöffnet, donnerstags und samstags sogar schon ab 10.00 Uhr und sonntags ab 11.00 Uhr. Der Eintritt inklusive Zugfahrt beträgt für Erwachsene und Kinder ab zwölf Jahre 6 Euro. Kinder von zwei bis zwölf Jahre zahlen 4 Euro. Der Fahrplan der Bahnen und weitere Informationen unter www.smalspoorcentrum.nl.

Den größten Museumspark der Niederlande, den Veenpark, erkunden Besucher ebenfalls ganz bequem mit der museumseigenen Feldbahn. Am Haupteingang gibt es Bahnsteige für Fahrten über das Gelände. Die Museumsdörfer “‘t Aole Compas” und “Bargermond” zeigen das Leben der Moorbauern und ihre Entwicklungsstufen. Der Veenpark kann bis 27. Oktober täglich von 10.00 bis 17.00 Uhr besucht werden. Im August verlängert sich die Öffnungszeit bis 18.00 Uhr. Kinder bis 4 Jahre haben freien Eintritt. Ab 5 Jahren kostet der Eintritt 13,50 Euro. Senioren ab 65 Jahre zahlen 12,50 Euro. Im Eintrittspreis sind ein kostenfreier Geländeplan sowie die Fahrten auf den zwei Bahnstrecken und eine Bootsfahrt inklusive. Weitere Informationen unter www.veenpark.nl.

Wer es dann doch etwas größer mag, fährt mit dem Hasetal-Express. Ein Dampfzug schaukelt seine Mitfahrer gemütlich durch die Landschaft. Der Museumszug besteht aus fünf Personenwagen (Bj.1901-1930), einem Salonwagen, einem Packwagen (Bj. 1924), zwei Güterwagen (Bj. 1911) und der Dampflok „Niedersachsen“. Im August, September und Oktober ist der Zug noch an einigen Tagen unterwegs. Ausführliche Informationen zur Streckenführung, dem Fahrplan und den Ticketpreisen gibt es unter www.eisenbahnfreunde-hasetal.net.

Einen Überblick über die einzelnen Bahnerlebnisse bietet auch die Internetseite www.emsland.com.

Gartenbahntreffen in Eschershausen

Am kommenden Wochenende, 10. und 11. August, steht das niedersächsische Eschershausen wieder im Zeichen der Gartenbahnen: Unter dem Motto „Kleine Bahnen ganz groß“, hat die IG der LGB-Freunde Ith einiges auf die Beine gestellt und mehr als 40 Aussteller an das Ausstellungsgelände am Stadtpark locken können. Da gibt es Echtbeton-Teile in 1:22,5 bis hin zur Spur H0, Gleisbausysteme für die Gartenbahn, echtes Dachdecker Zubehör auch bis zur Spur H0 hinunter, Elektronik, Modellfiguren und vieles mehr. Auch Museumsbahn-Vereine sind mit dabei, wie die IG der Harzer Schmalspurbahn oder der Dampfbahn Furka Bergstrecke e.V.

Die Steffanbachbrücke von Ulrich Stern in 1:22,5 ruft bei jedem Betrachter, hier Matthias Twardy vom Verein Furka Bergstrecke.

Die Steffanbachbrücke von Ulrich Stern in 1:22,5 ruft bei jedem Betrachter, hier Matthias Twardy vom Verein Furka Bergstrecke, Staunen hervor.

Von der Furka Bergstrecke gibt es ein faszinierendes Stück im Modell zu sehen: Der Kölner Ulrich Stern stellt ein originalgetreu funktionsfähiges Modell der weltweit einzigartigen Steffenbach-Klappbrücke aus. Auch der Bahnübergang in Oberwald, bei dem die Zahnstange nach Schließung der Schranken aus dem Boden herausfährt, ist im Modell zu sehen – funktionsfähig wie das Schweizer Original. Auch einige mobile Anlagen, wie die der LGB Freunde Niederrhein mit der “HSB an der Küste”, die LGB Freunde Hoyerswerda mit vielen Eigenbau-Fahrzeugen nach deutschen Schmalspur-Vorbildern oder der holländische Echtdampfclub „Stoomgenoodschap De Rokende Schoorsteen“ sind vertreten.

11kV_BannerLogo2-3Auch der Gartenbahn Profi wird vertreten sein – durch die Firma Modellbau 11kV von Thorsten Schöler. Er hat nicht nur ältere Ausgaben des Gartenbahn Profi, Sonderhefte und die smarte Kupplung S-KuPLIX im Gepäck, hier können Sie auch den LGB-Lokomotivbildband „LOK LGB“ vorbestellen, der in einem Umfang von über 500 Seiten im Oktober 2013 erscheint.

LOK LGB. HD-Bildband mit über 500 LGB-Lokomotiven von 1968 bis heute – demnächst im Vertrieb des GARTENBAHN  Profi.

LOK LGB. HD-Bildband mit über 500 verschiedenen LGB-Lokomotiven von 1968 bis heute – demnächst im Vertrieb des GARTENBAHN Profi.

Alle jemals erschienenen LGB-Lokomotiven und ihre Form- und Druckvarianten sind in diesem Buch auf hochwertigen Fotos abgebildet – ein einmaliger Überblick. Für alle Vorbesteller bei Thorsten Schöler gibt es mit der Lieferung des Buches einen Lokkalender 2014 gratis dazu.

Natürlich hat sich auch die Modelleisenbahn Anlage der LGB Freunde Ith hat sich weiter entwickelt. Neue Kunstbauten und Häuser wurden harmonisch in das Anlagenbild eingefügt und vervollständigen die Gesamtoptik der am Hang gelegenen Anlage. Hier fahren Schmalspurzüge durch eine über 1.000 m² große Schweizer Miniaturwelt.

Das 12. Gartenbahn Treffen Südniedersachsen findet statt am 10. und 11. August 2013, jeweils von 10 bis 18 Uhr im Stadtpark Eschershausen und am nahen Höfeweg 21. Weitere Infos unter www.lgb-treffen.de.

 

Hitze: Zwei E-Loks im Stresstest

Temperaturen zwischen 30 und knapp 40 Grad (am vergangenen Freitag), die Sonne brannte dieser Tage gnadenlos auf den Niederrhein herab. Und natürlich auf die Gleise der Testanlage, auf der gegenwärtig die vom Märklin-Service nachgebesserte E 10 von LGB und die E 94 von Piko mit neuem Antrieb ihre Runden drehen. Mal gemächlich, mal schnell, mal mit nur zwei und auch mit bis zu zehn vierachsigen Schnellzugwagen im Schlepp (bei der E94 !) müssen die beiden Testkandidaten diesmal einen echten Sommer-Stresstest absolvieren.

Kurze Pause zur Abkühlung: Bei großer Hitze und längeren Zügen wird es der E10 schnell zu warm.

Kurze Pause zur Abkühlung: Bei großer Hitze und längeren Zügen wird es der E10 schnell zu warm.

Überraschungen bleiben dabei nicht aus: Nachdem vergangene Woche schon ein brandneuer Dekoder nach zwei Betriebstagen unter heißer Sonne den Dienst quittiert hatte und nun beim Hersteller untersucht wird, gehen heute Abend für die beiden Elloks die Testfahrten zu Ende. Dann wollen wir mal nachsehen, welche Spuren die Belastungsfahrten an der E10 hinterlassen haben, die seit der Überarbeitung bei Märklin nun wesentlich schneller fährt und deutlich mehr zieht. Wie sich aber herausstellt, werden dabei die stehend eingebauten Motoren recht heiß – und bei sommerlichen Temperaturen gönnt sich die E10 daher immer wieder mal eine kleine Auszeit, um abzukühlen. Eindeutig, kurze Züge sind ihr lieber, dann fährt sie ohne Pausen durch, zügig und ruckelfrei.

Wo ist der Kontaktstift geblieben? Auch hier hat die Belastungsfahrt bei sommerlicher Hitze Spuren hinterlassen.

Wo ist der Kontaktstift geblieben? Auch am neuen Antrieb der E94 hat die extreme Belastungsfahrt bei sommerlicher Hitze Spuren hinterlassen. Nur noch ganz schwach schimmert der Draht unter dem Kunststoff hindurch. Das ließ sich schnell beheben.

Als wahre Zugnummer entpuppte sich die überarbeitete E94 von Piko, die wir in der neuesten Ausführung als Krokodil der Mittelweserbahn zum Test erhalten haben. Zehn Schnellzugwagen im annehmbaren Tempo über eine 3,5 prozentige Rampe aus einer Geraden und einem R5-Gleisbogen ohne zu Schleudern zu schleppen, das soll diesem Kraftprotz erst mal eine andere Lok nachmachen. Der extreme Belastungstest bei ca. 30 Grad Außentemperatur im Schatten hinterließ aber auch hier seine Spuren, denn es wurde offenbar eine Zuleitung zum Motor so warm, dass sich der Kontaktdraht in Kunststoff hüllte (siehe gelbe Markierung im Bild) und die Stromabnahme vom Kontaktblech beeinträchtigte. Das passierte übrigens zeitgleich an beiden Drehgestellen.

Mehr zu den beiden hochsommerlichen Belastungstests lesen Sie in der kommenden GBP-Ausgabe 5/2013, die unsere Abonnenten schon ab 22. August in den Händen halten können. Darin stellen wir auch eine dritte Lokneuheit vor: den RhB-Triebzug Be 4/4 als Kleinserienmodell von Eds Gartenbahn aus den Niederlanden. Der harte Belastungstest blieb dem Vorortpendelzug allerdings erspart.

Bei dieser Gelegenheit die Frage an unsere Leser: Welche außergewöhnlichen Erfahrungen haben Sie beim Fahren in der Sommerhitze gemacht? Wo machen sich konstruktive Schwachstellen bemerkbar, was hat sich besonders bewährt? Schreiben uns ein paar Zeilen an leser [at] gartenbahnprofi.de. Wir sind gespannt auf Ihre Erlebnisse und Erfahrungen.

Museen-Dampffahrt im Harz

Entlang des 140 Kilometer langen Streckennetzes der Harzer Schmalspurbahnen (HSB) liegen interessante Eisenbahnmuseen. Erstmalig werden diese am 24. August 2013 mit dem thematischen HSB-Dampfsonderzug „Tag der Eisenbahnmuseen“ von Quedlinburg nach Wernigerode miteinander verbunden. Unter dem Motto „Eisenbahngeschichte hautnah erleben“ sind neben der nostalgischen Dampfzugfahrt alle Eintritte sowie diverse weitere Leistungen im Fahrpreis enthalten. Die Tickets für diese außergewöhnliche Erlebnisfahrt sind ab sofort bei der HSB erhältlich.

Am 24. August dampft ein Sonderzug von Quedlinburg nach Wernigerode zum „Tag der Eisenbahnmuseen“. Foto: Sammlung HSB

Am 24. August,  dem Tag der Eisenbahn-Museen, dampft der HSB-Traditionszug von Quedlinburg nach Wernigerode mit Unterwegshalten  Foto: Sammlung HSB

Der Dampfsonderzug startet am 24. August gegen 7:30 Uhr in Quedlinburg. Während seiner Fahrt durchs Selketal und über die Harzquerbahn nach Wernigerode wird in Gernrode zunächst das Museum des Freundeskreises Selketalbahn e. V. mit seiner einzigartigen Sammlung besichtigt. Weitere Höhepunkte sind anschließend der Besuch des museal erhaltenen Lokschuppens in Hasselfelde, welcher durch die IG Harzer Schmalspurbahnen e. V. betreut wird, sowie in Benneckenstein die Besichtigung der einmaligen Ausstellung des Vereins Eisenbahnmuseum Benneckenstein e. V. inklusive des historischen Bahnhofsareals. Den Abschluss der Sonderfahrt bildet die Besichtigung der Modellbahnanlage der Bahnsozialwerk-Gruppe in Wernigerode, auf der in anschaulicher Weise die Harzquerbahn nachgebildet ist. Mit den Zügen des HarzElbeExpress (HEX) geht es anschließend zurück nach Quedlinburg (Ankunft um 20:23 Uhr).

Im pauschalen Fahrpreis sind neben der Fahrt im Traditionszug der HSB auch alle Museumseintritte, eine fachkundige Reiseleitung, ein Begrüßungstrunk, ein Mittagsimbiss, Kaffee und Kuchen am Nachmittag sowie die Rückfahrt mit den Zügen des HEX von Wernigerode nach Quedlinburg enthalten. Nähere Infos und Buchungen auf der HSB-Webseite.

HSB-Wagen “Gartenbahn Profi”

Schon oft wurden wir danach gefragt, jetzt gibt es ihn – den ersten offiziellen Werbewagen “Gartenbahn Profi”, aufgelegt als IIm-Modell der Harzer Schmalspurbahnen (HSB). Ausgewählt haben wir den 7-fenstrigen HSB-Wagen von Train Line Gartenbahnen in vorbildgerecht dunkelrot/elfenbeinfarbener Lackierung, der beidseitig je eine Bildmotivfolie samt Logo “Gartenbahn Profi” trägt. Die drei darauf abgedruckten Bildmotive zeigen Ausschnitte von Modell-Gartenbahnen nach Harzer Vorbild, die in den vergangenen Jahren im Gartenbahn Profi zu sehen waren.

Der erste Gartenbahn Profi-Werbewagen ist ein Modell des 900-439 der HSB.

Der erste Gartenbahn Profi-Werbewagen ist ein Modell des 900-439 der HSB.

Der mit Metall-Speichenradsätzen ausgestattete Werbewagen ist exklusiv über den Verlag des Gartenbahn Profi zu beziehen und für unsere Leser zu einem Sonderpreis ab sofort im Verlagswebshop erhältlich.

Museumsbahn DEV: Dampf und Diesel satt

Ein heißes Wochenende steht Schmalspurfreunden bevor – die verlockende Alternative zum Badesee wird unweit von Bremen angeboten. Unter dem Motto “Dampf und Diesel satt” führt der Deutsche Eisenbahn-Verein Bruchhausen-Vilsen (DEV) an diesem Wochenende (3./4. August) viele seiner Fahrzeuge im Betrieb vor. Neben verschiedenen Dieselloks und Triebwagen sind auch mehrere Dampflokomotiven im Einsatz. Unterschiedliche Zugzusammenstellungen fahren in einem abwechslungsreichen Fahrplan mit Zugkreuzungen auf allen Bahnhöfen.

Personenzug mit Güterbeförderung und Rollwagenbetrieb auf der DEV-Strecke. Foto: Jan Böttcher

Personenzug mit Güterbeförderung und Rollwagenbetrieb auf der DEV-Strecke Bruchhausen-Vilsen – Heiligenberg – Asendorf. Foto: Jan Böttcher

Am Samstag gilt ein deutlich verstärkter Fahrplan mit unterschiedlichen Zuggarnituren. Ferner besteht auf der Normalspurstrecke ein Zubringerverkehr um 9.30 Uhr ab Syke und zurück um 18.15 Uhr ab Bruchhausen-Vilsen. Außerdem werden je 30-minütige Erklärungen zur Funktionsweise einzelner Damploks angeboten: am Samstag für die Lok Franzburg um 14.30 Uhr und 15:30 Uhr, die Lok Spreewald wird um 16.45 Uhr vorgestellt. Am Sonntag werden die Dampfloks Franzburg um 12.30 Uhr und die Kastendampflok Plettenberg um 14.30 Uhr im Detail erklärt. Interessenten für die Vorstellung der Diesellok V29 finden sich um 11.00 Uhr am Lokschuppen in Bruchhausen-Vilsen ein. Ferner sind an beiden Betriebstagen je einstündige Vorführungen an der Rollbockgrube vorgesehen: am Samstag um 12 und 14.30 Uhr, am Sonntag um 12.15 und 13.45 Uhr.
Nähere Infos enthält ein Flyer, der von der DEV-Webseite heruntergeladen werden kann.

E 10 von LGB nimmt zweiten Anlauf

Zu langsam, mangelnde Zugkraft, schlechte Stromabnahme – an den Exemplaren der  Erstauslieferung der E 10 von LGB gab es einiges zu bemängeln. Seit Montag steht der Redaktion Gartenbahn Profi nun ein offiziell vom Märklin Kundendienst nachgebessertes Modell zu Testzwecken zur Verfügung. Märklin-Geschäftsführer Wolfrad Bächle schickte uns das überarbeitete LGB-Fahrzeug mit Bezug auf den Testbericht in der GBP-Ausgabe 4/2013. “Diesen Bericht nehmen wir zum Anlass, Ihnen eines der ersten nachgebesserten Modelle zur Verfügung zu stellen. Wir sind davon überzeugt, dass mit den vorgenommenen Änderungen alle Beanstandungen aus dem Weg geräumt werden konnten”, heißt es unter anderem in dem Begleitschreiben.

Nun, wir haben erst gar nicht auf das heutige offizielle Ende unseres Kurzrlaubs gewartet, sondern die überarbeitete E10 schon gefahren – und werden sie auch die nächsten Tage noch weiter fahren, um den Testbericht für die nächste GBP-Ausgabe abzuschließen. Aber was sich schon jetzt sagen lässt: Die von Märklin vorgenommenen Änderungen zeigen sichtbare Wirkung. Die Lok fährt auch mit angehängten Waggons nun im angemessenen Reisetempo durch den Garten, und sie zieht jetzt auch was weg: Bei Steigungen unter 2 Prozent sind nun vier LGB-Schnellzugwagen und zwei Piko-Silberlinge am Zughaken noch gut unterwegs, dann erst beginnt die Lok leicht zu schleudern. Die gemessene Zugkraft liegt bei 9,5 N. Erhöht man das Ballastgewicht auf dem hinteren Drehgestell (wir haben bei ersten Testfahrten zeitweise noch ein Bleigewicht von 1 kg aufgelegt), so zeigt die Federwaage sogar einen Wert von über 11 Newton Zugkraft an. Ob die Ballastierung sinnvoll ist, das ist eine andere Frage, denn das Antriebskonzept über nur zwei von vier Radsätzen wurde beibehalten. Somit muss die Zugkraft von nur zwei statt vier Zahnrädern übertragen werden. Übrigens sind jetzt auf den beiden angetriebenen Radsätzen nur noch je ein Haftreifen aufgezogen, so dass der Kurvenlauf in engeren Gleisbögen verbessert wurde. Alle Räder, auch die mit Haftreifen, dienen nach dem Einbau acht weiterer Schleifkohlen nun der Stromabnahme.

2013_08_E10_innen

Mit geänderter Elektronik und weiteren Verbesserungen geht die LGB E10 in den zweiten Testlauf. Eines der ersten überarbeiteten Modelle steht uns seit Montag zu Testzwecken zur Verfügung.

 

Geändert wurde die analoge Elektronik: Unter anderem hat Märklin die beiden Drosseln auf den Analog-Brückenstecker der Schnittstelle versetzt, der im Digitalbetrieb abgenommen wird. Bei Anschluss eines Digitaldekoders entfallen diese beiden Drosseln. Außerdem wurden die kleinen Platinen auf den Motoren um je einen Kondensatorbaustein ergänzt.

Unsere Testfahrten gehen heute weiter – bei erwarteten Tageshöchsttemperaturen von über 35 Grad spannen wir die E10 wohl eher vor den Abendzug – und sind gespannt, wie sich die LGB-Neuheit bewähren wird. Märklin danken wir jedenfalls für die Kooperationsbereitschaft, uns so schnell ein überarbeitetes Modell zur Verfügung zu stellen – ein Zeichen dafür, dass man die beschriebenen Probleme ernst genommen hat. Jedenfalls lohnt es sich, die Rückrufaktion (siehe GBP 4/13) anzunehmen und die Lok beim Märklin Kundendienst umrüsten zu lassen.