Piko kündigt die Baureihe 50 an

Pünktlich zum Jahresende hat Piko die Neuheiten für das Jahr 2019 angekündigt. Nicht ganz überraschend, aber doch überraschend schnell wird der erst vor einem Dreivierteljahr ausgelieferten Tender-Dampflok Baureihe 95 nun die Schlepptender-Dampflok Baureihe 50 folgen. Für beide Lokmodelle lässt sich nämlich das gleiche fünfachsige Grundfahrwerk verwenden, worauf der Gartenbahn Profi bereits beim Test der BR 95 in der Ausgabe 3/2018 hingewiesen hatte. Die BR 50 war als universelle Dampflok bei DB und DR vor Personen-, Eil- und Güterzügen im Einsatz. Erstmodell wird die Reko-Version der Deutschen Reichsbahn als Baureihe 50.35, deren Auslieferung für Ende Oktober 2019 vorgesehen ist – ein bisschen warten müssen die DR-Dampflokfans also schon. Piko wird mit der BR 50 erstmals ein G-Modell nicht nur in analoger Grundausführung, sondern für 150 Euro Mehrpreis parallel auch als Variante mit Sounddecoder ausliefern. Bundesbahn-Fahrer werden also sicher bis 2020 auf eine DB-„Fuffziger“ warten müssen – und vielleicht belohnt Piko dann das Warten mit der Version einer Kabinentender-50 – warten wir es ab. Es eröffnen sich jedenfalls etliche Möglichkeiten für Varianten.

Schneller in den Handel, nämlich bereits Ende März, kommt die Baureihe 24 mit Wagner-Windleitblechen als DR-Lok in der Formvariante mit Zweilicht-Spitzensignal, bislang gab es die Wagner-Ausführung als Museumsedition 24 009.

Zum Sommeranfang will Piko den Käufern der neuen DB-Schnellfahrlok Baureihe 103 (Test in GBP 1/2019) auch passende Wagenmodelle liefern. In formgleicher Ausführung kündigt Piko für die Bundesbahn-Epoche IV zwei IC-Wagenmodelle in den jeweiligen klassenbezogenen Farbgebungen rot/blau an, es sind die ersten wirklich passenden Wagen zur TEE-/Intercity-Lok im Stil der achtziger Jahre.

Alle Neuheiten 2019 samt Preisen listet der Piko-Webshop auf.

Links zu den Piko-Katalogen:
G Gesamtkatalog www.piko.de/KAT_PDF/99709.pdf
G Neuheiten 2019 www.piko.de/KAT_PDF/99719.pdf

Echtdampf-Wochenende bei Paris

Haben Sie schon Urlaubspläne für 2019 geschmiedet? Echtdampf-Gartenbahner können Anfang März einen Wochenendtripp (9./10.3.) in die Nähe von Paris einplanen, denn dann lädt der Verein „Essonne Vapeur Club 45“ (EVC45 – Echtdampf auf 45 mm Spurweite) zum 7. Mal zur „Fête du Train à Vapeur“ (Echtdampfzugfest) ein. Mehrere Mitglieder des EVC45 sprechen Deutsch oder Englisch und es ist Ihnen eine Freude, den ausländischen Besuchern zu helfen, teilte der Veranstalter mit. Die Sprache ist also keine Barriere.

Dieses Jahr werden, zusätzlich zu den acht unabhängigen Echtdampf-Strecken mit 45mm Spurweite, eine Kinderdampfbahn im Freien mit 7 1/4 Zoll Spurweite, eine große elektrische LGB Modulanlage (Maßstab 1:22,5 mit 45 mm Spur), sowie ein Atelier für Vorführungen und stationäre Dampfmaschinen aufgebaut. Verschiedene Aussteller, sowohl Amateure als auch professionelle Händler, runden die Veranstaltung ab.

Ob als Zuschauer oder als Gast mit eigener Dampflok; der Eintritt ist kostenlos. Wasser, Öl und Brennstoff werden für Gäste gestellt. Die Öffnungs-und Fahrzeiten sind: Samstag 9. März 2019, von 10 bis 12.30 und 13.30 bis 18 Uhr; Sonntag 10. März, von 10 bis 12.30 und 13.30 bis 17 Uhr.

Adresse: Longjumeau  Parc des Sports Langrenay – Gymnase Raymond Linder – 25 rue Léontine Sohier – 91160 Longjumeau (Essonne, Region Paris). Weitere Infos: http://evc45.blogspot.fr

Bei der vergangenen Veranstaltung im Jahr 2018 hatten über 1000 Interessierte, auch aus Deutschland und der Schweiz, das Fest besucht. Mehr als 250 Echtdampfloks in Spur G oder Spur 1 waren auf den vier installierten Modulanlagen unterwegs, aufgebaut in einer von der Stadt Longjumeau zur Verfügung gestellten Halle. Über die zurückliegende Veranstaltung 2018 gibt es bei Youtube einige Videos:

Drei Annen Hohne auch als Modell

Kreuzungsbahnhof, Endbahnhof, Spitzkehre – die Harz-Station Drei Annen Hohne ist alles in einem. Aber wer steigt hier, auf dem Weg von Wernigerode zum Brocken, schon aus und verfolgt im Detail den Lauf der Züge und den der Lokomotiven? Die jetzt erschienene Ausgabe 1/2019 des Gartenbahn Profi nimmt diese Station im Harz genauer unter die Lupe – und erklärt in einem Vorbild-Beitrag, wie zweimal täglich der Lokwechsel und Zugtausch in Drei Annen Hohne abläuft – eine tolle Vorlage zum Nachspielen.

Drei Annen Hohne bei Nacht. Foto: Andreas Horn

Unser Leser Andreas Horn hat Drei Annen Hohne ins Modell umgesetzt. Mit dem richtigen Stationsgebäude im Maßstab 1:22,5 und drei mit vorbildlichen Laternen beleuchteten Bahnsteigen sieht der Modellbahnhof aus wie sein Original im Harz. Nur der Gleisplan musste an die bestehende Anlage angepasst werden, er funktioniert nun quasi spiegelverkehrt. Doch die Anmutung stimmt, und wenn es abends dunkel wird, dann kommt auch die richtige Stimmung auf. Andreas Horn hat den Modellbetrieb und die Abendstimmung in Videos eingefangen, die auf seinem Youtube-Kanal zu sehen sind. Hier sind die Links dazu.

Betrieb in Drei Annen Hohne

Abendstimmung in Drei Annen Hohne

Mehr über den Bau des Modellbahnhofs und die Zugabläufe im echten Bahnhof Drei Annen Hohne in der GBP Ausgabe 1/2019. Zum Thema Harz stellen wir auch eine der allerältesten LGB-Anlagen vor: die von Karl-Heinz Cramer, der 1970 ins Gartenbahnhobby eingestiegen ist Genauer gesagt, es handelt sich um zwei Anlagen, die landschaftlich eine Einheit bilden. Ein großes Porträt zeigt auch das, was man nicht vom Gartenzaun aus sehen kann.

Kein Geld für letztgebaute 103?

103 245 im November 2002. Foto: Jürgen Rech

Abgesehen vom Sonderfall der Lok 103 222 des privaten Eigentümers Railadventure, gibt es vorläufig nur noch eine einzige einsatzbereite Schnellfahr-Ellok der Bundesbahn-Baureihe 103 im Bestand der Deutschen Bahn AG. Von der Kultlok der siebziger Jahre ist nur noch die 103 113 des DB Museum in Koblenz fahrfähig. Sie entspricht als Serienlok der kurzen Bauform dem jetzt von Piko in der Baugröße G realisierten Modell, das in der neuen GBP-Ausgabe 1/2019 in digitalisierter Form vorgestellt wird. Begleitend zum Modell-Test porträtieren wir die DB-Kultlok im Zeitalter des IC-Verkehrs ab 1979. Als der Beitrag verfasst wurde bestand noch Hoffnung, dass die letztgebaute Maschine dieser Baureihe, die 103 245 mit dem langen Führerstand, noch eine neue Hauptuntersuchung erhalten könnte. Doch Anfang Dezember 2018 wurden die Arbeiten an der Maschine aus finanziellen Gründen erst einmal eingestellt. Wann und ob überhaupt noch einmal Gelder für die Revision der Lok fließen, ist nach Angaben des DB Museums Koblenz derzeit offen.

Die Maschine gehört seit 2003 zum Bestand des DB Museums, war aber mehrere Jahre an DB Fernverkehr in München verliehen. Die Fernverkehrssparte der DB AG setzte die Maschine fallweise im Ersatzverkehr vor IC- und EC-Zügen ein, hauptsächlich auf den Strecken München–Nürnberg und München–Ulm–Stuttgart. Im Winter 2017/18 musste die Lok jedoch mit abgefahrenen Radreifen im Betriebshof München abgestellt werden.

103 245 wurde bei Henschel in Kassel mit der Fabriknummer 31792 gebaut und am 12. Juli 1974 als allerletzte Lok ihrer Baureihe an die Deutsche Bundesbahn übergeben. Das erste Heimatbetriebswerk war Hamburg-Eidelstedt.

Bauteile für Modellbauprojekt T1

Das in der Ausgabe Gartenbahn Profi 6/2018 vorgestellte Modellbauprojekt über einen Eigenbau des Harzer Triebwagens T1 der GHE (HSB 187001-3) hat unter unserer Leserschaft große Resonanz gefunden. Zwischenzeitlich hat die Redaktion – wie im Beitrag angeboten – nicht nur Maßskizzen an Interessenten verschickt. Unser Modellbau-Partner Gerhard Stang, Hersteller u.a. unseres HSB-Fahrradwagens, ist ebenso aktiv geworden und hat in Bezug zum vorgestellten Modellbauprojekt bereits einige kompatible Bauteile entwickelt, die in Kürze in Produktion gehen. Noch im Dezember verfügbar sein sollen verschiedene Bauteile für den Aufbau des Wagenkastens, ebenso die Bodenplatte. Weitere Bauteile sind in Vorbereitung. Da die Bauteile nicht als Ganzes, sondern einzeln angeboten werden, kann jeder Modellbauer sein T1-Projekt nach Belieben unterstützen. Unsere Abbildung zeigt den Triebwagenaufbau in einem Prototypenstadium, die Konstruktion der gerundeten Ecken zu den schmalen Endseiten wird derzeit noch überarbeitet.

Der Vertrieb der T1-Bauteile erfolgt direkt über Gerhard Stang Modellbahn in Mainz (www.schmalspurgartenbahn.de).
Den aktuellen Stand des verfügbaren Teileangebots zum Bau eines Triebwagenmodells  T1 GHE (heute HSB 187001-3) können Sie hier einsehen. Der heute vorwiegend zu Sonderfahrten eingesetzte Original-Triebwagen ist das einzige erhalten gebliebene Triebfahrzeug der ehemaligen Gernroder-Harzgeroder Eisenbahn (GHE).

95 1027 ist wieder im Einsatz

Pünktlich zu ihrem 95. Geburtstag, am 28. November 2018, wurde die schwere Tender-Dampflok 95 1027 im Dampflokwerk Meiningen (DLW) nach EBO (Eisenbahn-TÜV) abgenommen und ist wieder fit für den Betriebseinsatz auf der Rübelandbahn. Damit hat das jüngste Piko-Dampflokmodell der Spur G, die im März präsentierte Baureihe 95, wieder ein betriebsfähiges Vorbild.

Im April 2018 waren die Fristen der 1923 gebauten Maschine abgelaufen, sie wurde daraufhin ins DLW nach Meiningen gebracht, wo unverzüglich mit den Arbeiten zur erneuten Hauptuntersuchung begonnen wurde. Bereits zum 16. November konnte die erste Probefahrt mit gleichzeitiger Indizierung anberaumt werden. Die Probefahrt nach Bad Salzungen und zurück verlief problemlos. Nach kleineren Restarbeiten und anschließender Fertiglackierung erfolgte schließlich die Abnahme der Lok. Tags darauf stand die Überführungsfahrt nach Blankenburg im Fahrplan und schon am 1. Dezember stand die Maschine auf der Rübelandbahn wieder im Einsatz. Unser Bild zeigt die 951027, wie sie Immelborn auf der Werratalstrecke in Richtung Meiningen verlässt.

Märklin fehlen die Arbeitskräfte

Monat für Monat veröffentlicht Märklin seine Lieferterminlisten – für die Marken Märklin, Trix und  LGB. Und manches Modell schiebt sich in diesen Listen immer weiter nach hinten, wird also später ausgeliefert. Der Grund: Märklin kommt mit der Produktion nicht nach, denn die Nachfrage nach den Modellbahnen der Nenngrößen Z bis 2 übersteigt inzwischen die Kapazitäten. Und die lassen sich nicht beliebig ausweiten.

Wie das Handelsblatt am Mittwoch (5.12.) berichtete, fehlen Märklin die Fachkräfte, denn sowohl am Hauptstandort Göppingen als auch im ungarischen Györ sind es Unternehmen der Automobilindustrie und ihrer Zulieferer, die am Arbeitsmarkt als starke Konkurrenten auftreten und den Personalmarkt abfischen. Märklin-Eigner Michael Sieber beklagte gegenüber dem Handelsblatt, dass man in Györ, wohin Märklin die LGB-Produktion verlagert hat, praktisch keinerlei Bewerbungen erhalte. In Györ unterhält Audi eine Fabrik, in deren Umfeld sich viele Zulieferer angesiedelt haben.

Ob sich aus dem Sprung im Auftragseingang, den Märklin zuletzt verzeichnen konnte, auch ein steigender Umsatz erzielen lasse, hänge derzeit von den Kapazitäten der Produktion ab. Vorrang haben nun vor allem Produkte, die für das Weihnachtsgeschäft benötigt werden, denn das wartet nicht. Dagegen hofft Sieber, dass die für die Märklin-Marken wichtigen Sammler „auf neue Modelle auch bis nächstes Jahr warten“, zitiert ihn das Handelsblatt. Wohl auch ein Grund, weshalb das am 30. November in Landquart vorgestellte neue LGB-Modell der Ge 6/6 II erst im Sommer 2019 erscheinen wird.

 

LGB-Bahn half Spenden sammeln

Es muss nicht immer eine Großausstellung sein, um die Gartenbahn unters Volk zu bringen – und dabei kann man auch noch Gutes tun, wie GBP-Leser Reiner Drescher berichtet. Der zweitgrößte Verein der mittelhessischen Stadt Gedern, der „Förderverein Schlossbergklinik – Sozialstation Oberes Niddertal“ präsentierte beim „Nickelches-Määrt“ am 2. Dezember (das war auch der „Tag der Modelleisenbahn“ 2018) auf einem Pkw-Anhänger eine 6 Quadratmeter große mobile LGB-Anlage mit weihnachtlichen Motiven. Per Knopfdruck und einer kleinen Spende für den Förderverein konnte man den Personenzug mit Weihnachtsmusik in Gang setzen, der später von einem zweiten Güterzug – er versteckte sich zunächst hinter der Kulisse – im Bahnhof überholt wurde. Die Weihnachtsmann-Draisine pendelte ab und zu zum kleinen Weihnachtsmarkt. Die verschneite Winterlandschaft im Hintergrund ist dem mittelhessischen Vogelsberg nachempfunden – der Hoherodskopf lässt grüßen.

Die Bahn besteht aus drei Teilen zu je 1 x 2 m und einer Kulisse, welche samt der Unterkonstruktion aus Dachlatten in einem Pkw-Anhänger transportiert werden. Die „analoge Elektrik“ schaltet über einen Treppenlichtautomaten den Trafo der beiden „Stopp-Strecken“ im Bahnhof und hinter der Kulisse. Das funktioniert nicht nur auf einem Weihnachtsmarkt…