Bauteile für Modellbauprojekt T1

Das in der Ausgabe Gartenbahn Profi 6/2018 vorgestellte Modellbauprojekt über einen Eigenbau des Harzer Triebwagens T1 der GHE (HSB 187001-3) hat unter unserer Leserschaft große Resonanz gefunden. Zwischenzeitlich hat die Redaktion – wie im Beitrag angeboten – nicht nur Maßskizzen an Interessenten verschickt. Unser Modellbau-Partner Gerhard Stang, Hersteller u.a. unseres HSB-Fahrradwagens, ist ebenso aktiv geworden und hat in Bezug zum vorgestellten Modellbauprojekt bereits einige kompatible Bauteile entwickelt, die in Kürze in Produktion gehen. Noch im Dezember verfügbar sein sollen verschiedene Bauteile für den Aufbau des Wagenkastens, ebenso die Bodenplatte. Weitere Bauteile sind in Vorbereitung. Da die Bauteile nicht als Ganzes, sondern einzeln angeboten werden, kann jeder Modellbauer sein T1-Projekt nach Belieben unterstützen. Unsere Abbildung zeigt den Triebwagenaufbau in einem Prototypenstadium, die Konstruktion der gerundeten Ecken zu den schmalen Endseiten wird derzeit noch überarbeitet.

Der Vertrieb der T1-Bauteile erfolgt direkt über Gerhard Stang Modellbahn in Mainz (www.schmalspurgartenbahn.de).
Den aktuellen Stand des verfügbaren Teileangebots zum Bau eines Triebwagenmodells  T1 GHE (heute HSB 187001-3) können Sie hier einsehen. Der heute vorwiegend zu Sonderfahrten eingesetzte Original-Triebwagen ist das einzige erhalten gebliebene Triebfahrzeug der ehemaligen Gernroder-Harzgeroder Eisenbahn (GHE).

95 1027 ist wieder im Einsatz

Pünktlich zu ihrem 95. Geburtstag, am 28. November 2018, wurde die schwere Tender-Dampflok 95 1027 im Dampflokwerk Meiningen (DLW) nach EBO (Eisenbahn-TÜV) abgenommen und ist wieder fit für den Betriebseinsatz auf der Rübelandbahn. Damit hat das jüngste Piko-Dampflokmodell der Spur G, die im März präsentierte Baureihe 95, wieder ein betriebsfähiges Vorbild.

Im April 2018 waren die Fristen der 1923 gebauten Maschine abgelaufen, sie wurde daraufhin ins DLW nach Meiningen gebracht, wo unverzüglich mit den Arbeiten zur erneuten Hauptuntersuchung begonnen wurde. Bereits zum 16. November konnte die erste Probefahrt mit gleichzeitiger Indizierung anberaumt werden. Die Probefahrt nach Bad Salzungen und zurück verlief problemlos. Nach kleineren Restarbeiten und anschließender Fertiglackierung erfolgte schließlich die Abnahme der Lok. Tags darauf stand die Überführungsfahrt nach Blankenburg im Fahrplan und schon am 1. Dezember stand die Maschine auf der Rübelandbahn wieder im Einsatz. Unser Bild zeigt die 951027, wie sie Immelborn auf der Werratalstrecke in Richtung Meiningen verlässt.

Märklin fehlen die Arbeitskräfte

Monat für Monat veröffentlicht Märklin seine Lieferterminlisten – für die Marken Märklin, Trix und  LGB. Und manches Modell schiebt sich in diesen Listen immer weiter nach hinten, wird also später ausgeliefert. Der Grund: Märklin kommt mit der Produktion nicht nach, denn die Nachfrage nach den Modellbahnen der Nenngrößen Z bis 2 übersteigt inzwischen die Kapazitäten. Und die lassen sich nicht beliebig ausweiten.

Wie das Handelsblatt am Mittwoch (5.12.) berichtete, fehlen Märklin die Fachkräfte, denn sowohl am Hauptstandort Göppingen als auch im ungarischen Györ sind es Unternehmen der Automobilindustrie und ihrer Zulieferer, die am Arbeitsmarkt als starke Konkurrenten auftreten und den Personalmarkt abfischen. Märklin-Eigner Michael Sieber beklagte gegenüber dem Handelsblatt, dass man in Györ, wohin Märklin die LGB-Produktion verlagert hat, praktisch keinerlei Bewerbungen erhalte. In Györ unterhält Audi eine Fabrik, in deren Umfeld sich viele Zulieferer angesiedelt haben.

Ob sich aus dem Sprung im Auftragseingang, den Märklin zuletzt verzeichnen konnte, auch ein steigender Umsatz erzielen lasse, hänge derzeit von den Kapazitäten der Produktion ab. Vorrang haben nun vor allem Produkte, die für das Weihnachtsgeschäft benötigt werden, denn das wartet nicht. Dagegen hofft Sieber, dass die für die Märklin-Marken wichtigen Sammler „auf neue Modelle auch bis nächstes Jahr warten“, zitiert ihn das Handelsblatt. Wohl auch ein Grund, weshalb das am 30. November in Landquart vorgestellte neue LGB-Modell der Ge 6/6 II erst im Sommer 2019 erscheinen wird.

 

LGB-Bahn half Spenden sammeln

Es muss nicht immer eine Großausstellung sein, um die Gartenbahn unters Volk zu bringen – und dabei kann man auch noch Gutes tun, wie GBP-Leser Reiner Drescher berichtet. Der zweitgrößte Verein der mittelhessischen Stadt Gedern, der „Förderverein Schlossbergklinik – Sozialstation Oberes Niddertal“ präsentierte beim „Nickelches-Määrt“ am 2. Dezember (das war auch der „Tag der Modelleisenbahn“ 2018) auf einem Pkw-Anhänger eine 6 Quadratmeter große mobile LGB-Anlage mit weihnachtlichen Motiven. Per Knopfdruck und einer kleinen Spende für den Förderverein konnte man den Personenzug mit Weihnachtsmusik in Gang setzen, der später von einem zweiten Güterzug – er versteckte sich zunächst hinter der Kulisse – im Bahnhof überholt wurde. Die Weihnachtsmann-Draisine pendelte ab und zu zum kleinen Weihnachtsmarkt. Die verschneite Winterlandschaft im Hintergrund ist dem mittelhessischen Vogelsberg nachempfunden – der Hoherodskopf lässt grüßen.

Die Bahn besteht aus drei Teilen zu je 1 x 2 m und einer Kulisse, welche samt der Unterkonstruktion aus Dachlatten in einem Pkw-Anhänger transportiert werden. Die „analoge Elektrik“ schaltet über einen Treppenlichtautomaten den Trafo der beiden „Stopp-Strecken“ im Bahnhof und hinter der Kulisse. Das funktioniert nicht nur auf einem Weihnachtsmarkt…

Piko lüftet den Schleier zu Silvester

Es geht langsam wieder auf die nächste Spielwarenmesse in Nürnberg zu. Doch schon im Vorfeld werden viele der Top-Neuheiten bekannt gegeben, mitunter sogar alle. LGB kündigte am vergangenen Freitag die RhB-Ellok Ge 6/6 II als Modell für den Sommer 2019 an. Und was bringt Piko im nächsten Jahr? Am 31. Dezember, also dem Silvestertag, stehen die Neuheiten einschließlich dem kompletten Liefersortiment online auf der Piko-Homepage. Und Anfang Januar werden auch die gedruckten neuen Kataloge im Modellbahnfachhandel erhältlich sein.

Letzte Auslieferung für 2018 war die Schnellfahr-Ellok 103 der Deutschen Bundesbahn, noch immer für viele Modellbahn-Fans eine Kultlok. Für die nächste Ausgabe 1/2019 des Gartenbahn Profi musste die 103 – als mit Piko-Hardware digitalisierte Soundlok  – stramme Runden mit sieben LGB-Schnellzugwagen am Haken über die Rampen der Testanlage ziehen, auf trockenen Gleisen ebenso wie in den feuchten Abendstunden eines Novembertages. Eigentlich fehlen jetzt noch passende TEE-Wagen. Und sieben müssen es nicht sein. Der kürzeste TEE der DB aller Zeiten zählte nur drei Wagen – und das ist sehr Gartenbahn-gerecht.

Übrigens: Am 22. Juni 2019 lädt Piko wieder zum „Tag der offenen Tür“ ein, der alle zwei Jahre veranstaltet wird. 2019 steht er ganz im Zeichen von „70 Jahre Piko“.

LGB stellt 6-achsige RhB-Lok vor

Zum Ausklang des Jubiläumsjahres „50 Jahre LGB“ stellte Märklin am 30. November bei der Rhätischen Bahn in Landquart ein Highlight des kommenden Modellbahnjahres für Gartenbahner vor. Zum Sommer wird die sechsachsige Ge 6/6 II erscheinen, deren Vorbild 2018 ebenfalls einen runden Geburtstag begehen konnte: Vor 60 Jahren wurden die ersten beiden Maschinen dieser kleinen Bauserie in Betrieb genommen. LGB wird die Erstauflage daher mit der originalgetreuen Sonderbeschriftung „60 Jahre – 6 Millionen Kilometer“ versehen. Das LGB-Modell macht auch in der Breite einen sehr maßstäblichen Eindruck, auf einem Gleisoval drehte bereits ein aus neuen Formen hergestelltes Musterfahrzeug seine Runden.

Vorgestellt wurde auch eine weitere Werbelok – die Ge 4/4 II 616 „Kohle“ macht auf das Spendenpropjekt zur Aufarbeitung der RhB-Dampflokomotive Rhaetia aufmerksam (www.rhaetia1.ch) und wird ebenfalls nächstes Jahr als LGB-Modell erscheinen. Mehr dazu lesen Sie in einem aktuellen Beitrag in der kommenden Ausgabe 1/2019 des Gartenbahn Profi.

19. bis 21. Mai: Jöhstädter ­Bahnhofsfest mit LGB

Pressnitztalbahn © Jürgen Rech

50 Jahre LGB, das ist zu Pfingsten das Motto zu einem großen Eisenbahnfest auf der Preßnitztalbahn. Denn das traditionelle Jöhstädter Bahnhofsfest steht in diesem Jahr ganz im Zeichen des fünfzigsten Markenjubiläums von LGB. Dazu werden diverse Gastfahrzeuge erwartet. Zu Pfingsten gilt daher vom 19. bis 21. Mai 2018 ein besonderer Fahrplan. Gefahren wird zwischen Steinbach und Jöhstadt im 45-Minuten-Takt. Voraussichtlich stehen fünf Dampflokomotiven unter Dampf, darunter die Gastfahrzeuge 99 4652, 99 4632 sowie zwei RüBB-Reko-Wagen, außerdem die IV K 99 1568-7, 99 1590-1 und 99 1542-2 sowie VI K 99 1715-4. Und das wird unter anderem angeboten an diesen Veranstaltungsorten:

  • Festzelt am Bahnhof Jöhstadt
  • Festgelände an und in der Fahrzeughalle mit Modellbahnausstellung (Schwerpunkt LGB).
  • Shuttlezüge Bahnhof Jöhstadt – Fahrzeughalle – Schlössel, tagsüber in den Zuglücken der auf der ganzen Strecke fahrenden Züge.
  • Festgelände am Bahnhof Steinbach
  • Präsentationen von diversen Originalfahrzeugen und LGB-Modellen nebeneinander oder über geeignete Fotostandpunkte.

Weitere Informationen unter www.pressnitztalbahn.de

4.–6. Mai: Zweites Schramberger Echtdampf-Treffen

56 Teilnehmer aus der Schweiz, Frankreich, den Niederlanden und Deutschland haben sich zum 2. Echtdampf-Treffen für Lokmodelle in Schramberg (Schwarzwald) angemeldet.  Vom 4. bis 6. Mai werden auf über 1000 Quadratmetern Ausstellungsfläche sieben Anlagen präsentiert. Somit stellt das internationale Treffen das größte seiner Art für die Spuren 1,2 und 2m in Deutschland dar. Dabei ist auch eine historische Anlage mit seltenen Spur IV-Dampfloks aus der Zeit um 1900. Stände von Kleinserienherstellern runden das Angebot ab. Beim Echtdampf-Treffen werden auch viele Eigenbaudampfloks erstmals präsentiert, so zum Beispiel der im Gartenbahn Profi 1/2018 vorgestellte Kittel Dampftriebwagen Czm  oder eine kohlegefeuerte Schweizer Eb 3/5 in der Regelspur 2 (64mm Spurweite).

Veranstaltungsort: 78713 Schramberg, Gewerbepark 22-24 (beim Eisenbahnmuseum), Freitag 12–18 Uhr, Samstag 10–18 Uhr, Sonntag 10–17 Uhr.

Ein RhB-Modell hilft dem Original

Mit dem Verkauf eines Gartenbahn-Güterwagens will der schweizerische Modellbauer Stefan Wyss die Aufarbeitung eines RhB-Flachwagens durch den Club 1889 unterstützen. Zwei Drittel des Kaufpreises fließen als Spende dem Restaurierungs-Projekt zu.

Besucher des traditionellen Gartenbahntreffens im schweizerischen Wollerau dürften Stefan Wyss kennen, denn dort stellt er regelmäßig seine Eigenbauten vor. Andere Gartenbahner kennen den Modellbauer von Bausatzmodellen her, die er auf seiner Website www.rhbgartenbahn.ch anbietet. Sie entstehen in Kooperation mit dem ModellBauService Langula, wobei Hans Peter Langula die 2D-Frästeile konstruiert, Stefan Wyss die 3D-Anbauteile. Eines dieser Bausatzmodelle im Programm von RhB Gartenbahn ist der historische Flachwagen M7070.

Stefan Wyss, der den Bau von RhB-Gartenbahnmodellen in seiner Freizeit betreibt, hatte nun die Idee, ein Fertigmodell des RhB-Flachwagens M7070 im Maßstab 1:22,5 anzubieten, um mit dem Erlös die vorgesehene Restaurierung des 1903 erbauten Originalfahrzeugs durch den Club 1889 zu unterstützen. Die Vereinigung hat es sich zur Aufgabe gemacht, das historische Erbe der Rhätischen Bahn zu bewahren und erhaltene Fahrzeuge betriebsfähig aufzuarbeiten, jüngst geschehen mit der Dampflok G 3/4 Nr. 11 „Heidi“. Ziel des neuen Projekts M7070 ist es, den Flachwagen im Laufe des Jahres 2019 wieder in einen Zustand zu versetzen, wie er von 1911 bis 1970 auf den Gleisen der RhB unterwegs war, um ihn dann wieder in den historischen RhB-Züge einsetzen zu können.

RhB-Gartenbahner können dieses Projekt mit dem Erwerb des Modellgüterwagens unterstützen. Angeboten wird maßstäblich gebautes, fertiges Handarbeitsmodell aus Kunststoff mit Anbauteilen aus Metall an, V-Speichenrädern aus Metall, Dreipunktlagerung des Fahrwerks und einsatzfähig auf 45 mm Spurweite ab Radius LGB R3. Zusammenbau, Lackierung und Beschriftung der Wagenmodelle führt Stefan Wyss in seiner Freizeit durch.

Bei einem Kaufpreis von 300 CHF (ca. 250 €) entfallen ein Drittel (100 CHF) auf die reinen Materialkosten, zwei Drittel (200 CHF, ca. 167 €) fließen als Spende an den Club 1889. Die Auslieferung ist zum Sommer 2019 vorgesehen. Die Wagenmodelle werden nur auf Vorbestellung gefertigt, der Bestellschluss wird Ende Juli 2018 sein. Weitere Infos und Bestellungen unter www.rhbgartenbahn.ch

Sommerneuheiten bei LGB

DR-Ow mit Bremsersitz

LGB hat den Fachhandel über die Sommerneuheiten 2018 informiert und ergänzt das Sortiment im Jubiläumsjahr um vier Modelle. Dabei handelt es sich um Farb- bzw. Druckvarianten. Diese Sommerneuheiten sind in einem Ergänzungsprospekt zum Jubiläumsjahr aufgeführt, der auch auf der LGB-Website zum Download bereitsteht.

RhB Coop-Kühlcontainerwagen „Salat“

Aus dem modular aufgebauten Programm zweiachsiger offener Güterwagen sind nun zwei DR-Güterwagenmodelle einzeln erhältlich. Unter der Artikelnummer L41033 bietet LGB den Ow der DR in Ausführung mit Holzwänden und Blechtüren, mit hoher Stirnwand und Handbremse an, unter Art. L41034 wird der Wagen in gleicher Ausstattung, aber zusätzlichem Bremsersitz angeboten, zu je 99,99 €.  Fortgesetzt wird die Serie der Coop-Kühlcontainerwagen für die Rhätische Bahn, das Sommer-Modell (Art. L45899, Preis 179,99 €) trägt als Druckmotiv einen Salatkopf, der Tragwagen erhält eine neue Wagennummer.

Der 2016 neu ausgelieferte Gang Car, ein typischer nordamerikanischer Arbeitswagen (siehe Gartenbahn Profi 6/2016), kommt als jetzt Spaßmobil auf die Gartenbahngleise. Die neue Ausführung in gelber Farbgebung ist beidseitig bedruckt mit lustigen Halloween-Motiven. Das Modell verfügt über eine Digitalschnittstelle, vielleicht gibt es bis zum Herbst von einem der Zubehöranbieter einen passenden Halloween-Decoder-Sound dazu, wer weiß (Art. 20063 Gang Car Halloween, Preis 299,99 €). Die montierten LGB- Systemkupplungen können durch die beigelegten Link-and-Pin-Kupplungen nach amerikanischem Vorbild ersetzt werden.

Vereinzelte Preisanpassungen

Zum 1. Mai passt Märklin auch die Preisempfehlungen einiger weniger LGB-Artikel geringfügig an, es betrifft beispielsweise bei den Loks die Porter-Satteltanklok L24772 (+10 €) oder den Bernina-Oldtimertriebwagen ABe 4/4 L25390 (+20 €).