„Corona“-Wettbewerb: Die Auswertung Staffel I läuft

Fördert die Zeit des Lockdowns das Basteln und die Kreativität der Gartenbahner? Eine Frage, die eigentlich auf die Wochen im Frühjahr 2020 zielte, als der erste Lockdown die Menschen ins Haus verbannte und wir noch in der Hoffnung auf ein schnelles Ende der Pandemie waren. Was haben die GBP-Leser in dieser Zeit gebastelt? Doch das schnelle Ende kam nicht, und daher haben wir auch unseren Wettbewerb verlängert. Am 30. April war nun Schluss für die Einsendungen in fünf verschiedenen Kategorien. Und wie das kurz vor Terminen so ist: Die fünf eingerichteten Mail-Postfächer füllten sich zusehends.

Allen, die uns eine Kurzbeschreibung (die Spanne reicht von zwei Sätzen bis zur detaillierten Beschreibung über drei Seiten) samt Fotos Ihres kreativen Tuns in Corona-Zeiten geschickt haben, sagen wir zunächst ein herzliches Dankeschön. Wir sind bereits eifrig dabei, die Einsendungen aufzubereiten, und einen ersten Bilderbogen dazu wird es in wenigen Tagen geben. Ob Spuckschloss, Bahnhofsbau, Lok-Superung oder kompletter Lok-Eigenbau, die Bandbreite der Ideen war groß und so können wir viele Anregungen fürs Hobby weitergeben, denn Modellbau macht auch in normalen Zeiten Spaß.

Das Lokoseum hat schon geöffnet – die kleine Welt ist der großen voraus.

Wer den Einsendeschluss leider verpasst hat: Die andauernde Pandemie, aber auch die rege Beteiligung in der Leserschaft hat uns bewogen, eine zweite Staffel dranzuhängen. Einsendeschluss wird der 30. Dezember 2021 sein. Ein Datum, von dem wir alle hoffen, dass wir dann wirklich auf die Pandemie zurückblicken können. Und uns wieder so bewegen können, wie wir es gewohnt waren, einschließlich eines Besuchs bei der Museumseisenbahn und einem hellen Blonden im Biergarten. Unser Autor Hans-Bernd Hülsbömer hat das Erlebnis schon einmal – außer Konkurrenz – vorweggenommen. Auf seiner Innenanlage, die wir häufiger zu Test- und Fotozwecken nutze, ist in diesem Frühjahr ein Lokoseum entstanden. Mit Fahrbetrieb und geöffneter Fritten-Bude. Und die ersten Gäste haben sich bereits maskenlos am Biertisch niedergelassen. Die Teller und Biergläser dazu gibt’s übrigens bei Tinyworld-Miniaturen – GBP-Leser wissen das schon aus der aktuellen Ausgabe 3/21, Seite 9.

Was Sie noch nicht wissen: Die Anlagenerweiterung um das Lokoseum hat einen neuen Bildhintergrund notwendig werden lassen. Das bisherige Hintergrundbild, eine alpine Landschaft (mit leichter Unschärfe, daher erhöhte räumliche Wirkung), bestehend aus drei bedruckten Diabondplatten im Format je 200 x 85 cm, Gesamtbreite 600 cm, wird abgegeben. Interessenten verweisen wir auf das private Angebot bei ebay Kleinanzeigen.

Anlagenhintergrund 600 x 85 cm, diente schon oft als Fotokulisse im Gartenbahn Profi

Zahnradlok HG 4/4 von Kiss + LGB: Kräftig am Preisrad gedreht

Bild

Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist nun die Schönste im ganzen Land? Das war die Frage, die wir eingangs des großen Vergleichs zwischen den beiden Finescale-Modellen der HG 4/4 704 DFB von Kiss und LGB stellten – die Fakten für das individuelle Resümee wurden in einem Extra auf fast acht Seiten in der GBP-Ausgabe 3/2021 den Lesern an die Hand gegeben. Denn solch eine Doppelentwicklung zur gleichen Zeit gab es noch nie, und einen solchen Vergleich gab es zuvor auch noch nie in der Spur 2m.

Beide Modelle sind ab Hersteller ausverkauft, aber – je nach Ausführung – noch als Neuware auf dem Markt: Kiss (geschätzt 150 Exemplare, Listenpreis 3450 €) und LGB (399 Exemplare, Listenpreis 3599,99 €) vollziehen dabei schon wenige Wochen nach ihrer Auslieferung wahre Preissprünge, rauf wie runter. Und: Es handelt sich weit überwiegend um Neuware bzw. als „brandneu“ beworbene Ware aus Händlerbeständen. Da heißt es für späte Interessenten, die jetzt darauf aufmerksam werden: Augen auf, vergleichen und nicht gleich beim ersten Angebot einwilligen, denn das kann teuer werden.

Das Epoche II-Modell von LGB bieten Händler aktuell zwischen 3.299 und 3.999 Euro an.

Schon bei einem kurzen Streifzug durch die Internetangebote bei Händlern oder Auktionsplattformen wie ebay wurden Ende April meist günstigere Preise für die SLM-Ausführung des SLM-Modells von LGB notiert – 3300 Euro sind hier ein gängiger Preis, aber auch 400 Euro über der Herstellerempfehlung wurden für dieses Epoche II-Modell (26271) verlangt, die Preisspanne liegt zwischen 3300 und 4000 Euro. Unsere teuerste Notierung für die aktuelle Epoche VI-Ausführung als DFB-Lok 704 von LGB hatte vor einigen Tagen sogar bei stolzen 4444 Euro gelegen, aufgerufen von einem Online-Modellbahnhändler im Raum Esslingen.

Verlangte jemand jemals mehr für eine HG 4/4? Ja, aber für das eigentlich günstiger gelistete Kiss-Modell der 704. Der gleiche schwäbische Online-Händler hat da keine Skrupel, für die Kiss-Lok bei ebay 4999 € aufzurufen. Scheinbar nimmt ihm das niemand übel, denn der Anbieter hat zu 100% positive Bewertungen. Vielleicht ist im Super-Preis ein Super-Service drin.

4.999 Euro werden hier für das Kiss-Modell verlangt. Sein Listenpreis war 3.450 Euro.

Aber es gibt auch erfreuliche Ausnahmen, was die Preisgestaltung von ab Werk ausverkauften Modelle anbetrifft: Bei einem großen Modellbahnhändler, der Firma Modellbau Härtle aus dem Allgäu, war am Abend des 28. April 2021 die LGB-Lok HG 4/4 704 in DFB -Ausführung sogar mit 5% Rabatt zur Preisempfehlung des Herstellers zu bekommen (siehe Abbildung). Vielleicht ist das Angebot jetzt, da sie es hier lesen, schon vergriffen. Aber es ist beruhigend zu wissen, dass nicht überall versucht wird, Modellbahner wie eine Gans auszunehmen.

Ab Werk ausverkauft – und doch gibt ein Händler noch 5% Rabatt auf den UVP des Herstellers.

Männer-Hobby Gartenbahn

Männer-Hobby Gartenbahn – Beitrag im BR Fernsehen

Sie könnten Vater und Sohn sein, altersmäßig betrachtet: Hans Schneider und Stefan Diemling. Den Lesern des Gartenbahn Profi sind die beiden Freunde aus Oberbayern nicht unbekannt. Wer sich erinnert, in den Ausgaben 2/2017 und 4/2017 wurden die Außenanlagen der beiden aktiven Gartenbahner porträtiert. Und nun war vor kurzem der Bayrische Rundfunk zu Gast, mit der Kamera beim Frühjahrsputz. „Männer-Hobby Gartenbahn“ ist der Beitrag betitelt, der innerhalb des Regionalmagazins „Schwaben & Altbayern“ ausgestrahlt wurde und nun auch als Einzelbeitrag in der BR-Mediathek verfügbar ist.

Hans Schneiders Anlage in Etterschlag kann übrigens nicht nur über den Gartenzaun hinweg gut betrachtet werden, sie lässt sich auch – wenn jemand zu Hause ist – bequem vom Gehweg aus ein- und ausschalten. Und Stefan Diemling erleben die TV-Zuschauer beim Bauen, die Erweiterung seiner Berninabahn ist ein laufendes Projekt. War beim Besuch des Gartenbahn Profi im Sommer 2016 der am steilen Hang eingebettete Bahnhof Pontresina die Endstation, so geht es inzwischen eine weitere Etage den naturgegebenen Berg hinauf, höher als Alp Grüm. An diesem Bahnhof endet der Beitrag des BR-Fernsehens, mit einem Halt des von Hans Schneider gebauten Modells der neuesten RhB-Rangierlok Geaf 2/2. Davon gibt’s dann mehr in der Juni-Ausgabe 4/2021 des Gartenbahn Profi zu sehen.

Zum Beitrag in der BR-Videothek (solange verfügbar)

Garden Railroad News: Ein Newsletter statt Magazin

In diesen Herbsttagen ist die seit 35 Jahren verlegte US-amerikanische Hobbyzeitschrift „Garden Railways“ letztmals als eigenständige gedruckte Ausgabe erschienen. Wie der Verlag Kalbach Media mitteilte, werde die Marke „Garden Railways“ jedoch auf einigen Seiten der Zeitschrift „Model Railroader“ weiterleben, wo Leser weiterhin saisonale Neuigkeiten, Tipps und Ratschläge lesen können. Die Website grw.trains.com werde in begrenztem Umfang noch aktiv bleiben.

Der lesenden Gartenbahner-Gemeinde Nordamerikas erscheint das geschrumpfte Angebot an gedruckten Zeitschriften offenbar nicht ausreichend zu sein. So wird bereits unter dem Titel des Webauftritts „Garden Railroad News“ versucht, einen online als PDF verbreiteten Newsletter im Stil eines – etwas nostalgisch angehauchten – Mitteilungsblattes zu etablieren, quasi „back to the roots“, als die selbst gemachten Layouts das Laufen lernten. Aber wie immer gilt: Es kommt auf die Inhalte an. Und der erste Newsletter erweckt den Eindruck, mit Liebe gemacht zu sein. Wovon Sie sich gerne per Download selbst überzeugen können:

Den Download des englischsprachigen Newsletters erreichen Sie auch hier

Die Wunschloks in Spur G

Wunschmodelle – ein ganzer Lokbahnhof voll ist da zusammengekommen. Man durfte Wünsche äußern ohne Beschränkungen, und davon machten Leser des Gartenbahn Profi auch regen Gebrauch, obwohl manchem bewusst war, dass sein Wunsch ein Wunsch bleiben wird. Aber, wenn man schon mal Wünsche äußern durfte… Nun haben wir die Wunschlisten ausgewertet und in der Ausgabe 6/2020 die Hitliste der meistgenannten Wunschlokmodelle zusammengestellt. Manche Lok darunter ist nicht neu, denn einige Wunschmodelle hat es als Kleinserie schon gegeben – und taucht dennoch in der Hit-Liste auf, weil sie als preiswerteres und auch erhältliches Großserienmodell gewünscht wird.

Den Wunschzettel haben wir für die Veröffentlichung in der Ausgabe 6/2020 in kleine Tabellen unterteilt und davon die Fahrzeuge mit den meisten Nennungen für den Abdruck herausgefiltert. Das führt in Einzelfällen dazu, dass einige wenige Modelle doppelt auftauchen können, etwa die Diesellok Faur L45H, denn die fährt nicht nur auf deutschen Schmalspurbahnen, sondern ist auch in Österreich unterwegs. Eigentlich längst überfällig für eine Großserie, dieses Modell – und wieder macht sich derzeit ein Kleinserienhersteller daran, Fertigmodelle mit unterschiedlichen Details zu schaffen. Detailunterschiede, die kein Großserienmodell wiedergeben kann. Diese Aufstellungen werden sicherlich zu Diskussionen anregen, und das sollen sie auch. Aufgelistet werden Lokwünsche zur Regelspur, dann folgt das breite Feld der erhofften Schmal­spurmodelle. Aus Gründen der Überschaubarkeit folgen die Wünsche zu Wagenmodellen, Zubehör und Technik erst im Gartenbahn Profi 1/2021, die am Mittwoch, 9. Dezember 2020, erscheint. Bis dahin ist die Ausgabe 6/2020 im Handel erhältlich.

Leser-Wettbewerb: „Mein Corona-Projekt“

Fahrzeuge, Gebäude, Zubehör: GBP-Leser stellen ihre Modellbauten vor

Symbolfoto: Archiv GBP

Man trifft sich seltener mit anderen Menschen, reihenweise fallen seit Monaten Messen und größere private Treffen aus, man bleibt mehr Zuhause und hat Zeit fürs Hobby. Eine Situation, die noch eine Weile andauern wird, wie die jüngste Entwicklung leider zeigt. Nutzen auch Sie diese Zeit positiv. Vielleicht konnten Sie endlich lang gehegte Pläne verwirklichen, weil die Zeit dazu da war – oder noch da ist. Hatten Sie auch die Ideen dazu?

Immer wieder hat die GBP-Redaktion in den vergangenen Wochen per E-Mail oder über Messengerdienste spontane Mitteilungen erhalten mit dem Hinweis: „Mein Corona-Projekt…“ Das hat die Idee zu diesem Wettbewerb geweckt. Wo einige Leser basteln, da basteln vielleicht auch viel mehr. Teilen auch Sie Ihr Corona-Projekt mit anderen Groß- und Gartenbahnern und beteiligen Sie sich am Leser-Wettbewerb des Gartenbahn Profi.

Mehr Informationen zum Wettbewerb und Hinweise zur Teilnahme
finden Sie auf der GBP-Website hier.

Piko: Rollout der DR 106 und Produktion der DB-Ellok 103

In diesen Herbsttagen liefert Piko seine Formneuheit in der Gartenbahn -Spur G aus, die Rangierdiesellok Baureihe 106 der Deutschen Reichsbahn (V60 DR). Die offizielle Vorstellung des neuen Modells erfolgte am 23. September bei einem Rollout auf dem Gelände des Lokschuppens Sonneberg in Zusammenarbeit mit den Eisenbahnfreunden Sonneberg e.V. Die Piko-Neuheit des „Goldbroilers“ wird in Vorbild und Modell ausführlich in der neuen Ausgabe 6/2020 des Gartenbahn Profi porträtiert, die jetzt im Abo ausgeliefert wird und ab 14. Oktober auch am Zeitschriftenkiosk erhältlich ist.

Im Rahmen dieses Events wurde den anwesenden Gästen aus Politik, Medien sowie Handel erstmals das Piko Modell der Gartenbahn Diesellok BR 106 präsentiert, welches als komplette Formneuheit das diesjährige Highlight des Sonneberger Modellbahnherstellers in dieser Baugröße ist. Mit Unterstützung der Pressnitztalbahn, dem Erfurter Bahnservice, dem Erfurter Gleisbau sowie der Thüringer Eisenbahn wurden gleich vier heute noch im aktiven Fahrdiensteinsatz befindliche original Loks dieser Baureihe gezeigt und die geladenen Gäste konnten sich von der gelungenen Umsetzung des neuen Piko-Modells im direkten Vergleich mit den großen, in verschiedenen Farbdesigns lackierten Loks überzeugen.

Dem Rollout vorausgegangen war ein Betriebsrundgang, wo man die Fertigung der neuen BR 106 in verschiedenen Stadien verfolgen konnte. Auch die frisch in Kunststoff gespritzten Gehäuse des nun als Variante angebotenen orientroten Modells der früheren DB-Schnellfahrlok BR 103 (das Epoche IV-Design mit dem hellen Lätzchen an den Fronten) warteten schon auf ihre Weiterverarbeitung zu fertigen Modellen.

An das Rollout schloss sich eine Sonderfahrt nach Neuhaus am Rennweg an, wobei jeweils in Lauscha und Ernstthal am Rennsteig kehrt zu machen war. Den aus fünf Wagen gebildeten Sonderzug beförderten zwei V60 DR und eine V100 DB (BR 211), alle drei heute in Privatbahndiensten, im Sandwich über die teils starken Steigungen zum Zielbahnhof, insbesondere zwischen Ernstthal und Neuhaus.

In seiner Rede ging der Piko-Inhaber Dr. René F. Wilfer auch auf die aus seiner Sicht sehr positive Geschäftsentwicklung des Sonneberger Modellbahnherstellers im bisherigen Jahresverlauf ein. Die mit Covid19 seit März verbundenen Einschränkungen hätten viele Modellbahner dazu gebracht, sich wieder intensiver mit ihrem Hobby zu beschäftigen. Auch habe Piko neue Kunden für das faszinierende Hobby gewinnen können. Dies habe dazu geführt, dass Piko zum Stand Ende August mit + 15% deutlich über dem Umsatzniveau des entsprechenden Vorjahres und auch substantiell über den für diesen Zeitraum geplanten Umsatzzahlen liege. Mit einem Anteil von zwei Dritteln bildet Deutschland am Gesamtumsatz das größte Vertriebsgebiet von Piko.

Die Piko Firmengruppe beschäftigt in Vertriebs- und Produktionsfirmen weltweit aktuell über 600 Mitarbeiter und betreibt neben dem Stammwerk in Sonneberg, in dem 173 Mitarbeiter(innen) arbeiten, auch eine eigene Fertigung im Süden Chinas, wo 420 Piko Mitarbeiter(innen) tätig sind.

Corona gehe trotzdem nicht spurlos an Piko vorbei., so Dr. Wilfer. Aufgrund der nach wie vor indifferenten Lage und vor allem unter dem Aspekt des Schutzes der Gesundheit von Kunden und Mitarbeiter(innen) bei Piko habe sich die Geschäftsleitung dazu entschlossen, den nächsten, für Juni kommenden Jahres geplanten „Tag der Offenen Tür“ um ein Jahr, und zwar auf den 18. Juni 2022, zu verschieben.

Unser Bildbogen illustriert den Betriebsrundgang und das Rollout. Mehr zum nun ausgelieferten Lokmodell der BR 106 in analoger Ausführung lesen Sie in zwei Beiträgen im neuen Gartenbahn Profi 6/2020.

Auch am Bodensee: Nächste Messe erst im nächsten Jahr

Ob 37. Internationale Modellbahn-Ausstellung, 19. Faszination Modellbau oder das 12. Echtdampf-Hallentreffen, alle drei werden nun Ende Oktober nicht in Friedrichshafen stattfinden. Vernunft, Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein führen die Veranstalter an, das Modellbauevent am Bodensee in diesem Jahr ausfallen zu lassen. Zuvor waren von den großen Modellbahnmessen schon die Mannheimer Modellbahn und die Dortmunder Intermodellbau dem Schutz vor Corona zum Opfer gefallen und auf 2021 verschoben worden.

Wie die Veranstalter am Freitag mitteilten, hätten Kooperationspartner und Besucher lange auf konkrete Informationen gewartet und behördliche Vorgaben und Entscheidungsverzögerungen zur Geduld gezwungen. Doch nun zähle der Blick nach vorn: „Aussteller und Besucher gleichermaßen sollen 2021 an die Erfolge der vergangenen Jahre anknüpfen. Deshalb gehen wir jetzt alle gemeinsam in die solide und gründliche Planung für das nächste Jahr“, so Bettina Schall seitens der veranstaltenden Schall-Gruppe. Die Entscheidung zur Absage der drei Veranstaltungen 2020 sei nach intensiven und konstruktiven Gesprächen mit vielen Vertretern der Branche erfolgt. Im Fokus steht nun der der Spätherbst kommenden Jahres – die nächste Faszination Modellbau mit dem Echtdampf-Hallentreffen ist vom 5. bis 7. November 2021 geplant.

Auch der schweizerische Treffpunkt der Kleinserienhersteller in Bauma wird in diesem Jahr nicht stattfinden. Ebenso hatte sich bereits die Leipziger Messe gegen die Durchführung der Modell, Hobby, Spiel Anfang Oktober entschieden, und auch die traditionellen Tage der offenen Türe bei Märklin werden dieses Jahr wegen der Corona-Pandemie ausfallen. Wann das neue Ausstellung Märklineum in Göppingen eröffnet wird, ist noch nicht entschieden.

Gleis-Abbau im Schwarzwald: Erinnerung an US-Großanlage

Der Traum vom Fernweh ist ausgeträumt: Im Schwarzwaldstädtchen St. Georgen stehen die Züge des US Railway Team bereits still, die im Technikmuseum nahe des Bahnhofs befindliche Großanlage wird abgebaut. GBP-Chefredakteur Hans-Joachim Gilbert hatte noch als allerletzter Besucher die Gelegenheit, einen Blick auf die schier endlose Kulisse auf fotografisch bedruckter Lkw-Plane zu werfen, bevor diese angehängt wurde. Die engagierten Modellbahner aus dem Schwarzwald, die mit Ideenreichtum und finanziellem Engagement eine sehenswerte US-Landschaft mit computergesteuertem Zugbetrieb aufgebaut hatten, konnten sich mit dem Vermieter nicht über die Konditionen zur weiteren Nutzung der Räumlichkeiten einigen. Vor den Großbahnern hatten bereits die H0- und N-Bahner das Handtuch geworfen.

Die Großanlage hatte der Gartenbahn Profi in seiner Ausgabe 2/2020 porträtiert, ergänzt um einen Beitrag zur ausgeklügelten Anlagentechnik mit computergestützter Zugsteuerung in der Ausgabe 3/2020. Wer infolge des Corona-Lockdowns im Frühjahr und der überraschenden Schließung nicht die Gelegenheit hatte, sich die Anlage anzusehen, dem stellen wir jetzt das Porträt aus GBP 2/2020 als Download zur Bildschirmwiedergabe zur Verfügung.

Nach wie vor sucht das US Railway Team neue Räumlichkeiten im Schwarzwald-Baar-Kreis, hat aber auch eine umfangreiche Liste an Roll- und Gleismaterial zusammengestellt, das mit der Einstellung des Fahrbetriebs und Abbau der Anlage verkauft werden soll. Nähere Infos dazu auf der Team-Website us-railway.com.

Zumindest Team-Mitglied Hans-Jürgen Götz bleibt den GBP-Lesern erhalten – als Fachautor für Technik-Themen ergänzt er künftig die Redaktionsmannschaft des GBP und erarbeitet eine Artikelfolge über die vielfältigen Möglichkeiten, drahtlos im Garten eine Modellbahn zu steuern. Los geht’s in der aktuellen GBP-Ausgabe 5/2020.

Furka-Dampfbahn: Bald werden die Loks wieder angeheizt

Auf der Bergstrecke der Furka-Dampfbahn zwischen Realp und Oberwald beginnt am 3. Juli die Saison 2020. Der Saisonstart musste wegen der Corona-Pandemie um drei Wochen hinausgeschoben werden. Dafür bietet dieses Jahr Besonderes: Am Wochenende des 22. und 23. August geben drei Jubiläen Anlass für ein großes Dampfbahn-Festes in Gletsch. Mit diversen Partnern von Bahn und Region wird ein attraktives Programm erarbeitet. Geplant sind Extrafahrten mit der Lok HG 4/4 Nr. 704, nostalgische Postauto-Fahrten zwischen Gletsch und Oberwald, diverse Marktstände mit regionalen Produkten und Ausstellern sowie Ausstellungen über die Region an der Rhonequelle und Führungen durch Gletsch.

Bei der DFB gelten während der Saison 2020 die auch für die anderen ÖV-Betriebe verordneten Schutzbestimmungen. Das Personal trägt Gesichtsmasken, während den Passagieren das Tragen von Masken freigestellt ist.

Keine Gesichtsmasken, dafür nostalgische Kleidung trugen die „Reisenden“ einer dreitägigen exklsuiven Fotoveranstaltung mit drei Dampfloks im September 2019, über die in der aktuellen Ausgabe Gartenbahn Profi 4/2020 in einem 12-seitigen Extra berichtet wird (siehe Galeriebilder; mehr dazu auf der GBP-Website hier).

Weil vermutet wird, dass viele Schweizerinnen und Schweizer dieses Jahr ihre Sommerferien im eigenen Land verbringen werden, bietet die DFB in dieser Saison Extrazüge an. Diese verkehren in den letzten beiden Juli-Wochen von Montag bis Donnerstag zwischen Realp und Oberwald sowie zwischen dem 28. August und dem 18. September jeweils am Freitag zwischen Realp und Gletsch. Empfohlen wird eine frühzeitige Reservation unter www.dfb.ch. Hier finden sich auch weitere Informationen zum Dampfbahnfest am 22./23. August.