Die vielfältige „Baureihe 99“

Die Baureihe 99, die gibt es gar nicht – streng genommen. Denn unter der Zahl „99“ werden einfach alle schmalspurigen Dampflokomotiven geführt, gleich welcher Spurweite, auch gleich welcher Konstruktionsart: vom B- bis zum E-Kuppler, ob Meyer- oder Mallet-Bauart, Schmalspurloks gehören einfach zur „Baureihe 99“. Die eigentliche Baureihenbezeichnung ergibt sich erst aus den Folgeziffern. So umschreibt die Baureihen-Bezeichnung 99.22 die fünffach gekuppelten Einheitslokomotiven der DRG aus den 1930er Jahren, mit den drei gebauten Exemplaren 99 221 bis 99 223, auf deren Grundlage in den 50er Jahren die Harzbullen gebaut wurden (BR 99.23, im Computerplan ab 1970 unter Baureihe 99.72 geführt.

Somit erfasst der neu aufgelegte Transpress-Band „Dampflokomotiven IV“ alle Schmalspur-Dampfloks, die bei Länder-, Staats- und Privatbahnen im Einsatz waren oder bis heute stehen und im staatlichen Nummernschema der 99er-Baureihen erfasst sind. Der Nachdruck lässt die Baureihen 97 und 98 außen vor, die in früheren Ausgaben noch Bestandteil dieses Folgebandes IV waren und nun dem Band III zugeordnet sind.

Ergänzt durch technische Daten, Fotos und Skizzen, werden die Dampflokomotiven von den Autoren Manfred Weisbrod / Hans Müller und Wolfgang Petznick jeweils anhand ihrer Entwicklungsgeschichte, ihrer Bewährung im Betriebsdienst und ihrer konstruktiven Merkmale vorgestellt. Mit 272 Seiten das kompakte Vorbild-Handbuch für Gartenbahner mit Dampflok-Bw. Jetzt auch bei uns erhältlich (Preis zzgl. Versand).

 

 

Die 40-Prozent Sommer-Aktion

Darauf haben vor allem unsere jüngeren Leser und Abonnenten gewartet: Wir räumen unser Lager auf und bieten topp erhaltene Restbestände älterer Ausgaben zu vergünstigten Preisen an. Einerseits, um unregelmäßige Nachfragen auszugleichen. Und andererseits, um Platz für Neues zu schaffen. Profitieren Sie jetzt davon und erhalten Sie bis zu 40 % Rabatt auf den Originalpreis von Einzelausgaben aus den Jahrgängen 2013, 2014 und 2015. Das ist die Gelegenheit, Ihr Archiv günstig zu ergänzen. Jede Ausgabe mit praktischen Informationen, erprobten Tipps und vielen Anregungen, die das Sammeln des Gartenbahn Profi lohnenswert machen. Für mehr Freude am Hobby.

Auf dieser Seite finden Sie die aktuellen Sommer-Angebote.

Hauptsache Sommerneuheit

Wir zitieren mal aus den Neuheiten-Spalten der Ausgabe Gartenbahn Profi Nr. 6/2019:
Die jüngste Historik Mobil nahm Märklin zum Anlass, für das LGB-Programm eine weitere neue Dampflok für das Sachen-Programm anzukündigen: auf die VI K wird die VII K folgen, ein Modell, das vor Jahren einmal von Regner als Echtdampf-Bausatz hergestellt wurde.“ Ein Neuheiten-Projekt, in kleiner Runde verkündet, aber offiziell nicht bestätigt. Doch die Frage war nicht, ob sie tatsächlich kommen wird, die VII K. Die Frage war nur, wann diese Neuheit offiziell bekannt gemacht wird. 2019 jedenfalls nicht mehr, zur Spielwarenmesse 2020 auch nicht. Jetzt, kurz vor Christi Himmelfahrt, dem sogenannten „Vatertag“, hat LGB die Katze endlich aus dem Sack gelassen und mit den Sommerneuheiten 2021 das Modell der sogenannten sächsischen VII K angekündigt, korrekt als Baureihe 99.73 – 76 bezeichnet. Es handelt sich um die 99 731 der Zittauer Schmalspurbahnen, und begleitet wird das Modell von zwei passend beschrifteten Reko-Personenwagen, einzeln erhältlich. Das Modell des Fünfkupplers besitzt ein R1-taugliches Gelenkfahrwerk, das von zwei Bühlermotoren angetrieben wird. Eine Sommerneuheit, die sicherlich alle Sachsen-Gartenbahner erfreuen wird, zumal der Fünfkuppler mit knapp 1600 Euro UVP in bekannter, digitalisierter Ausführung deutlich unter dem Preisniveau des Harz-Fünfkupplers liegen wird. Einen Liefertermin hat Hersteller Märklin noch nicht benannt. Der komplette Sommerneuheiten-Prospekt ist bei LGB als PDF zu beziehen.

Erwartete Sommerneuheit: die als sächsische VII K bekannte Baureihe 99.73-76. Foto: LGB
Erwartete Sommerneuheit: die als sächsische VII K bekannte Baureihe 99.73-76. Foto: LGB

Eine schöne Vatertagsüberraschung, aber eine VII K darf man sicherlich im deutschen LGB-Programm als Jahres-Hauptneuheit bezeichnen, die Bezeichnung Sommerneuheit scheint da eher untertrieben. Eine Hauptneuheit, die nun leider nicht im Neuheitenkatalog 2021 vertreten ist, wir werden sie in diesem Druckwerk wohl erst 2022 gelistet finden. Wer also bislang treu Jahres-Neuheitenkataloge sammelte, um sich an der Entwicklung des Modellbahnangebots zu orientieren, muss umdenken. Und den gewohnten Rhythmus, zu Jahresanfang im zeitlichen Umfeld der Nürnberger Spielwarenmesse einen Überblick über die wichtigsten Neuheiten zu erhalten, muss man sich abgewöhnen. Jetzt heißt es, allzeit bereit zu sein für Neues, von dem man noch nicht weiß, wann es ausgeliefert wird.

Update vom 12. Mai

Einen Tag nach der Publizierung der Sommerneuheiten hat Märklin seine Lieferterminlisten aktualisiert. Demnach ist die „VII K“ 99 731 aus dem LGB-Programm zur Auslieferung im vierten Quartal 2021 vorgesehen.

Wir zeigen hier zwei Aufnahmen des Zittauer Originals 99 731, die erste Lokomotive der ab 1928 in Dienst gestellten Einheitsbaureihe 99.73-76. Die imposante 1’E 1′-Heißdampflok wurde bis 1933 in 32 Exemplaren in Dienst gestellt, sie erhielten die Betriebsnummern von 99 731 bis 99 762. Ab 1952 ließ die Deutsche Reichsbahn der DDR in zwei Bauserien weitere Fünfkuppler fertigen, die auf den frühen Einheitsloks basierten, jedoch weitgehend geschweißte und nicht mehr genietete Baugruppen aufwiesen. Ein Augenmerk wollen wir auf die Radgewichte der Lok lenken: Die sind beim Original innen gekrümmt und nicht so gerade mit dem Lineal geformt, wie es das LGB-Muster auf obigem Bild zeigt. Gehen wir mal davon aus, dass das noch nicht der Serienzustand ist.

„Corona“-Wettbewerb: Die Auswertung Staffel I läuft

Fördert die Zeit des Lockdowns das Basteln und die Kreativität der Gartenbahner? Eine Frage, die eigentlich auf die Wochen im Frühjahr 2020 zielte, als der erste Lockdown die Menschen ins Haus verbannte und wir noch in der Hoffnung auf ein schnelles Ende der Pandemie waren. Was haben die GBP-Leser in dieser Zeit gebastelt? Doch das schnelle Ende kam nicht, und daher haben wir auch unseren Wettbewerb verlängert. Am 30. April war nun Schluss für die Einsendungen in fünf verschiedenen Kategorien. Und wie das kurz vor Terminen so ist: Die fünf eingerichteten Mail-Postfächer füllten sich zusehends.

Allen, die uns eine Kurzbeschreibung (die Spanne reicht von zwei Sätzen bis zur detaillierten Beschreibung über drei Seiten) samt Fotos Ihres kreativen Tuns in Corona-Zeiten geschickt haben, sagen wir zunächst ein herzliches Dankeschön. Wir sind bereits eifrig dabei, die Einsendungen aufzubereiten, und einen ersten Bilderbogen dazu wird es in wenigen Tagen geben. Ob Spuckschloss, Bahnhofsbau, Lok-Superung oder kompletter Lok-Eigenbau, die Bandbreite der Ideen war groß und so können wir viele Anregungen fürs Hobby weitergeben, denn Modellbau macht auch in normalen Zeiten Spaß.

Das Lokoseum hat schon geöffnet – die kleine Welt ist der großen voraus.

Wer den Einsendeschluss leider verpasst hat: Die andauernde Pandemie, aber auch die rege Beteiligung in der Leserschaft hat uns bewogen, eine zweite Staffel dranzuhängen. Einsendeschluss wird der 30. Dezember 2021 sein. Ein Datum, von dem wir alle hoffen, dass wir dann wirklich auf die Pandemie zurückblicken können. Und uns wieder so bewegen können, wie wir es gewohnt waren, einschließlich eines Besuchs bei der Museumseisenbahn und einem hellen Blonden im Biergarten. Unser Autor Hans-Bernd Hülsbömer hat das Erlebnis schon einmal – außer Konkurrenz – vorweggenommen. Auf seiner Innenanlage, die wir häufiger zu Test- und Fotozwecken nutze, ist in diesem Frühjahr ein Lokoseum entstanden. Mit Fahrbetrieb und geöffneter Fritten-Bude. Und die ersten Gäste haben sich bereits maskenlos am Biertisch niedergelassen. Die Teller und Biergläser dazu gibt’s übrigens bei Tinyworld-Miniaturen – GBP-Leser wissen das schon aus der aktuellen Ausgabe 3/21, Seite 9.

Was Sie noch nicht wissen: Die Anlagenerweiterung um das Lokoseum hat einen neuen Bildhintergrund notwendig werden lassen. Das bisherige Hintergrundbild, eine alpine Landschaft (mit leichter Unschärfe, daher erhöhte räumliche Wirkung), bestehend aus drei bedruckten Diabondplatten im Format je 200 x 85 cm, Gesamtbreite 600 cm, wird abgegeben. Interessenten verweisen wir auf das private Angebot bei ebay Kleinanzeigen.

Anlagenhintergrund 600 x 85 cm, diente schon oft als Fotokulisse im Gartenbahn Profi

Zahnradlok HG 4/4 von Kiss + LGB: Kräftig am Preisrad gedreht

Bild

Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist nun die Schönste im ganzen Land? Das war die Frage, die wir eingangs des großen Vergleichs zwischen den beiden Finescale-Modellen der HG 4/4 704 DFB von Kiss und LGB stellten – die Fakten für das individuelle Resümee wurden in einem Extra auf fast acht Seiten in der GBP-Ausgabe 3/2021 den Lesern an die Hand gegeben. Denn solch eine Doppelentwicklung zur gleichen Zeit gab es noch nie, und einen solchen Vergleich gab es zuvor auch noch nie in der Spur 2m.

Beide Modelle sind ab Hersteller ausverkauft, aber – je nach Ausführung – noch als Neuware auf dem Markt: Kiss (geschätzt 150 Exemplare, Listenpreis 3450 €) und LGB (399 Exemplare, Listenpreis 3599,99 €) vollziehen dabei schon wenige Wochen nach ihrer Auslieferung wahre Preissprünge, rauf wie runter. Und: Es handelt sich weit überwiegend um Neuware bzw. als „brandneu“ beworbene Ware aus Händlerbeständen. Da heißt es für späte Interessenten, die jetzt darauf aufmerksam werden: Augen auf, vergleichen und nicht gleich beim ersten Angebot einwilligen, denn das kann teuer werden.

Das Epoche II-Modell von LGB bieten Händler aktuell zwischen 3.299 und 3.999 Euro an.

Schon bei einem kurzen Streifzug durch die Internetangebote bei Händlern oder Auktionsplattformen wie ebay wurden Ende April meist günstigere Preise für die SLM-Ausführung des SLM-Modells von LGB notiert – 3300 Euro sind hier ein gängiger Preis, aber auch 400 Euro über der Herstellerempfehlung wurden für dieses Epoche II-Modell (26271) verlangt, die Preisspanne liegt zwischen 3300 und 4000 Euro. Unsere teuerste Notierung für die aktuelle Epoche VI-Ausführung als DFB-Lok 704 von LGB hatte vor einigen Tagen sogar bei stolzen 4444 Euro gelegen, aufgerufen von einem Online-Modellbahnhändler im Raum Esslingen.

Verlangte jemand jemals mehr für eine HG 4/4? Ja, aber für das eigentlich günstiger gelistete Kiss-Modell der 704. Der gleiche schwäbische Online-Händler hat da keine Skrupel, für die Kiss-Lok bei ebay 4999 € aufzurufen. Scheinbar nimmt ihm das niemand übel, denn der Anbieter hat zu 100% positive Bewertungen. Vielleicht ist im Super-Preis ein Super-Service drin.

4.999 Euro werden hier für das Kiss-Modell verlangt. Sein Listenpreis war 3.450 Euro.

Aber es gibt auch erfreuliche Ausnahmen, was die Preisgestaltung von ab Werk ausverkauften Modelle anbetrifft: Bei einem großen Modellbahnhändler, der Firma Modellbau Härtle aus dem Allgäu, war am Abend des 28. April 2021 die LGB-Lok HG 4/4 704 in DFB -Ausführung sogar mit 5% Rabatt zur Preisempfehlung des Herstellers zu bekommen (siehe Abbildung). Vielleicht ist das Angebot jetzt, da sie es hier lesen, schon vergriffen. Aber es ist beruhigend zu wissen, dass nicht überall versucht wird, Modellbahner wie eine Gans auszunehmen.

Ab Werk ausverkauft – und doch gibt ein Händler noch 5% Rabatt auf den UVP des Herstellers.

Männer-Hobby Gartenbahn

Männer-Hobby Gartenbahn – Beitrag im BR Fernsehen

Sie könnten Vater und Sohn sein, altersmäßig betrachtet: Hans Schneider und Stefan Diemling. Den Lesern des Gartenbahn Profi sind die beiden Freunde aus Oberbayern nicht unbekannt. Wer sich erinnert, in den Ausgaben 2/2017 und 4/2017 wurden die Außenanlagen der beiden aktiven Gartenbahner porträtiert. Und nun war vor kurzem der Bayrische Rundfunk zu Gast, mit der Kamera beim Frühjahrsputz. „Männer-Hobby Gartenbahn“ ist der Beitrag betitelt, der innerhalb des Regionalmagazins „Schwaben & Altbayern“ ausgestrahlt wurde und nun auch als Einzelbeitrag in der BR-Mediathek verfügbar ist.

Hans Schneiders Anlage in Etterschlag kann übrigens nicht nur über den Gartenzaun hinweg gut betrachtet werden, sie lässt sich auch – wenn jemand zu Hause ist – bequem vom Gehweg aus ein- und ausschalten. Und Stefan Diemling erleben die TV-Zuschauer beim Bauen, die Erweiterung seiner Berninabahn ist ein laufendes Projekt. War beim Besuch des Gartenbahn Profi im Sommer 2016 der am steilen Hang eingebettete Bahnhof Pontresina die Endstation, so geht es inzwischen eine weitere Etage den naturgegebenen Berg hinauf, höher als Alp Grüm. An diesem Bahnhof endet der Beitrag des BR-Fernsehens, mit einem Halt des von Hans Schneider gebauten Modells der neuesten RhB-Rangierlok Geaf 2/2. Davon gibt’s dann mehr in der Juni-Ausgabe 4/2021 des Gartenbahn Profi zu sehen.

Zum Beitrag in der BR-Videothek (solange verfügbar)

Garden Railroad News: Ein Newsletter statt Magazin

In diesen Herbsttagen ist die seit 35 Jahren verlegte US-amerikanische Hobbyzeitschrift „Garden Railways“ letztmals als eigenständige gedruckte Ausgabe erschienen. Wie der Verlag Kalbach Media mitteilte, werde die Marke „Garden Railways“ jedoch auf einigen Seiten der Zeitschrift „Model Railroader“ weiterleben, wo Leser weiterhin saisonale Neuigkeiten, Tipps und Ratschläge lesen können. Die Website grw.trains.com werde in begrenztem Umfang noch aktiv bleiben.

Der lesenden Gartenbahner-Gemeinde Nordamerikas erscheint das geschrumpfte Angebot an gedruckten Zeitschriften offenbar nicht ausreichend zu sein. So wird bereits unter dem Titel des Webauftritts „Garden Railroad News“ versucht, einen online als PDF verbreiteten Newsletter im Stil eines – etwas nostalgisch angehauchten – Mitteilungsblattes zu etablieren, quasi „back to the roots“, als die selbst gemachten Layouts das Laufen lernten. Aber wie immer gilt: Es kommt auf die Inhalte an. Und der erste Newsletter erweckt den Eindruck, mit Liebe gemacht zu sein. Wovon Sie sich gerne per Download selbst überzeugen können:

Den Download des englischsprachigen Newsletters erreichen Sie auch hier

Die Wunschloks in Spur G

Wunschmodelle – ein ganzer Lokbahnhof voll ist da zusammengekommen. Man durfte Wünsche äußern ohne Beschränkungen, und davon machten Leser des Gartenbahn Profi auch regen Gebrauch, obwohl manchem bewusst war, dass sein Wunsch ein Wunsch bleiben wird. Aber, wenn man schon mal Wünsche äußern durfte… Nun haben wir die Wunschlisten ausgewertet und in der Ausgabe 6/2020 die Hitliste der meistgenannten Wunschlokmodelle zusammengestellt. Manche Lok darunter ist nicht neu, denn einige Wunschmodelle hat es als Kleinserie schon gegeben – und taucht dennoch in der Hit-Liste auf, weil sie als preiswerteres und auch erhältliches Großserienmodell gewünscht wird.

Den Wunschzettel haben wir für die Veröffentlichung in der Ausgabe 6/2020 in kleine Tabellen unterteilt und davon die Fahrzeuge mit den meisten Nennungen für den Abdruck herausgefiltert. Das führt in Einzelfällen dazu, dass einige wenige Modelle doppelt auftauchen können, etwa die Diesellok Faur L45H, denn die fährt nicht nur auf deutschen Schmalspurbahnen, sondern ist auch in Österreich unterwegs. Eigentlich längst überfällig für eine Großserie, dieses Modell – und wieder macht sich derzeit ein Kleinserienhersteller daran, Fertigmodelle mit unterschiedlichen Details zu schaffen. Detailunterschiede, die kein Großserienmodell wiedergeben kann. Diese Aufstellungen werden sicherlich zu Diskussionen anregen, und das sollen sie auch. Aufgelistet werden Lokwünsche zur Regelspur, dann folgt das breite Feld der erhofften Schmal­spurmodelle. Aus Gründen der Überschaubarkeit folgen die Wünsche zu Wagenmodellen, Zubehör und Technik erst im Gartenbahn Profi 1/2021, die am Mittwoch, 9. Dezember 2020, erscheint. Bis dahin ist die Ausgabe 6/2020 im Handel erhältlich.

Leser-Wettbewerb: „Mein Corona-Projekt“

Fahrzeuge, Gebäude, Zubehör: GBP-Leser stellen ihre Modellbauten vor

Symbolfoto: Archiv GBP

Man trifft sich seltener mit anderen Menschen, reihenweise fallen seit Monaten Messen und größere private Treffen aus, man bleibt mehr Zuhause und hat Zeit fürs Hobby. Eine Situation, die noch eine Weile andauern wird, wie die jüngste Entwicklung leider zeigt. Nutzen auch Sie diese Zeit positiv. Vielleicht konnten Sie endlich lang gehegte Pläne verwirklichen, weil die Zeit dazu da war – oder noch da ist. Hatten Sie auch die Ideen dazu?

Immer wieder hat die GBP-Redaktion in den vergangenen Wochen per E-Mail oder über Messengerdienste spontane Mitteilungen erhalten mit dem Hinweis: „Mein Corona-Projekt…“ Das hat die Idee zu diesem Wettbewerb geweckt. Wo einige Leser basteln, da basteln vielleicht auch viel mehr. Teilen auch Sie Ihr Corona-Projekt mit anderen Groß- und Gartenbahnern und beteiligen Sie sich am Leser-Wettbewerb des Gartenbahn Profi.

Mehr Informationen zum Wettbewerb und Hinweise zur Teilnahme
finden Sie auf der GBP-Website hier.

Piko: Rollout der DR 106 und Produktion der DB-Ellok 103

In diesen Herbsttagen liefert Piko seine Formneuheit in der Gartenbahn -Spur G aus, die Rangierdiesellok Baureihe 106 der Deutschen Reichsbahn (V60 DR). Die offizielle Vorstellung des neuen Modells erfolgte am 23. September bei einem Rollout auf dem Gelände des Lokschuppens Sonneberg in Zusammenarbeit mit den Eisenbahnfreunden Sonneberg e.V. Die Piko-Neuheit des „Goldbroilers“ wird in Vorbild und Modell ausführlich in der neuen Ausgabe 6/2020 des Gartenbahn Profi porträtiert, die jetzt im Abo ausgeliefert wird und ab 14. Oktober auch am Zeitschriftenkiosk erhältlich ist.

Im Rahmen dieses Events wurde den anwesenden Gästen aus Politik, Medien sowie Handel erstmals das Piko Modell der Gartenbahn Diesellok BR 106 präsentiert, welches als komplette Formneuheit das diesjährige Highlight des Sonneberger Modellbahnherstellers in dieser Baugröße ist. Mit Unterstützung der Pressnitztalbahn, dem Erfurter Bahnservice, dem Erfurter Gleisbau sowie der Thüringer Eisenbahn wurden gleich vier heute noch im aktiven Fahrdiensteinsatz befindliche original Loks dieser Baureihe gezeigt und die geladenen Gäste konnten sich von der gelungenen Umsetzung des neuen Piko-Modells im direkten Vergleich mit den großen, in verschiedenen Farbdesigns lackierten Loks überzeugen.

Dem Rollout vorausgegangen war ein Betriebsrundgang, wo man die Fertigung der neuen BR 106 in verschiedenen Stadien verfolgen konnte. Auch die frisch in Kunststoff gespritzten Gehäuse des nun als Variante angebotenen orientroten Modells der früheren DB-Schnellfahrlok BR 103 (das Epoche IV-Design mit dem hellen Lätzchen an den Fronten) warteten schon auf ihre Weiterverarbeitung zu fertigen Modellen.

An das Rollout schloss sich eine Sonderfahrt nach Neuhaus am Rennweg an, wobei jeweils in Lauscha und Ernstthal am Rennsteig kehrt zu machen war. Den aus fünf Wagen gebildeten Sonderzug beförderten zwei V60 DR und eine V100 DB (BR 211), alle drei heute in Privatbahndiensten, im Sandwich über die teils starken Steigungen zum Zielbahnhof, insbesondere zwischen Ernstthal und Neuhaus.

In seiner Rede ging der Piko-Inhaber Dr. René F. Wilfer auch auf die aus seiner Sicht sehr positive Geschäftsentwicklung des Sonneberger Modellbahnherstellers im bisherigen Jahresverlauf ein. Die mit Covid19 seit März verbundenen Einschränkungen hätten viele Modellbahner dazu gebracht, sich wieder intensiver mit ihrem Hobby zu beschäftigen. Auch habe Piko neue Kunden für das faszinierende Hobby gewinnen können. Dies habe dazu geführt, dass Piko zum Stand Ende August mit + 15% deutlich über dem Umsatzniveau des entsprechenden Vorjahres und auch substantiell über den für diesen Zeitraum geplanten Umsatzzahlen liege. Mit einem Anteil von zwei Dritteln bildet Deutschland am Gesamtumsatz das größte Vertriebsgebiet von Piko.

Die Piko Firmengruppe beschäftigt in Vertriebs- und Produktionsfirmen weltweit aktuell über 600 Mitarbeiter und betreibt neben dem Stammwerk in Sonneberg, in dem 173 Mitarbeiter(innen) arbeiten, auch eine eigene Fertigung im Süden Chinas, wo 420 Piko Mitarbeiter(innen) tätig sind.

Corona gehe trotzdem nicht spurlos an Piko vorbei., so Dr. Wilfer. Aufgrund der nach wie vor indifferenten Lage und vor allem unter dem Aspekt des Schutzes der Gesundheit von Kunden und Mitarbeiter(innen) bei Piko habe sich die Geschäftsleitung dazu entschlossen, den nächsten, für Juni kommenden Jahres geplanten „Tag der Offenen Tür“ um ein Jahr, und zwar auf den 18. Juni 2022, zu verschieben.

Unser Bildbogen illustriert den Betriebsrundgang und das Rollout. Mehr zum nun ausgelieferten Lokmodell der BR 106 in analoger Ausführung lesen Sie in zwei Beiträgen im neuen Gartenbahn Profi 6/2020.