Neues Entkuppler-Problem

Als LGB das Modell der orangefarbenen HSB-Diesellok V 10C im Frühjahr 2020 als Formneuheit auslieferte, sorgte die kleine Rangierdiesel gleich für eine Überraschung: Man konnte ohne Nacharbeiten den Rundkesselverdampfer und die automatischen Entkuppler von Massoth einfach einbauen und anschließen. Dies wurde und wird bis heute von Märklin/LGB nicht publiziert und war auch zum damaligen Zeitpunkt bei Massoth nicht bekannt. Das sorgte dann schon bald für Probleme bei der DCC-Programmierung der beiden Funktionsausgänge des mfx-Lokdecoders, um die Entkuppler auch über entsprechende F-Tasten des Steuergerätes zu betreiben.

Eine Anfrage des Redaktionsteams bei LGB führte zu einem Programmiervorschlag, der – im Vertrauen auf eine fachkundige Auskunft – im GBP 4/2020 veröffentlicht wurde. Er brachte allerdings nicht das gewünschte Ergebnis. Erst aufgrund von Hinweisen engagierter Leser und deren zutreffenden Programmierschritten wurde mit Unterstützung von Massoth ein funktionierender Programmiervorschlag erarbeitet und im GBP 1/2021 veröffentlicht. Aus vielen positiven Feedbacks war zu entnehmen, dass es damit nun auch ohne die CS3 von MLGB mit jeder der mehrheitlich eingesetzten DCC-Zentralen verschiedener Hersteller möglich wurde, die Entkuppler mit dem in der Lok verbauten mfx/DCC-Decoder in Betrieb zu nehmen.

Dies ist nun bei den in neuerer Zeit ausgelieferten Modellen der V10C offensichtlich nicht mehr der Fall. Mehrere betroffene GBP-Leser haben nach Montage der Entkuppler und Programmierung der beiden Steckplätze AUX4 und AUX5 nach unserem Vorschlag festgestellt, dass die Kupplungshaken nach Betätigung der F-Taste nach unten und ohne Verzug gleich wieder nach oben fahren. Durch diese Fehlfunktion ist ein Entkuppeln nahezu unmöglich geworden. Die GBP-Redaktion vermutet, dass die Ursache in einer geänderten Programmierung des Lokdecoders zu suchen ist. Dies wurde inzwischen von den Entwicklungsingenieuren der Firma Massoth bestätigt. Von dort kam die Information, dass man versuchen wolle, zusammen mit den Technikern bei LGB die Ursache zu finden. Neue Programmierhinweise werden wir auch in diesem Blog veröffentlichen, sobald sie vorliegen und erprobt sind. (BS)

Pullman: Tm 2/2 111–120 RhB

ESU kündigt in seiner Pullman-Modellreihe als Herbstneuheit 2021 Modelle der RhB-Traktoren Tm 2/2 111 – 120 der Nenngröße 2m an. Die von Schöma gebauten Traktoren stellte die Rhätische Bahn zwischen 2001 und 2004 als Tm 2/2 mit den Betriebsnummern 111 bis 120 in Dienst. Da die Fahrzeuge ab Nummer 115 mit einem stärkeren Motor und einer größeren Kühlanlage ausgestattet sind, weisen sie eine etwas größere Gesamtlänge auf als die vier zuerst gebauten 111–114. ESU wird die Unterschiede nachbilden und hat insgesamt fünf verschiedene Modelle in Vorbereitung: mit den Betriebsnummern 111 und 114 zwei kurze Fahrzeuge (336 mm), und mit 115, 116 und 119 zwei lange (346 mm) Ausführungen. Die als Messing und Druckguss hergestellten Traktorenmodelle stellen alle die Epoche VI-Ausführungen dar. Der eingebaute LokSound 5 XL Decoder steuert alle Fahr-, Sound- und Lichtfunktionen. Außerdem verfügen die Modelle über einen eingebauten Rauchgenerator mit Dampfausstoß synchron zum LokSound. Alle Modellversionen verfügen über beidseitig eingebaute, digital schaltbare Rangierkupplungen. Die Auslieferung ist noch für das vierte Quartal 2021 geplant, der UVP beträgt 1995 €.

Diese Traktoren-Baureihe hat bislang bereits Ed‘s GartenBahn aus Kleinserienfertigung mit Gehäuse aus 3D-Druck im Angebot, ausgestattet mit Fahrdecoder ab knapp 1100 Euro erhältlich, zuzüglich Zubehör. Auch hier werden die Längenunterschiede berücksichtigt. Der Gartenbahn Profi stellte das Traktormodell Tm 2/2 120 in seiner Ausgabe 6/2016 auf den Seiten 20–25 vor. Die Rangiertraktoren der RhB in Vorbildern und Modellen waren Themen in den GBP-Ausgaben 3/2020 (S. 12–18) und 4/2020 (S. 68–74).

Modellbau im Lockdown (2)

Der neue Gartenbahn Profi 5/2021 ist ab heute (11.8.) auch im Zeitschriftenhandel erhältlich – mit dem zweiten Teil unserer Leserarbeiten aus dem Lockdown im Frühjahr 2020 und Winter 2020/21. Fahrzeug-Selbstbauten und Gebäude-Umbauten stellen wir in einer Vorauswahl unseres auf weiteren 7 Seiten Leserwettbewerbs vor, die Einsendungen der Kategorie „Sonstiges“ folgt im Oktober mit Bekanntgabe der Gewinner. Die Leserarbeiten sind eine Fundgrube an Anregungen für Ihren eigenen Modellbau.

Wenn Sie den Einsendeschluss Ende April 2021 verpasst haben? Kein Problem, wir haben vorsorglich eine zweite Staffel aufgelegt. Bis zum 30. Dezember haben unsere Leser die Möglichkeit, in den ausgeschriebenen fünf Kategorien ihre Modellbauten vorzustellen – von der Anlagenausstattung bis hin zur elektronischen Loksteuerung ist alles möglich. Mehr dazu finden Sie auf der GBP-Homepage hier.

Was erwartet Sie noch in der neuen Ausgabe? Zwei Anlagen-Ideen: vom Keller raus und rund ums Haus – und die nun fertig gestaltete Terrassen-Anlage – übrigens auch ein erfolgreiches und zugleich außergewöhnliches Corona-Projekt, das außerhalb unseres Wettbewerbs lief. Außerdem befassen wir uns in der Gleis-Serie mit dem Schalten und Polarisieren von Weichen, haben den brandneuen digitalen Funkhandregler von Lenz bereits ausgiebig getestet und führen an einem praktischen Beispiel vor, was man mit einem Arduino Projekt anstellen kann. Arduino? Da finden standardisierte Elektronik-Bauteile und leicht programmierbare Software zusammen. Unser Einsteiger-Projekt ist ein praktischer Notaus-Schalter – der schaltet schneller als der Stecker der Zentrale.

Die 84-seitige Ausgabe erhalten Sie im Zeitschriftenhandel. Die nächstgelegene Verkaufsstelle erfahren Sie unter www.mykiosk.com. Oder bestellen Sie Ihr Exemplar in unserem Verlags-Webshop.

HSB-Cabrio – ohne Fahrräder

Premierenfahrt des kurzen HSB Schienencabrios. Foto: © HSB

Der ehemalige Fahrradwagen der HSB ist wieder auf den Gleisen. Allerdings dient das zweiachsige Fahrzeug nicht mehr dem Transport von Drahteseln oder E-Bikes, sondern dem Transport von Fahrgästen an der frischen Luft. Als kurzes Schienencabrio ist er nun im Selketal unterwegs. Geblieben ist der mittige Einstiegsbereich, doch wo einst Fahrräder eingehängt werden konnten, sind nun Sitze und Sitzbänke aufgestellt. Bis Oktober setzt das Harzer Bahnunternehmen den für seine neue Verwendung geringfügig umgebauten Wagen täglich bei den Dampfzugfahrten ein. Der kurze Cabriowagen war  schon 2020 fertig umgebaut, doch kam er wegen der Betriebseinschränkungen in der Corona-Pandemie nicht zum Einsatz und erhielt erst in diesem Jahr seine Zulassung.

Der Gartenbahn Profi nahm den Umbau zum Anlass, den HSB-Fahrradwagen noch einmal als Teilesatz aufzulegen, und zwar in drei verschiedenen Ausstattungsvarianten. Noch bis Ende August können die Teilesätze vorbestellt werden, die Auslieferung beginnt in der zweiten Septemberhälfte. Wegen der bereits disponierten Zulieferung von Metallteilen kann es sein, dass das Angebot aufgrund der bisherigen Nachfrage früher endet. Die Angebote finden Sie im Verlagsshop, den Einstieg bietet unser Basis-Teilesatz:

Sie brauchen mehr?

Wir haben auch mehr. Passendes Zubehör wie Anschriftendecal, Farbe, Fahrgestell und Radsätze enthalten unsere Angebotsvarianten B bzw. C. Zu den Angeboten

 

 

 

Verbrennungs-Triebwagen auf schmalen Spuren

Hubertus Mertes ist Lesern des Gartenbahn Profi durch seine vielseitigen Modellbauten ein Begriff. Ob Brücke, Lokschuppen oder – wie jüngst – der Bau eines amerikanischen Railbus‘, seine Modellbauten beschreibt er akribisch wie verständlich. Nun hat der Hobby-Modellbahner ein Grundlagenwerk in Buchform geschaffen: die erste zusammenfassende Darstellung der mit Verbrennungsmotoren ausgerüsteten Triebwagen auf deutschen Schmalspurbahnen – zumindest auf jenen, die auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik Deutschland liegen.

Aufgrund langjähriger Recherchen konnte eine Auflistung der Schmalspurbahnen und der dort eingesetzten Triebwagen erstellt werden. Ohne solche Triebwagen, die schon zu Vorkriegszeit zumindest einen Teil der Zugförderungen von den Dampfloks übernahmen, hätten viele Schmalspurbahnen schon viel früher den Betrieb einstellen müssen. Kurze Firmengeschichten der wichtigsten Hersteller sowie die Vorstellung typischer Triebfahrzeuge sollen dem Eisenbahnfreund und Modellbauer als Einstieg in das Thema Schmalspur-Triebwagen sowie als Anregung für eigene Bauvorhaben dienen. „Verleger Dirk Endisch hat dazu beigetragen, das Buch mit weiteren Fotos und zusätzlichen Informationen aufzupeppen, sodass wir beide mit dem Projekt rundum zufrieden sind“, schrieb uns Hubertus Mertes. Und so finden wir in seinem Buch weitaus mehr als Schweineschnäuzchen, den Fliegenden Spreewälder oder den Sylter Sattel-Triebwagen.

Das Buch ist ab sofort auch im Verlagsshop des Gartenbahn Profi erhältlich.

 

 

Historik Mobil: Es schwäbelt in der Oberlausitz

Foto: Wolfgang Thum

Die württembergische Tssd 99 633 hat ihre Heimatstrecke „Öchsle“ in Oberschwaben für einige Tage verlassen und ist aktuell zu Gast bei der Historik Mobil 2021 auf dem Netz der Zittauer Schmalspurbahnen in der Oberlausitz. Dort hat die aus der Sendung „Eisenbahn Romantik“ bestens bekannte Lok bereits erste Probefahrten absolviert. Diese Loktype Bauart „Mallet“ war mit insgesamt 9 Lokomotiven  die am häufigsten gebaute Schmalspurlokomotive der Württembergischen Staatsbahn. Bis 1928 wurde von der 99 633 und ihren Schwestermaschinen der gesamte Verkehr auf dem Öchsle durchgeführt. Dort steht die Lok nach Abschluss einer grundlegenden Aufarbeitung seit 2015 wieder im aktiven musealen Einsatz.

Programmpunkte der Historik Mobil

Bertsdorf, Kurort Johnsdorf sowie Zittau Süd sind die lokalen Schauplätze, und natürlich sind an diesem Wochenende 6. bis 8. August mehrere historische Zuggarnituren im Dauereinsatz. Mit Eröffnung am Freitagabend gibt es Nachtfahrten bis 23 Uhr. Am Ausbildungsbahnhof Zittau Süd können Besucher am Samstag/Sonntag von 10 bis 18 Uhr die Prinzipien der Leit- und Stelltechnik kennenlernen, so wie sie von 1977 und 1996 in Zittau-Süd in Betrieb war. Und im Kurort Jonsdorf präsentieren sich bei der Feuerwehrausstellung historische Löschfahrzeuge am Gemeindeamt, während bei der Oldtimerausstellung am Bahnhof Fahrzeuge der IFA Automobilgeschichte präsentiert werden, ebenfalls am Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Alle Programmpunkte listet ein Flyer auf, der hier verfügbar ist.

Die vielfältige „Baureihe 99“

Die Baureihe 99, die gibt es gar nicht – streng genommen. Denn unter der Zahl „99“ werden einfach alle schmalspurigen Dampflokomotiven geführt, gleich welcher Spurweite, auch gleich welcher Konstruktionsart: vom B- bis zum E-Kuppler, ob Meyer- oder Mallet-Bauart, Schmalspurloks gehören einfach zur „Baureihe 99“. Die eigentliche Baureihenbezeichnung ergibt sich erst aus den Folgeziffern. So umschreibt die Baureihen-Bezeichnung 99.22 die fünffach gekuppelten Einheitslokomotiven der DRG aus den 1930er Jahren, mit den drei gebauten Exemplaren 99 221 bis 99 223, auf deren Grundlage in den 50er Jahren die Harzbullen gebaut wurden (BR 99.23, im Computerplan ab 1970 unter Baureihe 99.72 geführt.

Somit erfasst der neu aufgelegte Transpress-Band „Dampflokomotiven IV“ alle Schmalspur-Dampfloks, die bei Länder-, Staats- und Privatbahnen im Einsatz waren oder bis heute stehen und im staatlichen Nummernschema der 99er-Baureihen erfasst sind. Der Nachdruck lässt die Baureihen 97 und 98 außen vor, die in früheren Ausgaben noch Bestandteil dieses Folgebandes IV waren und nun dem Band III zugeordnet sind.

Ergänzt durch technische Daten, Fotos und Skizzen, werden die Dampflokomotiven von den Autoren Manfred Weisbrod / Hans Müller und Wolfgang Petznick jeweils anhand ihrer Entwicklungsgeschichte, ihrer Bewährung im Betriebsdienst und ihrer konstruktiven Merkmale vorgestellt. Mit 272 Seiten das kompakte Vorbild-Handbuch für Gartenbahner mit Dampflok-Bw. Jetzt auch bei uns erhältlich (Preis zzgl. Versand).

 

 

Die 40-Prozent Sommer-Aktion

Darauf haben vor allem unsere jüngeren Leser und Abonnenten gewartet: Wir räumen unser Lager auf und bieten topp erhaltene Restbestände älterer Ausgaben zu vergünstigten Preisen an. Einerseits, um unregelmäßige Nachfragen auszugleichen. Und andererseits, um Platz für Neues zu schaffen. Profitieren Sie jetzt davon und erhalten Sie bis zu 40 % Rabatt auf den Originalpreis von Einzelausgaben aus den Jahrgängen 2013, 2014 und 2015. Das ist die Gelegenheit, Ihr Archiv günstig zu ergänzen. Jede Ausgabe mit praktischen Informationen, erprobten Tipps und vielen Anregungen, die das Sammeln des Gartenbahn Profi lohnenswert machen. Für mehr Freude am Hobby.

Auf dieser Seite finden Sie die aktuellen Sommer-Angebote.

Hauptsache Sommerneuheit

Wir zitieren mal aus den Neuheiten-Spalten der Ausgabe Gartenbahn Profi Nr. 6/2019:
Die jüngste Historik Mobil nahm Märklin zum Anlass, für das LGB-Programm eine weitere neue Dampflok für das Sachen-Programm anzukündigen: auf die VI K wird die VII K folgen, ein Modell, das vor Jahren einmal von Regner als Echtdampf-Bausatz hergestellt wurde.“ Ein Neuheiten-Projekt, in kleiner Runde verkündet, aber offiziell nicht bestätigt. Doch die Frage war nicht, ob sie tatsächlich kommen wird, die VII K. Die Frage war nur, wann diese Neuheit offiziell bekannt gemacht wird. 2019 jedenfalls nicht mehr, zur Spielwarenmesse 2020 auch nicht. Jetzt, kurz vor Christi Himmelfahrt, dem sogenannten „Vatertag“, hat LGB die Katze endlich aus dem Sack gelassen und mit den Sommerneuheiten 2021 das Modell der sogenannten sächsischen VII K angekündigt, korrekt als Baureihe 99.73 – 76 bezeichnet. Es handelt sich um die 99 731 der Zittauer Schmalspurbahnen, und begleitet wird das Modell von zwei passend beschrifteten Reko-Personenwagen, einzeln erhältlich. Das Modell des Fünfkupplers besitzt ein R1-taugliches Gelenkfahrwerk, das von zwei Bühlermotoren angetrieben wird. Eine Sommerneuheit, die sicherlich alle Sachsen-Gartenbahner erfreuen wird, zumal der Fünfkuppler mit knapp 1600 Euro UVP in bekannter, digitalisierter Ausführung deutlich unter dem Preisniveau des Harz-Fünfkupplers liegen wird. Einen Liefertermin hat Hersteller Märklin noch nicht benannt. Der komplette Sommerneuheiten-Prospekt ist bei LGB als PDF zu beziehen.

Erwartete Sommerneuheit: die als sächsische VII K bekannte Baureihe 99.73-76. Foto: LGB
Erwartete Sommerneuheit: die als sächsische VII K bekannte Baureihe 99.73-76. Foto: LGB

Eine schöne Vatertagsüberraschung, aber eine VII K darf man sicherlich im deutschen LGB-Programm als Jahres-Hauptneuheit bezeichnen, die Bezeichnung Sommerneuheit scheint da eher untertrieben. Eine Hauptneuheit, die nun leider nicht im Neuheitenkatalog 2021 vertreten ist, wir werden sie in diesem Druckwerk wohl erst 2022 gelistet finden. Wer also bislang treu Jahres-Neuheitenkataloge sammelte, um sich an der Entwicklung des Modellbahnangebots zu orientieren, muss umdenken. Und den gewohnten Rhythmus, zu Jahresanfang im zeitlichen Umfeld der Nürnberger Spielwarenmesse einen Überblick über die wichtigsten Neuheiten zu erhalten, muss man sich abgewöhnen. Jetzt heißt es, allzeit bereit zu sein für Neues, von dem man noch nicht weiß, wann es ausgeliefert wird.

Update vom 12. Mai

Einen Tag nach der Publizierung der Sommerneuheiten hat Märklin seine Lieferterminlisten aktualisiert. Demnach ist die „VII K“ 99 731 aus dem LGB-Programm zur Auslieferung im vierten Quartal 2021 vorgesehen.

Wir zeigen hier zwei Aufnahmen des Zittauer Originals 99 731, die erste Lokomotive der ab 1928 in Dienst gestellten Einheitsbaureihe 99.73-76. Die imposante 1’E 1′-Heißdampflok wurde bis 1933 in 32 Exemplaren in Dienst gestellt, sie erhielten die Betriebsnummern von 99 731 bis 99 762. Ab 1952 ließ die Deutsche Reichsbahn der DDR in zwei Bauserien weitere Fünfkuppler fertigen, die auf den frühen Einheitsloks basierten, jedoch weitgehend geschweißte und nicht mehr genietete Baugruppen aufwiesen. Ein Augenmerk wollen wir auf die Radgewichte der Lok lenken: Die sind beim Original innen gekrümmt und nicht so gerade mit dem Lineal geformt, wie es das LGB-Muster auf obigem Bild zeigt. Gehen wir mal davon aus, dass das noch nicht der Serienzustand ist.

„Corona“-Wettbewerb: Die Auswertung Staffel I läuft

Fördert die Zeit des Lockdowns das Basteln und die Kreativität der Gartenbahner? Eine Frage, die eigentlich auf die Wochen im Frühjahr 2020 zielte, als der erste Lockdown die Menschen ins Haus verbannte und wir noch in der Hoffnung auf ein schnelles Ende der Pandemie waren. Was haben die GBP-Leser in dieser Zeit gebastelt? Doch das schnelle Ende kam nicht, und daher haben wir auch unseren Wettbewerb verlängert. Am 30. April war nun Schluss für die Einsendungen in fünf verschiedenen Kategorien. Und wie das kurz vor Terminen so ist: Die fünf eingerichteten Mail-Postfächer füllten sich zusehends.

Allen, die uns eine Kurzbeschreibung (die Spanne reicht von zwei Sätzen bis zur detaillierten Beschreibung über drei Seiten) samt Fotos Ihres kreativen Tuns in Corona-Zeiten geschickt haben, sagen wir zunächst ein herzliches Dankeschön. Wir sind bereits eifrig dabei, die Einsendungen aufzubereiten, und einen ersten Bilderbogen dazu wird es in wenigen Tagen geben. Ob Spuckschloss, Bahnhofsbau, Lok-Superung oder kompletter Lok-Eigenbau, die Bandbreite der Ideen war groß und so können wir viele Anregungen fürs Hobby weitergeben, denn Modellbau macht auch in normalen Zeiten Spaß.

Das Lokoseum hat schon geöffnet – die kleine Welt ist der großen voraus.

Wer den Einsendeschluss leider verpasst hat: Die andauernde Pandemie, aber auch die rege Beteiligung in der Leserschaft hat uns bewogen, eine zweite Staffel dranzuhängen. Einsendeschluss wird der 30. Dezember 2021 sein. Ein Datum, von dem wir alle hoffen, dass wir dann wirklich auf die Pandemie zurückblicken können. Und uns wieder so bewegen können, wie wir es gewohnt waren, einschließlich eines Besuchs bei der Museumseisenbahn und einem hellen Blonden im Biergarten. Unser Autor Hans-Bernd Hülsbömer hat das Erlebnis schon einmal – außer Konkurrenz – vorweggenommen. Auf seiner Innenanlage, die wir häufiger zu Test- und Fotozwecken nutze, ist in diesem Frühjahr ein Lokoseum entstanden. Mit Fahrbetrieb und geöffneter Fritten-Bude. Und die ersten Gäste haben sich bereits maskenlos am Biertisch niedergelassen. Die Teller und Biergläser dazu gibt’s übrigens bei Tinyworld-Miniaturen – GBP-Leser wissen das schon aus der aktuellen Ausgabe 3/21, Seite 9.

Was Sie noch nicht wissen: Die Anlagenerweiterung um das Lokoseum hat einen neuen Bildhintergrund notwendig werden lassen. Das bisherige Hintergrundbild, eine alpine Landschaft (mit leichter Unschärfe, daher erhöhte räumliche Wirkung), bestehend aus drei bedruckten Diabondplatten im Format je 200 x 85 cm, Gesamtbreite 600 cm, wird abgegeben. Interessenten verweisen wir auf das private Angebot bei ebay Kleinanzeigen.

Anlagenhintergrund 600 x 85 cm, diente schon oft als Fotokulisse im Gartenbahn Profi