Die Harz-Kamele helfen aus

HSB-Diesellok 199 872 im Bahnhof Silberhütte, Mitte August 2021. Foto: Jürgen Rech

Ob zweifach auf der Brockenstrecke oder einfach im Selketal und auf der Harzquerbahn, die drei Harzkamele der Baureihe 199.8 helfen derzeit nach Kräften bei den Harzer Schmalspurbahnen aus. Auf der Touristenstrecke von Wernigerode zum Brocken gleichen sie den akuten Mangel an Dampfloks aus, denn 99 234 wartet noch auf eine Verlängerung ihrer Kesselfrist und 99 247 sollte so bald als möglich ihre HU-Abnahme bestehen, damit sie wieder auf die Strecke kann. Das dritte Harz-Kamel ist derzeit im Umlauf des Zugpaares 8970/71 eingesetzt, verkehrt zwischen Harzgerode und Nordhausen und ersetzt hier eine Triebwagenleistung. Der Kurzzug besteht aus einem Harzkamel, einem zweiachsigen Gepäckwagen und einem siebenfenstrigen Plattformwagen – unser Bild zeigt die kurze, Gartenbahn geeignete Garnitur im Bahnhof Silberhütte im Selketal.

Die talabwärts führende Teilverbindung Harzgerode–Alexisbad leistet der lokbespannte Kurzzug übrigens ohne Umsetzen in Alexisbad: Die mit Rangierfunk ausgerüstete Lok wird von der Plattform des Personenwagens aus fernbedient, wenn der Zug von Harzgerode nach Alexisbad fährt – ein nicht alltäglicher Zugeinsatz. Ein viertes Kamel könnte die HSB übrigens auch einsetzen: Für das kurzfristig ausgefallene Fischstäbchen 187 013 werden seit 25. August vorübergehend acht Zugfahrten täglich im Schienenersatzverkehr durch Busse abgewickelt.

HSB-Cabrio – ohne Fahrräder

Premierenfahrt des kurzen HSB Schienencabrios. Foto: © HSB

Der ehemalige Fahrradwagen der HSB ist wieder auf den Gleisen. Allerdings dient das zweiachsige Fahrzeug nicht mehr dem Transport von Drahteseln oder E-Bikes, sondern dem Transport von Fahrgästen an der frischen Luft. Als kurzes Schienencabrio ist er nun im Selketal unterwegs. Geblieben ist der mittige Einstiegsbereich, doch wo einst Fahrräder eingehängt werden konnten, sind nun Sitze und Sitzbänke aufgestellt. Bis Oktober setzt das Harzer Bahnunternehmen den für seine neue Verwendung geringfügig umgebauten Wagen täglich bei den Dampfzugfahrten ein. Der kurze Cabriowagen war  schon 2020 fertig umgebaut, doch kam er wegen der Betriebseinschränkungen in der Corona-Pandemie nicht zum Einsatz und erhielt erst in diesem Jahr seine Zulassung.

Der Gartenbahn Profi nahm den Umbau zum Anlass, den HSB-Fahrradwagen noch einmal als Teilesatz aufzulegen, und zwar in drei verschiedenen Ausstattungsvarianten. Noch bis Ende August können die Teilesätze vorbestellt werden, die Auslieferung beginnt in der zweiten Septemberhälfte. Wegen der bereits disponierten Zulieferung von Metallteilen kann es sein, dass das Angebot aufgrund der bisherigen Nachfrage früher endet. Die Angebote finden Sie im Verlagsshop, den Einstieg bietet unser Basis-Teilesatz:

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Wieder Dampf im Selketal

Freude auch im Südharz: Symbolischer Abfahrtsauftrag für die Lokmannschaft (v.l.n.r.: Jens Ehrhardt, Christian Schmidt) des ersten Dampfzuges im Bahnhof Nordhausen Nord nach achtmonatiger Unterbrechung durch Nordhausens Bürgermeisterin Jutta Krauth, Marcel Hardrath (Landkreis Nordhausen) und HSB-Geschäftsführer Matthias Wagener (v.l.n.r.)

Der durch Corona über Monate hinweg lahmgelegte Betrieb mit historischen Dampfzügen im Harz normalisiert sich zusehends. Mit Beginn des Juli fahren die Dampfzüge der Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) wieder durch das Selketal und vom thüringischen Nordhausen aus zum Brocken. Pünktlich um 7:36 Uhr startete nach insgesamt 241-tägiger Corona-Pause der erste Dampfzug in Gernrode. Kurze Zeit später begrüßten ihn dann im Bahnhof Alexisbad Harzgerodes Bürgermeister Marcus Weise sowie HSB-Geschäftsführer Matthias Wagener persönlich. Nur knapp zwei Stunden später setzte sich um 10:33 Uhr nach achtmonatiger Unterbrechung auch im thüringischen Nordhausen wieder der erste mit Dampflok bespannte Reisezug in Bewegung. Bei seiner Abfahrt in Richtung Brocken waren Nordhausens Bürgermeisterin Jutta Krauth sowie seitens des Landkreises Nordhausen Marcel Hardrath und Christian Schelauske anwesend. Und nun wartet man auf stabiles Schönwetter und Fahrgäste, die sich an die Corona-Regeln halten.

Wieder Züge zum Brocken

Endlich. Seit Mittwoch, 9. Juni, wehen wieder die Rauchfahnen über dem Brocken. Die ersten Dampfzüge sind unterwegs, zwar noch mit Einschränkungen, aber sie erreichen nach langer Zwangspause das Gipfelplateau im Harz in 1.141 Metern Höhe. Pünktlich um 10:36 Uhr lief am Mittwoch der erste fahrplanmäßige Dampfzug nach 219 Tagen coronabedingter Unterbrechung in den Brockenbahnhof ein. Am 1. November des vergangenen Jahres war hier der bislang letzte Reisezug abgefahren. Fahrplanmäßiger Zugbetrieb fand auf dem 140 Kilometer langen Netz der HSB seitdem ausschließlich mit Triebwagen zwischen Wernigerode und Schierke sowie im thüringischen Südharz zwischen Nordhausen und Ilfeld statt.

Der erste Zug erreicht nach 219 Tagen Zwangspause den Brockenbahnhof. Foto: Heide Baumgärtner/HSB
Der erste Zug erreicht nach 219 Tagen Zwangspause den Brockenbahnhof.
Foto: Heide Baumgärtner/HSB

Bereits im Frühjahr 2020 war der Verkehr auf dem Großteil des Streckennetzes einschließlich des Brockens schon einmal an 62 Tagen pandemiebedingt eingestellt und alle Dampfloks außer Betrieb. Von Wernigerode aus fahren nun erst einmal wieder vier Dampfzüge auf den höchsten Harzgipfel, zwei weitere starten in Drei Annen Hohne. Die Ausgabe von Tickets für Bergfahrten ist limitiert. Sie können entweder vorab online oder am Reisetag in den Verkaufsstellen der Bahnhöfe Wernigerode Hauptbahnhof, Wernigerode Westerntor, Drei Annen Hohne und Schierke erworben werden. Die übrigen Zustiegsmöglichkeiten für Brockenfahrten in Wernigerode Hochschule Harz, Wernigerode–Hasserode und Steinerne Renne entfallen bis auf Weiteres.

Nach ebenfalls 219-tägiger Unterbrechung rollt der Zugverkehr nun wieder durchgehend auf der gesamten Harzquerbahn sowie auf der Selketalbahn. Auf beiden Strecken kommen vorerst allerdings nur Triebwagen in einem eingeschränkten Fahrplan zum Einsatz. Der Dampfzug von Nordhausen zum Brocken und zurück wird vorerst noch nicht verkehren.

Kiss: Harzmallet kommt im Juli

Wenn das Amtsgericht Darmstadt am 15. Juli 2020 die Gläubigerversammlung über die Kiss Modellbahnen GmbH & Co KG eröffnet, läuft in Viernheim das Geschäft schon längst weiter. Die bislang selbstständige Unternehmung Kiss Modellbahnen wird künftig als eine Marke des hessischen Spur 1-Spezialisten Fine Models fortgeführt. Fine Models hat in einem sogenannten Asset Deal die Vermögenswerte der insolventen Kiss Modellbahnen GmbH & Co KG übernommen. In der Schweiz hat sich dagegen ein neues Unternehmen Kiss Modellbahnen Schweiz als GmbH gegründet. Die Projekte in den Baugrößen 0, 1 und 2m werden länderspezifisch aufgeteilt, dabei wird sich Kiss Modellbahnen Deutschland um die anstehenden HSB-Modelle Harzmallet und Brockenlok kümmern.

Und die Harzmallet, so teilte Kiss Modellbahnen Deutschland / Fine Models am 3. Juni mit, befinde sich nun per Schiff von Fernost auf dem Weg nach Europa und werde Mitte Juli zur Auslieferung ab Viernheim erwartet. Von der schon gut verkauften Brockenlok, so ließ Fine Models Geschäftsführer Matthias Martin die Redaktion Gartenbahn Profi am zurückliegenden Pfingstwochenende wissen, werde man voraussichtlich noch ein paar Lokomotiven mehr auflegen als bislang geplant, so dass dieses Modell mit etwas zeitlichem Abstand also erst im Jahr 2021 folgen wird.

Weitere Hintergründe über die Neuorganisation bei Kiss Modellbahnen in deutschland und der Schweiz erfahren die Leser des Gartenbahn Profi in der nächsten Ausgabe 4/2020, die ab Ende kommender Woche im Abo ausgeliefert wird.

HSB: Zaghaft wieder Dampf

Die Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) haben am Montag, 18. Mai, nach zweimonatiger Pause wieder einen eingeschränkten Betrieb auf ihrem Gesamtnetz aufgenommen. Abhängig von der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie werden dabei zunächst zwei Dampfzüge von Wernigerode auf den Brocken verkehren, zwei weitere Abfahrten finden von Drei Annen Hohne statt. Auf dem übrigen Netz bietet die HSB einen vorerst reduzierten Verkehr mit Triebwagen an. Im Südharz fahren zu Himmelfahrt wieder zusätzliche Züge.

Mit Dampf geht es täglich um 9.10 und 11.55 Uhr von Wernigerode auf den Brocken. Durch Pendelfahrten der beiden Dampfzüge finden von Drei Annen Hohne um 9.57, 12.00, 12.46 und 15.06 Uhr insgesamt vier Abfahrten zum höchsten Berg des Harzes statt. Auch auf den Strecken der Harzquer- und Selketalbahn wird die HSB vorerst nur wenige Fahrten anbieten. Aus Infektionsschutzgründen kommen dabei ausschließlich Triebwagen mit separaten Fahrerkabinen zum Einsatz. Quedlinburg sowie Hasselfelde werden vorerst nur einmal täglich vom Triebwagen angesteuert.

Die Auflagen zum Infektionsschutz gelten nicht nur in den Zügen, sondern auch für das Betreten der nun wieder regulär geöffneten Fahrkartenausgaben und Dampfläden der HSB. Vorerst geschlossen bleibt allerdings die Verkaufsstelle im Bahnhof Gernrode (Harz), und für die Fahrkartenausgaben in Schierke sowie auf dem Brocken gelten zunächst verkürzte Öffnungszeiten. Der Erwerb von Online-Tickets ist derzeit aus technischen Gründen nicht möglich, teilte die HSB mit.

Dietz: HSB-Dampflok Fiffi fährt pünktlich ins Osternest

Auf der Nürnberger Spielwarenmesse vorgestellt (siehe GBP 2/2020) – nun sind die 50 aufgelegten Exemplare der HSB-Lokomotive „Fiffi“ bereit, den Saisonstart auf den Gartenbahnanlagen zu übernehmen. Rechtzeitig zu Ostern liefert Dietz Modellbahntechnik aus Höfen im Nordschwarzwald die auf der Spielwarenmesse angekündigte und in Zusammenarbeit mit TrainLine gebaute Dampflok der HSB 99 6102 „Fiffi“ aus. Es handelt sich um eine formtechnisch abweichende Ausführung als Nassdampflok. TrainLine selbst führt die Heißdampf-Schwesterlok „Pfiffi“ 99 6101 im Programm. Das von TrainLine für Dietz gefertigte Basismodell wurde von Dietz komplett mit eigenem G-Decoder, gepulstem Verdampfer und einem allerneuesten Profi-Sound inklusive HiFi-Lautsprecher und Kesselfeuer ausgestattet. Die vorbestellten Exemplare dieser Exklusivserie werden noch vor Ostern ausgeliefert, nur Restexemplare sind noch verfügbar. Sie können derzeit nur online oder telefonisch bestellt werden, die Auslieferung dieser Modelle erfolgt aus Kapazitätsgründen aber erst nach Ostern. www.d-i-e-t-z.de

Auch HSB stoppen den Betrieb der touristischen Züge

Die Ausbreitung des Corona-Virus stoppt immer mehr den touristischen Bahnbetriebe. Nach die Rhätische Bahn bereits mit Wirkung vom 14. März den Glacier Express und den Bernina Express vorübergehend eingestellt hat, bleiben nun auch die meisten Züge der Harzer Schmalspurbahnen (HSB) ab Dienstag, 17. März, im Schuppen.

Wie die HSB am Montag Nachmittag (16.3.2020) mitteilten, wird der „fahrplanmäßige Fahrbetrieb auf weiten Teilen des 140,4 km umfassenden Streckennetzes ab dem 17. März mit Betriebsbeginn“ eingestellt. Nur im Bereich zwischen Nordhausen Nord und Ilfeld Neanderklinik werde der Nahverkehr auf der Schiene mit einem eingeschränkten Fahrtenangebot aufrechterhalten. Die Wiederaufnahme des vollständigen Fahrbetriebs auf dem Gesamtnetz orientiere sich an der Wiedereröffnung der derzeit geschlossen öffentlichen Einrichtungen wie Kindergärten und Schulen sowie an der Wiedereinrichtung des vollständigen Schienen-Personennahverkehrs in Sachsen-Anhalt. Informationen zu aktuellen Änderungen sind bei der HSB telefonisch unter 03943/558-0 sowie im Internet unter www.hsb-wr.de erhältlich.

Bereits zwei Tage früher hatte die Rhätische Bahn den touristischen Verkehr (Glacier Express, Bernina Express), sowie Extrafahrten und historische Fahrten eingestellt, Speisewagen und Cateringservices in den noch betriebenen Zügen sind untersagt. Auch Gruppenreisen finden nicht statt. Diese Maßnahmen gelten voraussichtlich bis zum 26. April 2020. Geplante Charter- und Erlebnisfahrten sind bis zum 30. Juni 2020 ausgesetzt.

Die letzten Fahrradwagen – und was danach kommt

Seit Dezember 2010 vertreibt der Gartenbahn Profi in seiner Leser-Edition den Teilesatz zum Bau des HSB-Fahrradwagens. Nun haben wir das vorerst letzte Fertigungslos in Auftrag gegeben, denn zum Frühjahr 2020 steht bei uns Neues auf dem Programm – und dafür werden beim Hersteller der Bauteile nicht nur Fertigungs-, sondern auch Konstruktionskapazitäten gebraucht. Somit sind derzeit noch die letzten Bauteile-Pakete für den Fahrradwagen bestellbar, der auf das 30-cm-Fahrgestell von LGB passt.

Aufgebauter, mit Zubehör dekorierter HSB-Fahrradwagen

Als Modell war der Teilesatz ein über Jahre währender Erfolg, das Original hingegen war weniger nachgefragt. Die Auslastung des bei den HSB auf der Selketalbahn eingesetzten offenen Wagens war nämlich mehr als dürftig – es gab kaum Interesse von Radfahrern. Daher hatten die HSB beschlossen, den Wagen nach Ablauf der Fristen Ende April 2018 nicht mehr aufzuarbeiten, sondern so lange abzustellen, bis über eine neue Verwendung entschieden ist. Und diese Entscheidung ist gefallen: Der einstige Fahrradwagen soll künftig als Cabriowagen auf die Reise gehen. Uns so ist es mehr als naheliegend, dass der Gartenbahn Profi zum Frühjahr 2020 eine entsprechende Abwandlung seines Teilesatzes projektiert – allerdings muss auch erst das Original fertiggestellt sein.

Das HSB-Fahrzeug mit der Betriebsnummer 905 – 157 war 2009/10 aus einem ehemaligen Packwagen umgebaut worden. Die Abnahme des Wagens erfolgte am 23.4.2010 in Westerntor. Bis Ende April 2018 war der als „Fahrradwagen“ bezeichnete offene Waggon im Sommerfahrplan auf der Selketalstrecke zwischen Quedlinburg und Hasselfelde/Eisfelder Talmühle im Einsatz mit dem Dampfzug zu erleben. Dorthin könnte er wieder zurückkehren, aber eben ohne Fahrräder.

HSB: Neue Dampflokwerkstatt

Es mangelt an betriebsbereiten Dampfloks bei den Harzer Schmalspurbahnen, wie der Gartenbahn Profi in der Ausgabe 5/2019 berichtete. Und verschärft wurde die ohnehin schon prekäre Situation am 5. September durch einen Unfall der Brockenlok 99 7247.
Bei einem Zusammenstoß mit einem Lkw nahe der Station Hasserode wurde die Lok-Rückwand stark beschädigt und der Wasserbehälter aufgerissen. Wasser lief aus.

Um nicht dauerhaft von externen Kapaziätsengpässen abhängig zu sein, rüsten die HSB nun ihre Werkstattkapazitäten auf – und starteten das bislang größte Bauprojekt in der 28-jährigen Geschichte der Harzer Schmalspurbahnen GmbH. Gemeinsam mit Wernigerodes Oberbürgermeister Peter Gaffert und HSB-Geschäftsführer Matthias Wagener drückte Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel in Wernigerode den symbolischen Startknopf für den Bau der neuen Dampflokwerkstatt (Bild). Nach deren Fertigstellung können die Dampfloks künftig in der eigenen Werkstatt untersucht und gewartet werden. Das mache die HSB unabhängiger und spare auch Kosten. Zugleich haben Touristen und Bahnenthusiasten dann auch die Möglichkeit, die Arbeiten in der gläsernen Galerie zu verfolgen – diese Kombination mache die HSB noch attraktiver.

Per Knopfdruck: „Spatenstich“ zur neuen Dampflokwerkstatt der HSB

Die Idee zum Bau einer neuen Dampflokwerkstatt wurde bereits vor geraumer Zeit geboren, als sich eine immer zeit- und kostenintensivere Instandhaltung der betagten Dampflokomotiven abzeichnete. Spätestens alle acht Jahre müssen diese im Rahmen der sogenannten schweren Instandhaltung umfassend untersucht und in ihre über 4.000 Einzelteile zerlegt werden. Aus Platzgründen schied eine Erweiterung der bisherigen Fahrzeugwerkstatt aus dem Jahre 1926 am Bahnhof Wernigerode Westerntor von vornherein aus. Mit einem Teil des Ochsenteichgeländes konnte ein geeignetes Grundstück in unmittelbarer Nähe zur alten Werkstatt von der Stadt Wernigerode erworben werden.

Mit der Fertigstellung der neuen Dampflokwerkstatt wird im Frühjahr 2021 gerechnet. Nach einer rund einjährigen Anlaufphase können hier dann ab 2022 die ersten Dampflokomotiven vollständig auseinander gebaut und entsprechend den rechtlichen Vorschriften untersucht werden. Die HSB verfügt über insgesamt 25 Dampflokomotiven der Baujahre 1897 bis 1956.