Harzkamel 199 892 im Mai 1991. Die seit 25 Jahren abgestellte Diesellok wird jetzt wieder aufgearbeitet.

Waldbrände: HSB lässt zwei Harzkamele aufpäppeln

Als Folge der Waldbrände des vergangenen Sommers mobilisiert die HSB mit 199 874 und 199 892 zwei längst abgestellte Harzkamele. Damit soll bei erhöhter Waldbrandgefahr der Zugverkehr zum Brocken für den Fall, dass zeitweise keine Dampfloks fahren dürfen, gesichert sein. Weil die Harzer Schmalspurbahnen (HSB) ab kommendem Jahr bei hoher Waldbrandgefahr keine Dampfloks mehr auf den Brocken schicken darf, werden nun zwei abgestellte Harzkamele im DB-Werk Stendal für einen entsprechenden Ersatz-Einsatz im Reisezugdienst ertüchtigt. 199 874 erhält eine neue Hauptuntersuchung, eventuell wird auch eine neue Dampfkessel-Heizanlage eingebaut. Die zweite Maschine, die Anfang Dezember die Reise nach Stendal mit angetreten hat, ist die seit beinahe 25 Jahren abgestellte 199 892. Auch

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Brücken-Bahnübergang wieder in vollem Betrieb

Ein Bahnübergang mitten auf einer Flussbrücke – Realität in der ostsächsischen Stadt Zittau und eine besondere Gestaltungsidee für eine Gartenbahn, ob nun mit oder ohne Modellgewässer. Das Ungewöhnliche an dieser Brückenkonstruktion ist, dass die Bahntrasse die Straßenfahrbahn genau in der Mitte der Brücke kreuzt. In diesem Jahr musste die marode „Prinz-Friedrich-August-Brücke“ bis auf die Stützpfeiler abgerissen und wieder neu aufgebaut werden, monatelang war der Zugverkehr der SOEG im Baustellenbereich unterbrochen. Seit Juli fahren die Züge wieder ab Zittau Hauptbahnhof ins Gebirge nach Bad Oybin oder nach Jonsdorf mit Umsteigen in Bertsdorf, die Wiederaufnahme des durchgehenden Zugbetriebs wurde unter einer Wasserfontäne gefeiert (siehe GBP 5/2022, S. 26–29). Inzwischen sind die Sanierungsarbeiten

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Sachsen: SDG-Schmalspurbahnen dampfen seltener

Steigende Energiepreise, auch bei der Beschaffung von Steinkohle, machen den dampfbetriebenen Schmalspurbahnen in Sachsen zu schaffen. Die Sächsische Dampfeisenbahn Gesellschaft SDG hat nun in Abstimmung mit den jeweiligen Verkehrsverbünden massive Einsparungen angekündigt und reduziert zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2022 das Zugangebot auf ihren drei Strecken Fichtelberg-, Lößnitzgrund- und Weißeritztalbahn. Hier wird es zusätzlich zu den üblichen Streckensperrungen in der kommenden Fahrplanperiode zunächst eine weitere Betriebspause vom 6. bis 24. März 2023 geben, außerdem vom 1. bis 19. November 2023. Der bisherige Schienenersatzverkehr in den Sperrpausen entfällt. Auf der Fichtelbergbahn Cranzahl–Oberwiesenthal wird vorerst ein genereller Ein-Zug-Betrieb mit täglich vier Zugpaaren aufrechterhalten, nur an nachfragestarken Tagen wie Ostern, Himmelfahrt, Pfingsten und

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Live-TV: Um 14 Uhr startet der Rekordversuch

Morgen, Sonntag, ist der längste Tag des Jahres, aber schon heute (Sa, 29. Oktober 2022) beginnt die längste Nacht des Jahres und heute soll auch der längste Schmalspur-Personenzug der Welt fahren: Um 14 Uhr startet das über Monate hinweg vorbereitete Spektakel an der Albulalinie der Rhätischen Bahn. Wer sich keines der Tickets ergattern konnte – die waren im Sommer im Nu ausverkauft – oder schlicht nicht mal eben nach Graubünden fahren kann, dem bietet die Schweizer Zeitung Blick auf ihrem TV-Kanal die Gelegenheit, den Weltrekordversuch live mitzuerleben, und zwar aus ganz unterschiedlichen Perspektiven. Schon am gestrigen Freitag berichtete Blick über die Vorbereitungen, sei es über die Arbeit in der Leitstelle

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RhB: Noch zehn Tage bis zum Rekordversuch

Ein rund 1910 Meter langer Personenzug soll am 29. Oktober 2022 über die Albulalinie der Rhätischen Bahn fahren und damit einen Weltrekord aufstellen (wir berichteten erstmals am 11. Mai.). 3000 Zuschauer können das Spektakel live an mehreren Viewpoints verfolgen – oder an einem Medienkanal live verfolgen. 100 Wagen sind dafür notwendig – gebildet aus 25 Triebzügen des vierteiligen, von Stadler gebauten Triebzugs Capricorn. Der Blog des Gartenbahn Profi stimmt Sie in den kommenden Tagen weiter auf das Ereignis ein. Schneller, höher, weiter, so klingen die Attribute von Messwerten, aus denen Rekorde gemacht werden. Doch diesmal muss es heißen: länger. 1910 Meter lang misst der Wurm aus 25 Capricorn-Einheiten sein, der

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Schmalspur-Expo beim “Wilden Robert”

Am kommenden langen Wochenende steht Sachsen im Zeichen der Modell- und Schmalspurbahnen. Es öffnet nicht nur die Messe Leipzig mit der Modell-Hobby-Spiel vom 30. September bis einschließlich 2. Oktober die Pforten, auch die als „Wilder Robert“ bekannte Döllnitzbahn (Oschatz-Mügeln-Kemmlitz/Glossen) ist am kommenden Wochenende ein Reiseziel wert. Vom 1. bis 3. Oktober findet in der Naundorfer Turnhalle die Schmalspur-Expo statt. Die Arbeitsgemeinschaft Schmalspur präsentiert in einer Ausstellung unterschiedlichste Schmalspur-Modellbahnen und Zubehör in unterschiedlichster Art und Größe und lädt zum Informieren, Tauschen und Kaufen ein. Mit dabei sind auch „Wolfgang & Friends“, wie sie bei Insidern bekannt sind. Im Klartext: Hier tritt der „Freundeskreis Sächsische Schmalspur IIe“ auf, ein in der Szene

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Weißeritztal: Rabenauer Mühle schließt

Sich morgens von einem Lokpfiff wecken lassen? Mit dieser Vorstellung buchten sicher nicht wenige Eisenbahnfreunde ein Zimmer in der Rabenauer Mühle, direkt an der Weißeritztalbahn gelegen – mit Blick auf den Bahnhof Rabenau. Längst eine Sache für Langschläfer, denn der erste Dampfzug hinauf ins Tal heutzutage in Rabenau um 9.43 Uhr ab. Als der Dampfzug noch Arbeiter aus dem Tal nach Freital beförderte, fuhr er viel früher an der Rabenauer Mühle vorbei, einem Gasthof, den es auch schon viel länger als die Eisenbahn entlang der Weißeritz gibt. 1235 wurde die Mühle im Rabenauer Grund erstmals erwähnt, seit 1830 besitzt sie Schankrecht und zählt zu den beliebtesten Ausflugszielen im Osterzgebirge. Diesen

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Sachsen und RhB: Herbstneuheiten bei LGB

Wenige Tage vor dem kalendarischen Herbstanfang gibt Märklin am heutigen Donnerstag, 15. September, seine Neuheiten der Marken Märklin, Trix und LGB bekannt. Die offizielle Freigabe der Information ist zwar erst heute für 13 Uhr vorgesehen, aber die wichtigsten Neuheiten sind schon seit Tagen keineswegs verborgen geblieben. Teilweise waren die Neuheiten nämlich schon in Schinznach beim Grossbahnfest zu sehen, teilweise bei der Historik Mobil in Zittau Anfang August.   Neues für Sachsen Bleiben wir zunächst in Sachsen. Für die SOEG gibt es zwei historische, vierachsige Güterwagen als komplette Neukonstruktionen. Sowohl der gedeckte, grau lackierte Vierachser 2056k (#43600), als auch der offene, braun lackierte Museumsgüterwagen OOw (#43601) basieren auf dem gleichen, über

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Furka-Lok Nr. 1 geht in die Verjüngungskur

Nach fast 30 Jahren Dienst auf der Furka-Bergstrecke wird die Zahnraddampflok HG 3/4 Nr. 1 der DFB einer Totalrevision unterzogen und daher für einige Jahre aus dem Betriebsdienst verschwinden. Der vorerst letzte Auftritt vor der grundlegenden Verjüngungskur wurde mit einer Extrafahrt von Realp zur Station Furka und zurück gefeiert. Das teilte jetzt die Dampfbahn Furka Bergstrecke mit. Es war keine gewöhnliche Fahrt. Für die Fotografen und Fotografinnen unter den geladenen Gästen absolvierte der Zug sowohl beim Steinstafelviadukt als auch beim Furka-Scheiteltunnel Scheinanfahrten. Es war mutmaßlich die letzte Gelegenheit, die Lok 1 in ihrem blauen Kleid zu fotografieren und filmen, das sie seit 1993 getragen hat. Nach der Totalrevision wird sie

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Döllnitzbahn: Sachsenzug mit I K Nr. 54 verunglückt

Ein schwerer Unfall überschattet das für dieses Wochenende geplante Fest bei der Döllnitzbahn. Am Freitagabend war der historische I K-Zug an einem Bahnübergang mit einem landwirtschaftlichen Gespann, dessen Anhänger mit Silofutter beladen war, kollidiert. Beim Zusammenstoß entgleisten die I K Nr. 54 und der nachfolgende Gepäckwagen, zwei Lokpersonale und mehrere Fahrgäste wurden zum Teil schwer verletzt. Für den Samstag, 10. September, wurden alle Fahrten abgesagt, am Sonntag, 11. September, soll es nach Angaben der Döllnitzbahn GmbH ein abgespecktes Programm geben – weil sich die schwer verletzten Personen nicht in Lebensgefahr befinden. „Mit Blick auf die angereisten Gäste, aber auch auf unsere Kollegen und Mitwirkende, wollen wir versuchen, das entstandene Loch

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